Kanupolo-Bundesliga

Rothe Mühle geht zweiten Spieltag mit breiter Brust an

Rothe Mühle will seine starke Form auch an diesem Bundesliga-Spieltag unter Beweis stellen.

Rothe Mühle will seine starke Form auch an diesem Bundesliga-Spieltag unter Beweis stellen.

Foto: Michael Gohl/FFS

Duisburg.  Nach Siegen beim Deutschland Cup und NRW-Cup wollen die Essener auch in der Bundesliga Boden gut machen. Mit Wanderfalke in Duisburg.

Für alle, die befürchtet haben, dass der KSV Rothe Mühle nach der titellosen Vorsaison und dem eher durchwachsenen Start in die laufende Bundesliga-Spielzeit vor einem Monat künftig ins graue Mittelmaß abrutschen könnte, für die hatte KRM zuletzt eine dicke Beruhigungspille parat. An Pfingsten triumphierten die Essener gleich doppelt beim prestigeträchtigen Deutschland-Cup. Eine Woche darauf fuhr „der zweite Anzug“ die NRW-Meisterschaften ein.

Sorgen müssen sie sich im Süden Essens vor dem 2. Bundesliga-Spieltag also keine machen. Im Gegenteil: Nach den Erfolgserlebnissen der letzten Wochen kann die Rothe Mühle die kurze Strecke zur Regattabahn nach Duisburg mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen im Gepäck antreten. Coach Michael Konrad warnt dennoch: „Wir müssen das Niveau hochhalten und uns bewusst sein, dass wir sonst gegen jeden Gegner verlieren können.“

KG Wanderfalke startet 10.15 Uhr gegen RSV Hannover

Sechs Partien absolviert KRM an Samstag und Sonntag. Der Startschuss fällt am Samstagmorgen um 9.30 Uhr gegen den VK Berlin. Die KG Wanderfalke mischt ebenfalls mit. Während Rothe Mühle nach dem Auftakt auf Tabellenplatz sechs landete, sortierten sich die Werdener mit zwei Punkten weniger auf dem achten Rang ein. Wanderfalke steigt erstmals am Samstag um 10.15 Uhr ins Wasser und duelliert sich dann mit dem RSV Hannover.

Die Rothe Mühle hat über den Winter einen Kurswechsel vollzogen, Trainer Konrad setzt nun verstärkt auf die Jugend. Die jungen Neuzugänge Marvin Pelz (19 Jahre) und Patrick Lawrence (22) waren schon beim Auftakt an Bord. In Duisburg wird es eine weitere Premiere geben – und zwar im Tor des KSV: Der englische U21-Nationalspieler Shivan McCutcheon, vor der Saison von der Insel an die Ruhr gekommen, wird den Kasten hüten. Das bedeutet allerdings auch: Für Benedikt Lagler ist am Wochenende kein Platz.

Zwei weitere gestandene Spieler fallen dem Umbruch ebenfalls zum Opfer. Die langjährigen Nationalspieler Andrea Bertelloni (Italien) und Johan Driessen (Deutschland) bekommen eine Pause. Eine „harte Entscheidung“ für den Coach. Der hatte bereits am ersten Spieltag Jakub Maslak und Hubert Migdalski, beide festen Größen in der polnischen Auswahl, zu Hause gelassen. „Mit Konsequenz“ wolle man den eingeschlagenen Weg nun eben durchziehen, betont Konrad. Schließlich „brauchen die jungen Spieler ja Wettkampfpraxis, um sich weiterzuentwickeln.“

Lennart Unterfeld zeigte großen Teamgeist

Aber wenngleich der Trainer den Routiniers im Team in letzter Zeit eine „gewisse Anspannung“ anmerke – Probleme mit dem Teamgeist gibt es nicht. „Das hatten wir ja vor der Saison auch ganz klar thematisiert“, sagt Konrad. Bestes Beispiel für die Intaktheit des Kaders: Nach dem Halbfinale beim Deutschland-Cup zwickte es bei Lennart Unterfeld, der daraufhin im Endspiel auf Eigeninitiative draußen blieb – und so auch ein Stück weit zum Sieg beitrug. Für das Wochenende ist er wieder fit – KRM ist bereit für die kommenden Aufgaben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben