Fußball Landesliga

Steele verkürzt den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze

Steeles Daniel Schröder, hier am Ball, besiegte den MSV Düsseldorf beim 4:1 mit seinem Hattrick fast im Alleingang.

Steeles Daniel Schröder, hier am Ball, besiegte den MSV Düsseldorf beim 4:1 mit seinem Hattrick fast im Alleingang.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  4:1 - dank eines überragenden Hattrick-Schützen Daniel Schröder siegte die SpVgg Steele gegen den MSV Düsseldorf. Auch der SVA siegte mit 3:1.

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SpVgg Steele 03/09 – MSV Düsseldorf 4:1 (0:1).

Vor dem Spiel gab es gleich erstmal eine Hiobsbotschaft, denn der als Vertreter der beiden verletzten Steelenser Torhüter verpflichtete Patrick Prell verdrehte sich das Knie, so dass Keeper Nr. 4, Patrick Otte, auflief. Und er machte, auch dank einer starken Defensivleistung der Gastgeber, seine Sache gut. Allerdings ging Prells Verletzung nicht spurlos am Team vorbei, das im ersten Durchgang sehr nervös spielte. „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, das war keine sonderlich gute Vorstellung“, gab Trainer Dirk Möllensiep zu. Sein Team konnte von Glück sprechen, dass Düsseldorf zu viel mit sich selbst beschäftigt war, um dies auszunutzen. Nach einer Ansprache in der Kabine und einem dreifachen Wechsel zeigte der Aufsteiger in den zweiten 45 Minuten sein besseres Gesicht. Was vor allem an einem überragenden Daniel Schröder lag, der seine Torjäger-Qualitäten wieder mit einem Hattrick unter Beweis stellte. Und auch seine Mitspieler ließen sich von seiner starken Leistung anstecken, gingen engagiert in die Zweikämpfe und zeigten das Engagement, das sie in den letzten Wochen vermissen ließen. So stand am Ende ein wichtiger und verdienter 4:1-Erfolg, der Steele wieder näher an die Nichtabstiegsränge brachte. „Es sind nur noch zwei Punkte bis zum 14. Rang, wir sind wieder dran“, war Möllensiep erleichtert.

Tore: 0:1 (15.), 1:1, 2:1 und 3:1 Schröder (66., 69. und 86.), 4:1 Reppmann (90.+3).

SV Wermelskirchen – SV Burgaltendorf 1:3 (1:2). Zum richtigen Zeitpunkt holten die Burgaltendorfer im Kellerduell den so wichtigen Dreier, der den freien Fall des Teams erst einmal stoppte. Dementsprechend zufrieden war auch der sportliche Leiter Jörg Oswald, dessen harte Worte unter der Woche wohl bei den Kickern angekommen waren. Schon beim Blick auf die Aufstellung hatte Oswald ein gutes Gefühl. „Man hat vor der Saison ja schon ein Team im Kopf, das man gern zusammen sehen würde, und das kam dem heute schon sehr nah“, meinte er. Allerdings war die Partie über 90 Minuten hart umkämpft, denn vor allem die Wermelskirchener Offensive verlangte den Gästen alles ab. Nach dem frühen Führungstreffer des SVA glichen die Hausherren schnell aus, doch Vladi setzte bereits sechs Minuten später mit seinem zweiten Tor ein Ausrufezeichen. Nach der Pause ging die Partie ebenfalls munter hin und her, und selbst nach dem 3:1 der Engelmeyer-Elf mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte war keine Ruhe im Spiel. Torschütze Jonas Lippeck war dabei für Jörg Oswald der Mann des Spieles: „Er hat bisher noch nicht richtig zu seiner Form gefunden, zeigt aber im Training immer starke Leistungen, weshalb er in diesem Spiel auch in der Startaufstellung stand. Dass er sein gutes Engagement jetzt mit einem Tor gekrönt hat, freut mich sehr.“ Zwar vergrößerte der SV mit dem Erfolg den Abstand auf den Tabellenkeller, doch ist das kein Grund zum Ausruhen. „Die Jungs haben sich diesmal den Dreier verdient, müssen aber in zwei Wochen unbedingt nachlegen“, fordert der sportliche Leiter.

