Fußball Regionalliga

RWE vor Duell mit den alten Bekannten aus Oberhausen

Viel Oberhausener Vergangenheit: Daniel Heber (2. von Links), Torhüter Daniel Davari und Torjäger Simon Engelmann (rechts) trugen schon das Kleeblatt auf der Brust.

Viel Oberhausener Vergangenheit: Daniel Heber (2. von Links), Torhüter Daniel Davari und Torjäger Simon Engelmann (rechts) trugen schon das Kleeblatt auf der Brust.

Foto: Thorsten Tillmann / FFS

Essen.  Die Essener treffen RWO zum immergrünen Derby zur ungewohnten Bundesligazeit. Die Gäste kommen mit neuem Selbstbewusstsein vom Sieg über Lotte.

Derbyzeit an der Hafenstraße zur ungewohnten Bundesliga-Anstoßzeit – wenn das kein Omen für die Zukunft ist. Aber die üblichen Symptome des Derby-Kribbelns wollen sich vor dem immergrünen Duell mit Rot-Weiß Oberhausen (Samstag, 15.30 Uhr) bei den Anhängern von Rot-Weiss Essen nicht so recht einstellen.

500 Zuschauer statt einer vollen Hütte

Wo sonst die Hütte (vor-)glühen würde, kommen diesmal gerade mal 500 Besucher in den Genuss eines sicherlich aufreibenden Kampfspiels. Das wird dem Ehrgeiz der Akteure auf dem Feld keinen Abbruch tun; mit Spielern, die jeweils schon für die andere Seite aufgelaufen ist, lässt sich locker ein prominentes All-Star-Team zusammen stellen. Da werden die Whats-apps in den Tagen zuvor nur so hin- und hergeflogen sein.

Die Kleeblätter begeben sich trotz des befreienden 3:1-Heimsiegs unter der Woche gegen die Sportfreunde Lotte diesmal gerne in die Außenseiterrolle. Der alte und neue Trainer Mike Terranova, der vor kurzem das „Missverständnis Pappas“ ausbügelte, funkt ganz ungewöhnlich für seine Kämpfernatur vorsorglich S.O.S: „Wir haben jetzt drei Englische Wochen hinter uns, manche gehen wirklich auf dem Zahnfleisch“, gibt „Terra“ zu bedenken. Aber so ein Derby setzt ja bekanntlich die letzten Körner in Energie um.

RWE hatte Ruhepause unter der Woche

Die Rot-Weissen von der Hafenstraße hingegen hatten unfreiwillig in der Woche Ruhepause, nachdem die Partie bei den coronageschädigten Gladbachern abgesagt wurde. Vielleicht wird sich dies noch als die entscheidende Frische herausstellen. RWE-Coach Christian Neidhart hat sich die Partie im Niederrheinstadion angesehen und soll nicht unbedingt mit Knieschlottern zurück über den Kanal gekommen sein. „Sie haben gegen Lotte einen verdienten Dreier eingefahren. Oberhausen ist nach wie vor eine Mannschaft, die Fußball spielen will, und die sich auch bei uns nicht verstecken wird. Ich bin mir sicher, dass sich Terranova etwas einfallen lassen wird“, so sein Eindruck.

Felix Backszat mit Trainingsverletzung

Aber Neidhart will ja nicht auf den Gegner reagieren, sondern ihm lieber sein Spiel aufzwingen, was ja in den letzten Partien überaus gut funktioniert hat. Hinten strahlt der Ex-Oberhausener Keeper Daniel Davari eine Bärenruhe aus. Vor ihm agiert die Hintermannschaft derart sicher, dass der Torhüter während der Partien eigentlich noch ein Fernstudium aufnehmen könnte, um die freie Zeit sinnvoll zu gestalten.

Davor in der Schaltzentrale stellen sich die Kandidaten eigentlich selbst auf. Amara Condé hat sein Wehwehchen, was ihm vom Einsatz gegen Preußen Münster abhielt, wieder auskuriert und steht nun wieder zur Verfügung. Felix Backszat dagegen hat sich im Training das Knie verdreht und wird mit Sicherheit ausfallen. Ein MRT-Ergebnis steht noch aus, der Bandapparat soll aber in Ordnung sein.

Condé ist wieder einsatzbereit

Ob Condé allerdings gleich wieder den Platz von Cedric Harenbrock einnehmen wird, ist eher unwahrscheinlich. Erstens ändert der RWE-Coach nur ungern ein „Winning Team“ und zweitens täte die Offensiv-Power und Schusskraft eines Harenbrocks dem RWE-Spiel auch gegen die Kleeblätter gut.

Denn trotz aller Müdigkeit kehrte bei Mike Terranova rechtzeitig vor dem Duell der alte Kampfgeist zurück: „Wir haben einen positiven Lauf und werden aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Wir wollen auch da etwas mitnehmen“, verspricht er, schließlich habe RWE den Druck, „die müssen kommen.“

So ist’s recht.

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