Frauenfußball-Bundesliga

SGS mit Energie zum Punktgewinn

Sie rettete den Essenerinnen zumindest den einen Punkt: Auf Vorlage von Nicole Anyomi kam Ramona Petzelberger (am Ball) herangerauscht und erzielte den 2:2-Endstand.

Sie rettete den Essenerinnen zumindest den einen Punkt: Auf Vorlage von Nicole Anyomi kam Ramona Petzelberger (am Ball) herangerauscht und erzielte den 2:2-Endstand.

Foto: Michael Gohl

essen.   Die Essenerinnen lagen bis Mitte der zweiten Halbzeit 0:2 hinten. Nötiger Schwung kam mit eingewechselten Freutel und Anyomi.

SGS Essen -
TSG Hoffenheim 2:2 (0:1)

SGS: Sindermann – J. Dallmann, Hegering, Brüggemann, Ostermeier – Wu, Wilde (57. Anyomi), Feldkamp, Petzelberger, Knaak (57. Freutel) – Schüller.
Zuschauer: 1197.
Tore: 0:1 Billa (12, FE), 0:2 Rall (53.), 1:2 Hegering (63.), 2:2 Petzelberger (74.).

Die SGS Essen hat einen Fehlstart zum Jahresauftakt in der Frauenfußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim noch abgewendet: 0:2 lag die Elf von Trainer Daniel Kraus bis Mitte der zweiten Halbzeit zurück, ehe sich die Essenerinnen dank einer starken Energieleistung noch ein 2:2 verdienten. Mit einem Doppelwechsel hatte der Fußballlehrer ein glückliches Händchen: Sarah Freutel und Nicole Anyomi brachten Belebung und hätten in Co-Produktion fast noch den Siegtreffer erzielt.

„Man hat uns angemerkt, dass wir lange nicht mehr auf Naturrasen trainiert haben. Aber wenn man so zurückkommt wie wir, dann spricht das für die Moral der Mannschaft“, erklärte Kraus. „Freutel und Anyomi hatten daran nach ihrer Einwechselung großen Anteil.“ Damit hatte er seinen Einfluss denn auch fast ausgeschöpft. Denn auch zum Start in die Restrunde schaffte es die SGS nur mit einem Notaufgebot. Kurzfristig fielen noch Jacqueline Klasen und Lena Oberdorf erkrankt aus.

Kraus muss Viererkette umstellen

Somit musste Kraus seine Viererkette auf der Außenbahn noch weiter umstellen. Jule Dallmann nutzte ihre Chance mit einer engagierten Leistung. Lena Ostermeier merkte man an, dass sie sich in der Mitte wohler fühlt. Allerdings war sie zu Spielbeginn hellwach: Nach einem schnellen Angriff der Gäste tauchte Waßmuth frei vor dem Essener Gehäuse auf. Kim Sindermann parierte, doch dem Nachschuss der Hoffenheimerin konnte sie nur hinterherschauen. Ostermeier rettete auf der Linie.

Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, die immer wieder blitzschnell umschalteten. Nachdem Ostermeier rechts zu früh aus der Viererkette herausrückte, hatte die TSG plötzlich ganz viel Raum. Die Essenerin rannte hinterher, erwischte Dongus an den Hacken – Strafstoß für Hoffenheim: Billa verwandelte eiskalt zum 0:1. Ein Wirkungstreffer. Denn Hoffenheim konnte die SGS nun erst einmal kommen lassen und weiter auf schnelle Gegenstöße nach Ballgewinnen setzen.

Wetterumschwung mit den Einwechselungen

Die hatten die Essenerinnen einigermaßen im Griff, doch nach vorne lief nicht viel zusammen. In Ansätzen gelang es vor allem Turid Knaak ein-, zweimal, gefährliche Situationen zu kreieren, doch der finale Pass fehlte. Nach dem Seitenwechsel waren auch die Gäste zunächst die engagiertere Mannschaft und belohnten sich: Eine Ecke konnte die SGS nicht richtig klären, und nach einer zweiten Hereingabe steuerten gleich drei Hoffenheimerinnen auf Essens Sindermann zu. Den ersten Versuch parierte sie, der Nachschuss aber saß. 0:2.

Und beinahe wäre es ein Doppelschlag geworden: Billa schlenzte den Ball nach einem schnellen Konter aber knapp am Winkel vorbei. Auf der Gegenseite eroberte Jana Feldkamp den Ball und brachte Wu in eine aussichtsreiche Position. Doch ehe die den Ball kontrollieren konnte, war ein Abwehrbein dazwischen. Eine symptomatische Aktion – bis dahin. Denn mit der Einwechslung von Freutel und Anyomi sorgte Kraus für einen Wetterumschwung.

Die Gäste wurden am Ende hektischer

Der Druck stieg, und die Gäste wurden hektischer. Eine punktgenaue Ecke von Dallmann wuchtete die bärenstarke Marina Hegering in die Maschen. Nur noch 1:2. Und die SGS legte noch einmal eine Schippe drauf: Anyomi legte den Ball in den Rückraum, wo Petzelberger herangerauscht kam: 2:2. Beinahe hätte die SGS die Partie komplett gedreht: Doch Anyomi und Freutel spielten einen Konter zum Schluss nicht optimal aus.

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