Basketball Pro B

Saisonfinale wird bei den Baskets zu einer Frage der Moral

Wie spät ist es bei den Wohnbau Baskets? Hauptgeschäftsführer Uwe Loch hält eisern die Stellung.

Wie spät ist es bei den Wohnbau Baskets? Hauptgeschäftsführer Uwe Loch hält eisern die Stellung.

Foto: Ute Gabriel / Funke Foto Services

essen.   Pro B-Schlusslicht ETB empfängt an diesem Samstag LOK Bernau. Geschäftsführer Uwe Loch hält sich in Sachen wirtschaftlicher Not bedeckt.

Es ist das letzte Heimspiel der Hauptrunde: Basketball-Zweitligist (Pro B) ETB empfängt um 19.30 Uhr am Hallo LOK Bernau, die Ostdeutschen reisen als Tabellenzweiter ins Ruhrgebiet. Bernau ist vielleicht – neben Oldenburg und Münster – das Team der Stunde, denn: Aus den vergangenen zehn Spielen holte die Mannschaft acht Siege (ebenso wie Oldenburg), besser war nur Aufsteiger und Überraschungsspitzenreiter Münster.

Diese gute Ausgangssituation will Bernau nicht ausgerechnet beim Schlusslicht in Essen aufs Spiel setzen, Trainer René Schilling warnt sein Team, spricht von einer „Kopfsache“: „Wir müssen trotz der Favoritenrolle von Beginn an mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Die Erwartungshaltung wird groß sein, Essen dürfen wir definitiv nicht unterschätzen.“

Die Situation ist aussichtslos

Und was tut sich so beim ETB? Der Quasi-Absteiger in die Erste Regionalliga müht sich, die Moral über Wasser zu halten. Die Situation ist aussichtslos und deswegen emotional schwierig zu meistern. Da hilft: arbeiten. „Wir sind in vielen Spielen in aussichtsreichen Situationen“, so Philipp Stachula, Headcoach der Wohnbau Baskets. „Doch wir schaffen es nicht, wenn wir im vierten Viertel auf minus sechs verkürzt haben wie in Itzehoe, noch eine Schüppe drauf zu legen, um die Partie zu gewinnen.“

Das wolle man erneut gegen Bernau versuchen. „Natürlich geht es vor allem um die Defensive. Wir haben aber auch offensiv gearbeitet unter der Woche. Haben an den Systemen gefeilt, um den Jungs ein wenig Sicherheit zu geben.“

Der Aufsichtsrat hat das Schiff bereits verlassen

Sicherheit scheint auch in anderer Hinsicht ein Thema zu sein. Denn in Sachen wirtschaftlicher Not gibt es keinen neuen Stand der Dinge. Seitdem Hauptgeschäftsführer Uwe Loch auf Nachfrage dieser Zeitung eingeräumt hatte, der Etat für die laufende Saison sei noch immer nicht gedeckt, gab es keine Verlautbarungen mehr diesbezüglich. Loch lässt sich seit einigen Wochen nun schon zu keiner offiziellen Aussage mehr hinreißen, sein Aufsichtsrat hat mit wehenden Fahnen das Schiff verlassen. Der Kapitän – also Geschäftsführer Uwe Loch – geht als Letzter von Bord?

Die Stille wirkt jedenfalls bedrohlich. Keine Erfolgsmeldungen sind Misserfolgsmeldungen – zumal noch Altlasten die Organisation plagen. Diese Ungewissheit bedarf kurzfristig einer Aufklärung. Alles scheint möglich.

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