Tore: 0:1 Vladi (13., Foulelfmeter), 1:1 (21.), 1:2 Vladi (27.), 1:3 Lippeck (46.).

BW Mintard – VfB Frohnhausen 2:4 (1:0). Der Druck ist weg, und Frohnhausen kann wieder gewinnen. „Der Dreier tat gut, das war ein Sieg des Willens“, war dann auch Trainer Issam Said glücklich. Von der ersten Minute an war sein Team präsent und zeigte Siegeswillen. Allerdings schafften die Gäste es nicht, dies im ersten Durchgang auch mit Toren unter Beweis zu stellen. „Wir sind ein bisschen zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, meinte Said. Er zweifelte aber trotz des Rückstandes nicht an seiner Mannschaft. „Ich hatte nie ein mieses Gefühl. Mir war klar, dass wir den Dreier einfahren.“ Und seine Jungs beherzigten dies. Nach einer knappen Stunde glich Said aus, Varabetyan brachte den VfB nur wenige Minuten später auf die Siegerstraße. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Ausgleich der Mintarder nichts. Der VfB setzte gleich wieder nach und schaffte schon im Gegenzug, wiederum durch Varabetyan, das 3:2. Am Ende setzte Zamkiewicz mit dem Strafstoß-Treffer zum 4:2 den Schlusspunkt. „Wir hätten noch einige Treffer mehr machen können, die Mannschaft hat es echt gerockt“, freute sich der Trainer, der endlich einmal in Mintard etwas Zählbares mitnehmen konnte.

Tore: 1:0 (42.), 1:1 Said (56.), 1:2 Varabetyan (65.), 2:2 (81.), 2:3 Varabetyan (83.), 2:4 Zamkiewicz (86., Foulelfmeter).

ESC Rellinghausen – Rather SV 4:0 (2:0). Vor dem Spiel hatte ESC-Trainer Sascha Behnke bereits den Kaffee auf. Nadolny musste arbeiten, Neuse meldete sich krank, Köllner konnte aufgrund seiner Verletzung doch nicht spielen, und ein Akteur wurde kurzfristig aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader genommen. Dennoch zeigten die Rellinghauser ein starkes Spiel. „Die Jungs sind förmlich über sich hinaus gewachsen. Alle haben für einander gekämpft, Fehlpässe wurden nicht kritisiert, sondern einfach ausgemerzt“, lobte der Coach. Schon nach sieben Minuten schloss Hoffmann eine schöne Einzelaktion zum Führungstreffer ab. Eine Viertelstunde später fand ein abgefälschter Freistoß von Huxholt seinen Weg ins Tor. Ein Spaziergang war die erste Hälfte für die Gastgeber aber nicht, wie der Trainer betonte. „Rath war sehr präsent und hat uns teilweise hinten reingedrängt. Wir haben Chancen zugelassen und teilweise Glück gehabt, dass die Gäste nicht getroffen haben“, so Behnke. Auch im zweiten Durchgang war die Partie hart umkämpft, vor allem, weil die Rellinghauser die Möglichkeiten nicht nutzten. Erst nach einer Stunde sorgte Funke mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Cirkovic setzte mit dem 4:0 in der Schlussphase dann den Schlusspunkt, und Sascha Behnke konnte wieder einmal strahlen: „Das war eine tolle Mannschaftsleistung, so habe ich mir das vorstellt.“ Das war wohl so eine Art von Wiedergutmachung, die er erhofft hatte.

Tore: 1:0 Hoffmann (7.), 2:0 Huxholt (21.), 3:0 Funke (61.), 4:0 Cirkovic (85.).

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