RWE-Saisoneröffnung

RWE taucht tief ein in die Pokal-Nostalgie von 1994

Revanche in Essen: In Erinnerung ans Pokalfinale 1994 treten am Samstag etliche Akteure von damals gegeneinander an.

Revanche in Essen: In Erinnerung ans Pokalfinale 1994 treten am Samstag etliche Akteure von damals gegeneinander an.

Foto: Archiv Schrepper

Essen.  Saisoneröffnung steht ganz im Zeichen der Pokalhelden von einst, die fast komplett antreten. Danach testet der aktuelle RWE Kickers Offenbach.

Saisoneröffnung bei Rot-Weiss Essen, und diesmal steht der Samstag ganz im Zeichen der Nostalgie: Bevor der neue RWE-Coach Christian Titz erstmals an der Hafenstraße im letzten Vorbereitungsspiel gegen den Südwest-Regionalligisten Kickers Offenbach (16 Uhr) sein neues Team präsentieren wird, kommen die romantischen Schwärmer aus der Vergangenheit auf ihre Kosten: Um 14 Uhr treten die Pokalfinalisten von 1994 zu einer Revanche an, sowohl die Bremer als auch RWE haben sich für den Nostalgietreff prominent verstärkt. Und einen Ehrengast haben sie auch dazu geladen: Otto Rehhagel, Werder-Coach von damals, lässt es sich nicht nehmen, beide Mannschaften vor dem Anpfiff zu begrüßen.

Das rot-weisse Team, dass sich damals im Pokalfinale mit der 1:3-Niederlage mehr als teuer verkaufte, tritt nahezu komplett an, auch mit dem einzigen RWE-Torschützen an diesem Tag, Daouda Bangoura. Doch damit nicht genug.

Kobra Wegmann und Erwin Koen mit von der Partie

Die Essener werden weitere Publikumslieblinge von einst in ihren Reihen begrüßen: Jürgen „Kobra“ Wegmann will noch einmal sein alte Giftigkeit im Strafraum entfalten, auch Erwin Koen, der in der neuen Saison trotz seiner inzwischen 40 Lenze auch für die zweite Mannschaft bei Gelegenheit auflaufen will, wird seine gefürchteten Weitschüsse zum Besten geben. Und die Lorenz-Brothers Michael und Stefan werden auf RWE-Seite für die notwendige Rustikalität sorgen.

Ex-Sportvorstand Uwe Harttgen sagte Mitwirken ab

Auf der Gästeseite schaut die Bundesliga-Prominenz von einst vorbei: Die Torleute Dieter Burdenski und Oliver Reck sind mit von der Partie, Werder-Legende Mirko Votava ebenso wie Marco Bode, Frank Ordenewitz („mach et, Otze“), Ex-Rot-Weisser Angelo Vier, Marco Reich. Leider fehlt wohl Mario Basler, der in beiden Teams für Furore gesorgt hat. Und Uwe Harttgen, damals Bremer Reservespieler und später RWE-Sportvorstand, macht ebenfalls einen großen Bogen um die Hafenstraße. Dafür ist der „Kugelblitz“ mit von der Partie: Ailton mit dem bekannten Kampfgewicht gibt sich die Ehre.

Wenn dann alle Erinnerungen ausgetauscht und hoffentlich einige schöne Tore gefallen sind, bittet RWE-Coach Titz zum ultimativen Test. Die Offenbacher Kickers sind dabei wohl ein ebenbürtiger Gegner, das Team vom Bieberer Berg schloss die vergangene Saison als Tabellenfünfter ab, etwa ebenso weit vom Meister Waldhof Mannheim entfernt (29 Punkte) wie die Rot-Weissen von Viktoria Köln.

Herzenbruch und Nico Lucas vor Rückkehr

Die Rot-Weissen hoffen im letzten Testspiel auf eine entsprechende Steilvorlage für das erste Saisonspiel am kommenden Freitag gegen die U23 von Borussia Dortmund (19.30 Uhr). Allerdings wurmt Trainer Titz noch immer die tennisverdächtige 4:6-Niederlage vom vergangenen Wochenende in Bitburg gegen den FC Homburg. „Alle, die das Spiel nicht gesehen haben, werden es nicht glauben, aber wir hätten es klar gewinnen müssen, wir hatten elf todsichere Chancen“, so der Coach, der aber nicht ganz sorgenfrei dem Saisonauftakt entgegen blickt. Nach überstandener Meniskus-Verletzung wird Philipp Zeiger momentan durch eine Stoffwechsel-Erkrankung außer Gefecht gesetzt. Zeiger klagte in der letzen Zeit über wiederholtes Unwohlsein, nun fand man den Grund für die Beschwerden. Wann der „Lange“ wieder mitwirken kann, ist völlig ungewiss, Erinnerungen werden wach an den Fall Mario Götze, der mit ähnlicher Diagnose länger pausieren musste.

RWE ist noch auf Abwehrsuche

Und Sorgen gibt es auf der rechten Außenverteidiger-Position, wo der „umgeschulte“ Enzo Wirtz wegen einer Sehnen-Verletzung ebenfalls noch ausfallen wird. Darum sind die Rot-Weissen momentan noch auf der Suche nach Verstärkungen im Abwehrbereich. Gute Nachrichten gibt es aber von den Rekonvaleszenten Felix Herzenbruch und Nico Lucas: Beide sollen in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können.

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