Eishockey

Schwerer Abend für Moskitos Essen bei den Saale Bulls Halle

Thomas Richter unterlag mit den Wohnbau Moskitos bei den Saale Bulls Halle.

Thomas Richter unterlag mit den Wohnbau Moskitos bei den Saale Bulls Halle.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Essener Eishockey-Oberligist unterliegt in Halle 1:4 und kann Abstand auf Play-off-Plätze nicht verkürzen. Vertrag mit Tim Dreschmann aufgelöst.

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Mit dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison will es bei den Wohnbau Moskitos einfach nicht klappen. Auch im siebten Anlauf scheiterte der Essener Eishockey-Oberligist mit dem Vorhaben, einen Doppelspieltag mit zwei Siegen zu absolvieren. Diesmal waren die Saale Bulls aus Halle der Stolperstein. Im Vergleich zum umjubelten 3:2-Erfolg im Derby gegen den EV Duisburg zeigten die Mücken in Sachsen-Anhalt einen klaren Leistungsabfall und unterlagen mit 1:4 (0:2, 0:0, 1:2).

„Das war ein ganz schwerer Abend für uns“, sagte Chefcoach Larry Suarez knapp und treffend. Seine Spieler erlebten ein Déjà-vu: In der Hinserie hatten die Moskitos ebenfalls freitags Duisburg besiegt und anschließend mit demselben Ergebnis gegen die Bulls verloren. Mittlerweile wartet der ESC seit sechs Partien auf einen Sieg in Halle. Was in diesem Fall besonders bitter schmeckt. Denn anstatt den Derbysieg mit drei wertvollen Punkten gegen einen Tabellennachbarn zu veredeln und bis auf vier Punkte an die Play-off-Ränge heranzurücken, beträgt der Abstand weiterhin sieben Zähler.

Erst Probleme mit dem Bus, dann Anlaufschwierigkeiten auf dem Eis

Einen ersten Vorgeschmack auf den Verlauf des Abends gab es bereits bei der Anreise, die sich aufgrund einer Bus-Panne verzögerte. Doch auch das faire Angebot der Gastgeber, den Bully zu verschieben, half den Moskitos nicht weiter. Sie hatten große Probleme im ersten Abschnitt. „Wir sind nicht so rausgekommen, wie wir wollten“, konstatierte Suarez. „Wir waren zu langsam, haben den Rhythmus nicht gefunden.“

Erst war Halles Christopher Francis nach einem Sololauf erfolgreich, kurz vor der Pause verwertete er einen Abpraller zum 2:0. Dabei zeigte er die Entschlossenheit, die der ESC vor dem gegnerischen Tor vermissen ließ. Die Gäste standen zwar stabil, doch sie verpassten den Anschluss. Erst spät brachte Kapitän Stephan Kreuzmann die Moskitos im Powerplay auf die Anzeigetafel. Was allerdings nur kurzzeitig für Begeisterung bei den Gästen sorgte, denn kurz zuvor hatten die Bulls schon längst auf 3:0 gestellt.

Vertrag mit Tim Dreschmann einvernehmlich aufgelöst

Auch das letzte Tor des Abends gehörte den Hausherren. „Nach dem ersten Drittel sind wir etwas besser reingekommen, aber es hat nicht gereicht“, sagte der ESC-Coach. Er hatte nur 15 Feldspieler zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten Daniel Willaschek und Aaron McLeod fehlten Toni Lamers und die vier DEG-Förderlizenzspieler von Freitag - darunter der gegen die Füchse überragende Goalie Hendrick Hane. Die Abwesenheit von Tim Dreschmann wird hingegen zum Dauerzustand. Sein Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst.

Bleibenden Eindruck hatte Dreschmann in seinen 13 Einsätzen ohnehin nicht hinterlassen. Ersatz soll verpflichtet werden. Dafür wurde der ursprünglich bis Jahresende laufende Kontrakt mit Niklas Hildebrand bis zum Saisonende verlängert. Der 24-Jährige kommt seit seiner Rückkehr aus Leipzig auf fünf Tore und neun Assists, gehört beim ESC zu den Leistungsträgern. Für die Moskitos zumindest eine gute Nachricht nach einer ernüchternden Auswärtspleite.

So haben sie gespielt

Saale Bulls Halle- Moskitos Essen 4:1.

Drittel: 2:0, 0:0, 2:1.

Tore: 1:0 Francis (11.), 2:0 Francis (19.), 3:0 Stas (43.), 3:1 Kreuzmann (50.), 4:1 Heatley (55.).

Strafen: Halle 10 Minuten, Essen 8 Minuten. Zuschauer: 1080.

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