Fußball-Oberliga

Schonnebeck müht sich zum Arbeitssieg

Abflug zum Torjubel: Orhan Dombayci erzielte mit einem schönen Kopfballtreffer die 1:0-Führung für Schonnebeck.

Abflug zum Torjubel: Orhan Dombayci erzielte mit einem schönen Kopfballtreffer die 1:0-Führung für Schonnebeck.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Der erste Heimerfolg der jungen Saison gegen den SC Velbert stand auf wackeligen Füßen. Am Ende leitete Georgios Ketsatis überragend das 2:1 ein.

Spvg Schonnebeck – SC Velbert 2:1 (1:0).

Schonnebeck: Sprenger, Abrosimov, Ketsatis, Heppke (72. Skuppin), Nakowitsch, Dombayci, Yerek, Kilav (88. Kücükarslan), Bosnjak (90. Barrera), Cisse, Enger (43. Patelschick).
Tore: 1:0 Dombayci (15.), 1:1 Sumbunu (65.), 2:1 Bosnjak (86.).
Zuschauer: 283.
Die Spvg Schonnebeck muss sich momentan mühsam die Punkte in der Oberliga zusammensuchen. Beim knappen 2:1 (1:0)-Erfolg über den SC Velbert stimmte am Ende für das Team von Trainer Dirk Tönnies nur das Ergebnis. Ansonsten sahen die Zuschauer am Schetters Busch viel Leere von der Heimmannschaft.

Nach der Auswechselung Engers kam Bruch ins Spiel

Dies alles mit den fehlenden Stammkräften Thomas Denker, Marius Müller (beide verletzt) und Neuzugang Adrian Schneider (Urlaub) zu erklären, da würden sich die Schwalbenträger selbst belügen. Es läuft einfach nicht rund zwischen den Mannschaftsteilen, viel zu oft wird es aus der Not heraus mit langen Bällen in die Spitze versucht, die allerdings schlecht getimt sind. Und dennoch machte es nach einer Viertelstunde „Heidschi-Dombayci-Bumm Bumm“, passenderweise bei einem Standard: Markus Heppke hatte die Ecke geschlagen, Neuzugang Orhan Dombayci war in den freien Raum gesprintet und köpfte ungehindert ein. Es war aber beileibe nicht der Startschuss zu einer furiosen ersten Halbzeit wie beim letzten Heimauftritt gegen Meerbusch. Zwar kam Emre Kilav (23.) auf halblinks noch einmal frei zum Schuss, aber das war die klägliche Ausbeute bis zur Pause. Auf der Gegenseite flog ein Freistoß von Lars Hilger (26.) nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Der Bruch im Spiel, der eintrat, als mit Marc Enger noch vor der Halbzeit der einzige Stoßstürmer wegen „Unwohlsein“ ausgewechselt werden musste, er hielt auch nach dem Wechsel an. Das Selbstvertrauen und die klare Linie bei den Gastgebern war nun völlig dahin, niemand mehr da, der das Spiel von hinten heraus ordnen konnte. Und Timo Patelschick, für Enger ins Spiel gekommen, vergab die große Chance zum 2:0 (48.), als er völlig frei vor dem SC-Tor kläglich an Maurice Horn scheiterte.

Die Partie kippte zugunsten der Gäste

Mit zunehmender Spielzeit erkannten die Velberter, die nach vorne ebenfalls keine Bäume ausrissen, dass hier am Schetters Busch etwas zu holen war, die Partie kippte immer mehr zugunsten der Gäste. Und bei einem weiteren Standard war es dann passiert: Der 25-Meter-Freistoß von Joshua Sumbunu setzte noch einmal auf und schlug im Netz ein: 1:1 nach 65 Minuten - und verdient zu diesem Zeitpunkt.

Ketsatis’ Energieleistung rettete den Dreier

Dass der Nachmittag doch noch ein glückliches Ende nahm, lag an einem gelungenen Spielzug: Dennis Abrosimov schickte Georgios Ketsatis die Kugel auf links in den Lauf, der setzte sich mit seiner ganzen Wucht durch, passte punktgenau nach innen, wo Luca Bosnjak hineinspritzte: 2:1 (86.). Versöhnlicher Schlusspunkt auch für Trainer Dirk Tönnies: „Es freut mich für Georgios, der wieder einmal bewiesen hat, dass er ein absoluter Leader in unserem Team ist. Und es freut mich für Luca, der in den ersten drei Spielen extrem viel gearbeitet und sich mit seinem Tor endlich belohnt hat.“ Und der Blick auf die Tabelle stellte Tönnies auch zufrieden: Sieben Punkte, Platz drei – es hätte schlechter laufen können.

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