Frauenfußball DFB-Pokal

SGS darf weiter vom Endspiel träumen

Nicole Anyomi (2.v.l.) sorgte mit dem Treffer zum 3:1 im Achtelfinalspiel in Köln für die Entscheidung.

Nicole Anyomi (2.v.l.) sorgte mit dem Treffer zum 3:1 im Achtelfinalspiel in Köln für die Entscheidung.

Foto: Michael Gohl/FFS

Köln.  Nach dem 3:1-Erfolg im Achtelfinale beim 1. FC Köln wachsen die Träume der SGS-Verantwortlichen auf ein erneutes Finale mit Essener Beteiligung.

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1. FC Köln - SGS Essen 1:3 (0:0)

SGS: Plehn – Ostermeier, Hegering (39. Grutkamp), Brüggemann, Klasen – Feldkamp, Oberdorf – Senß (88. Nesse), Wilde, Knaak (86. Anyomi) – Schüller.

Tore: 0:1 Schüller (51.), 0:2 Senß (65.), 1:2 Linden (90.), 1:3 Anyomi (90.).

Die SGS Essen darf weiter vom Endspiel träumen. Beim 1. FC Köln setzten sich die Bundesliga-Fußballerinnen mit 3:1 durch und zogen damit ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Nachdem die Essenerinnen im zweiten Durchgang eine komfortable 2:0-Führung herausspielten und auf einen souveränen Arbeitssieg zusteuerten, mussten sie in der Nachspielzeit nach dem Anschlusstreffer plötzlich wieder zittern. Doch keine 60 Sekunden später machte Nicole Anyomi alles klar.

„Es ist ein absolut verdienter Sieg“, fand SGS-Trainer Markus Högner. „Wir haben den Gegner 94 Minuten klar dominiert und das Spiel beherrscht.“ Lediglich mit der Chancenverwertung haderte der Fußballlehrer, zumal es dann hinten raus kurzzeitig noch spannend wurde. „Da müssen wir 3:0 oder 4:0 führen.“ Bereits im ersten Durchgang ließen die Essenerinnen zwei Hochkaräter liegen: Zunächst scheiterte Lea Schüller an Kölns Torfrau Nelles, Turid Knaak setzte den Nachschuss an den Pfosten.

Hering musste mit Platzwunde ins Krankenhaus

Lena Oberdorf, die im Mittelfeld begann, hatte die Führung gleich zwei Mal auf dem Fuß: Zunächst parierte FC-Torfrau Nelles, dann kratzte eine Abwehrspielerin den Nachschuss von der Torlinie. Die Essener Offensivbemühungen wurden aber vorerst von einem Schockmoment gestoppt: Kapitänin Marina Hegering blieb nach einem Zweikampf im Mittelfeld liegen und blutete stark. Mit einer Platzwunde an der Augenbraue wurde sie kurz vor der Halbzeit ins Krankenhaus gebracht.

Nach der Pause aber fand die SGS schnell zurück in die Spur. Und belohnte sich gleich: Manjou Wilde flankte nach einer Ecke an den ersten Pfosten, wo Schüller den Ball mit der Fußspitze ins Tor zirkelte: 1:0. Die Essenerinnen drückten weiter aufs Tempo: Jana Feldkamp kam nach einer Hereingabe im Rückraum zum Abschluss, verpasste das 2:0 aber um Zentimeter. Kurz drauf tauchte wieder Schüller vor dem FC-Tor auf, setzte aber ebenfalls zu hoch an.

Anyomi machte den Deckel auf die Partie

Ein Solo von Oberdorf brachte dann aber die vermeintliche Erlösung: Sie lief mit dem Ball über das halbe Feld und legte im richtigen Moment auf Elisa Senß ab, die noch einen Haken schlug und überlegt zum 2:0 einschob. Die Entscheidung war das aber noch nicht, da die SGS in der Nachspielzeit Kölns Beckmann laufen ließ und die in Linden eine Abnehmerin fand. Doch praktisch im Gegenzug machte Essens Anyomi den Deckel drauf.

So geht der Blick der SGS nun gespannt in Richtung Auslosung. Die aber findet erst im Februar statt. „Für mich völlig unverständlich“, moniert Högner. Bayern München, Frankfurt, Freiburg und Jena wird es egal sein. Diese Erstligisten hat es bereits im Achtelfinale erwischt.

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