55. Innogy Marathon

Rund 3000 Starter am Baldeneysee und eine Menge Tradition

Partner, Athleten und Gastgeber: (v. l.) Mike Filzen, Marc Hause, Melina Buil, Dieter Remy, Karin Hendrysiak, David Höltgen, Gerd Zachäus und Brigitte Vogt.

Foto: Kerstin Kokoska

Partner, Athleten und Gastgeber: (v. l.) Mike Filzen, Marc Hause, Melina Buil, Dieter Remy, Karin Hendrysiak, David Höltgen, Gerd Zachäus und Brigitte Vogt. Foto: Kerstin Kokoska

In Deutschland gibt es keinen Marathon, der älter ist und mehr Tradition besitzt. Tusem Essen organisiert das Event noch immer ehrenamtlich.

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Der Tusem hat einen verdammt langen Atem. Den braucht man auch, wenn man sich mit einem Marathonlauf beschäftigt. Aber es ist schon bewundernswert, wie es der Verein in jedem Jahr schafft, ein solches Event auf die Beine zu stellen – ohne die ganz großen Sponsoren. Der Essener Marathon „Rund um den Baldeneysee“ macht sich dabei ja auch selbst alle Ehre. In ganz Deutschland gibt es keinen Lauf über die 42,195 Kilometer, der älter ist, der mehr Tradition besitzt. Am Sonntag wird Oberbürgermeister Thomas Kufen pünktlich um zehn Uhr die Athleten auf die Strecke schicken. Zur inzwischen 55. Auflage.

OB Thomas Kufen startet den Lauf um 10 Uhr

Die Veranstaltung ist in die Jahre gekommen, und der Tusem kann stolz darauf sein. Seit knapp drei Jahrzehnten ist Gerd Zachäus (77) nun schon der Organisationschef, und wie alle 400 Helfer, die am Sonntag mitmachen, arbeitet er natürlich ehrenamtlich, was in dieser Zeit fast schon exotisch klingt. Durch den Namenspatron „Innogy“ hat dieser Wettbewerb allerdings einen frischen, bunten Anstrich bekommen. Die Internetseite ist neu gestaltet und vieles läuft online über die sozialen Netzwerke. „Da passiert inzwischen ganz viel“, sagt Martin Kels vom Tusem, der die einschlägigen Dienste wie Facebook oder Instagram betreut. Anmeldungen, Nachfragen, Trainingstipps: Der Tusem versucht, die Kanäle das ganze Jahr über zu bespielen und somit einen wertvollen Service zu bieten. Denn Service ist wichtig, weil die Konkurrenz groß ist, aber die Familie der Marathonis eher schrumpft. Erst vor einer Woche fand der Köln-Marathon statt. Und wer dort startete, ist in Essen natürlich nicht dabei.

Die beiden Favoriten sind erfahren und Stammgäste

Immerhin 800 Meldungen hat der Tusem bekommen, und mit den Staffeln und den Seerundenläufern (17,2 Kilometer) werden es rund 3000 Teilnehmer sein „Die Seerunde ist sehr beliebt“, sagt Andreas Manz, der im Zieleinlauf moderieren wird. Es ist ein moderater Einstieg. „Kann ja sein, dass sich der eine oder andere beim nächsten Mal eine zweite Runde gönnt.“

Ein erfahrener Läufer ist Vorjahressieger Elias Sansar (Lage-Detmold), der seinen dritten Erfolg in Serie am Baldeneysee anstrebt. Daniel Schmidt (Remscheid) wurde 2016 Zweiter und ist ebenfalls Stammgast. Diese beiden gelten als die Favoriten, aber da Nachmeldungen bis Sonntag möglich sind, könnte es noch Überraschungen auf der Starterliste geben.
+ Erstmals wird beim Innogy-Marathon der deutsche Feuerwehrmeister ermittelt.
+ In der Allbau-Staffel starten die Kanu-Olympiasieger Max Rendschmidt und Max Hoff sowie SGÜ-Handballer Pierre Sieberin und Björn Schüngel (Radio Essen).
+ Die Walker und Nordic Walker sind bereits am Samstag über drei Distanzen im Einsatz. Start ist ab 13.30 Uhr am Regattahaus.

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