Kanupolo-Bundesliga

Rothe Mühle zeigt zum Saisonauftakt gute Ansätze

Jonas Gauselmann glänzte bei den Wanderfalken in der Offensive mit insgesamt fünf Treffern.

Jonas Gauselmann glänzte bei den Wanderfalken in der Offensive mit insgesamt fünf Treffern.

Foto: Michael Gohl

liblar.   Das neuformierte und stark verjüngte Team reiht sich erst einmal im Mittelfeld ein. Lokalrivale Wanderfalke folgt zwei Plätze dahinter.

Der KSV Rothe Mühle hat über den Winter einen Kurswechsel vollzogen und sich stark verjüngt. Am vergangenen Wochenende folgte die Feuertaufe für den neuformierten KRM: Der Bundesliga-Auftakt in Liblar. Dort zeigte das unerfahrene Team gute Ansätze – mit mittelmäßigem Ertrag. Nach nur zwei Erfolgen aus fünf Duellen sortiert sich der 13-fache Deutsche Meister auf Platz sechs für die eigenen Verhältnisse ungewöhnlich weit unten in der Tabelle ein.

Nachholbedarf im Umschaltspiel

„Im Großen und Ganzen war es okay“, meinte Trainer Michael Konrad, der aber „sicher nicht hundertprozentig zufrieden“ aus dem Rheinland zurückkehrte. Er attestierte seiner Mannschaft „großen Nachholbedarf“ im Umschaltspiel nach Ballverlust. Zudem sei die Harmonie zwischen den Mannschaftsteilen noch ausbaufähig: „Da waren wir nicht immer auf einer Linie.“

KRM, ohne die polnischen Nationalspieler Jakub Maslak und Hubert Migdalski, dafür mit den drei Neuzugängen Patrick Lawrence, Marvin Pelz und Shivan McCutcheon, ging die Sache stürmisch an. Mit 21 Toren stellten sie den gefährlichsten Angriff. Dennoch musste das Konrad-Team seiner fehlenden Erfahrung Tribut zollen: Es kassierte die drittmeisten Gegentore (19) und ließ mehrfach mögliche Punkte liegen. Egal, ob im ersten Spiel gegen KG Wanderfalke, als sie trotz drückender Überlegenheit nur ein 2:2 holten, oder zum Abschluss, als sie gegen den WSF Liblar in Überzahl nicht über ein 5:5 hinauskamen.

In physischer Hinsicht herrscht ein anderes Niveau

Sieben von acht Punkten gewann Rothe Mühle am ersten Tag. Dem Remis gegen Stadtrivale Wanderfalke folgten Siege gegen Neuburg (4:3) sowie Mülheim (6:3). Rauer wurde der Gegenwind am zweiten Tag. Nur einen Zähler erbeute KRM aus den Duellen mit den Top-Teams aus Duisburg (1:2) und Liblar (5:5). Nach den „guten Leistungen“ in der Vorbereitung seien seine Spieler euphorisch in den Spieltag gestartet, „dann haben sie aber schnell gemerkt, dass hier ein anderes Niveau herrscht, vor allem in physischer Hinsicht“, sagte Trainer Konrad.

Essens zweiter Bundesligist, KG Wanderfalke, steht nach dem Auftakt-Spieltag zwei Zähler hinter Rothe Mühle auf dem achten Platz. Die Werdener schnitten mit einer ähnlichen Bilanz ab: Sie überstanden den Samstag ebenfalls ohne Niederlage. Nach dem Derby-Remis holten sie weitere Unentschieden gegen Liblar und Neuburg (jeweils 1:1).

Am Sonntag besiegten sie Mülheim deutlich mit 6:2, ehe sie zum Ende gegen Duisburg knapp mit 1:2 bezwungen wurden.

In der KGW-Offensive glänzte Jonas Gauselmann mit insgesamt fünf Treffern. Und hinten zeigte sich der neu verpflichtete spanische Nationaltorhüter Adrian Hermida Gomez das ganze Wochenende über in Höchstform. „Der war ausgesprochen gut“, lobte auch Gegner Michael Konrad.

Trotz der durchwachsenen Resultate seines eigenen Teams will er den Umbruch weiter vorantreiben. „Wir werden das konsequent so fortführen, auch wenn das dem ein oder anderem nicht passt.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben