Handball

Spitzenreiter Tusem Essen ist bei Lübeck-Schwartau gefordert

Starke Abwehr: Lucas Firnhaber (l.) und Tim Zechel vom Tusem leisteten auch beim Sieg gegen Hamm-Westfalen ganze Arbeit.

Starke Abwehr: Lucas Firnhaber (l.) und Tim Zechel vom Tusem leisteten auch beim Sieg gegen Hamm-Westfalen ganze Arbeit.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Handball-Zweitligist Tusem Essen will an die zuletzt starke Leistung anknüpfen. Gastgeber sind bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Schon wenige Tage vor Halloween gibt’s entweder Süßes oder Saures für die Handballer des Tusem Essen in der Marzipan- und Marmeladenstadt Lübeck. Die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert reist am Sonntag (Anwurf 16.30 Uhr, Hansehalle) als Tabellenführer der 2. Bundesliga zum VfL Lübeck-Schwartau, der aktuell den hohen Erwartungen hinterherhinkt.

Süßes haben die Männer von der Margarethenhöhe vor allem am vergangenen Spieltag bekommen. Beim 28:21-Heimsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen lief vieles zusammen, vor allem in der Defensive. Doch ähnlich wie beim obligatorischen Von-Tür-zu-Tür-Ziehen an Halloween waren die zwei Punkte zunächst hart erarbeitet. Frederik Genz ist vorausmarschiert und erwies sich mit seinen Paraden als Hamm-Schreck.

Defensivleistung muss auch in Lübeck stimmen

Eine ähnliche Defensivleistung wird auch an der Ostsee von Nöten sein. Obwohl die Norddeutschen in der Tabelle ein ganzes Stück unter den Essenern stehen, weiß Tusem-Trainer Siewert um die Stärken des Gegners: „Der VfL stellt immer wieder eine starke Abwehr-Torhüter-Kombination auf die Platte, sodass wir im Angriff sicherlich sehr gefordert werden.“

Zuletzt fand seine Mannschaft im Angriff gute Lösungen und zeigte sich in den Abschlüssen recht zielsicher und konstant. Obwohl es nach Siewerts Geschmack auch beim Sieg gegen Hamm gerne noch mehr Tore hätten sein können, so kann er sich auch in dieser Saison wieder auf seine Offensivkräfte verlassen. Kein Gegner wird es gegen den Tusem einfach haben.

Weniger Fehler machen und die Effektivität steigern

Saures könnte drohen, wenn die Essener nicht an die vergangenen Leistungen anknüpfen können. In Eisenach hatten einige Prozente gefehlt, weshalb die erste Niederlage in Ordnung ging. Daraus gilt es aber zu lernen: „Es heißt für uns, wenige Fehler zu machen und die Effektivität im Vergleich zu den letzten Spielen wieder zu steigern“, sagt Siewert, der aber auch betont: „Wir sollten dennoch unseren Fokus auf unseren Spielstil legen, damit wir über eine gute eigene Abwehr zu unserem Tempospiel finden.“

Ob Tom Skroblien bei diesem Vorhaben mitwirken kann, ist weiterhin fraglich. Der Linksaußen hat seine Bänderverletzung noch nicht vollständig auskuriert, eine Entscheidung falle kurzfristig, sagt sein Trainer. Dies ist jedoch der einzige Ausfall, was man durchaus kompensieren kann. Noah Beyer erledigt seine Aufgaben sehr solide, zudem verfügt der Tusem über eine gute Bandbreite an treffsicheren Spielern.

Gastgeber haben Schwierigkeiten, in die Saison zu finden

Beim VfL Lübeck-Schwartau, der in der Vorsaison auf Rang vier abschloss und in diesem Jahr eigentlich zum Favoritenkreis zählt, hat bislang Schwierigkeiten in die neue Spielzeit zu finden. Dennoch ist die Mannschaft von Trainer Piotr Przybecki personell stark besetzt, unter anderem verpflichtete der VfL die beiden Rückraumspieler Mex Raguse (Hamm) und Nikola Potic (Zagreb).

Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Duelle zwischen dem Tusem und Lübeck-Schwartau selten klare Ergebnisse hervorbrachten. Dementsprechend dürfte es auch an diesem Sonntag wieder zur Sache gehen.

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