RWE-Kolumne

Rot-Weiss Essen werden nicht alle Wünsche erfüllt

Die RWE-Fans konnten am vergangenen Wochenende daheim bleiben. Das Spiel gegen Haltern fiel aus.

Die RWE-Fans konnten am vergangenen Wochenende daheim bleiben. Das Spiel gegen Haltern fiel aus.

Foto: Michael Ketzer

Essen.  Die Rot-Weissen haben alles versucht, um gegen Haltern spielen zu können - vergeblich. Immerhin gab es aber ein Wunschergebnis in Ostwestfalen.

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Es heißt ja, dass man zuerst auf sich gucken muss. Was ja auch richtig ist. Und sehr, sehr gerne hätten Verantwortliche, Spieler und Fans des RWE am ersten Adventssonntag auch auf sich geschaut. Morgens erst die Kerze an - und dann im Sportpark Wanne den Dreier gezündet, so war der allgemeine Wunsch. Der Wunsch war dem Platz dort allerdings kein Befehl, denn dieser änderte recht wenig an seinem Zustand der Vorwoche, so dass das Schild „Unbespielbar“ in den Boden gekloppt wurde.

Bleibt die Frage: Warum war der Platz dann in der Vorwoche beiden Mannschaften zuzumuten? Man wird wohl keine Antwort auf diese Frage bekommen. Das Spiel von TuS Haltern gegen Rot-Weiss Essen wird somit auf unbestimmte Zeit verschoben und sorgt also für eine tabellarische Schieflage. Was ja in dieser Saison leider nichts Neues ist.

Dem TuS Haltern Erste Hilfe für den Rasen angeboten

Es bleibt nur zu hoffen, dass zum Beispiel im adventlichen Wuppertal und am Lotter Kreuz auch nur Adventskerzen brennen und nicht der so oft zitierte Baum. Was durchaus eine Erwähnung wert ist: Von Seiten des RWE hat man dem TuS Haltern und wohl auch der Stadt Herne so ziemlich alles angeboten, um bei der Beschaffenheit des Rasens Erste Hilfe zu leisten.

Unser bester Mann, umgangssprachlich auch „Greenkeeper“ genannt, stand auf der Angebotsliste. Weiterhin vom freiwilligen „Erdlochzustampfer“, „Grashalmaufrichter“ und „Torraumtrockenleger“ zu jeder Tages und Nachtzeit alles, was die Hafenstraße an Malochern für eine bespielbare Oberfläche zu bieten gehabt hätte. Das wäre unentgeltlich geschehen. Ebenso wurde Wattenscheid als Austragungsort ins Gespräch gebracht. Womöglich hätte man für einen Tag sogar das Stadion Essen in den Farben des TuS Haltern getaucht, nur um das Spiel stattfinden zu lassen.

Neo-Klassiker in Ostwestfalen endet wunschgemäß für RWE

Dass nun keines der Angebote in die Tat umgesetzt werden konnte, ist schade. Auf jeden Fall belegt dieser ganze Rot-Weisse Aktionismus in den vergangenen Tagen nur eines: Man will spielen. Unbedingt und fast egal wo. Machen wir uns nichts vor, es wäre mit großem sportlichen Risiko verbunden gewesen: Den Acker von Wanne ein zweites Mal bespielen, und die Aufgabe wäre eine noch schwierigere geworden, als sie es schon gegen Gelsenkirchen war.

Nun denn, es gab also nichts zu gucken, was das eigene Punktekonto und Leistung betraf. Somit richtete man natürlich erst recht den Blick gen Ostwestfalen, wo der Neo-Klassiker zwischen dem SV Rödinghausen und SC Verl ausgetragen wurde. Im Vorfeld war klar, dass das Wunschergebnis ein ziemlich deutliches Unentschieden sein würde. Nicht bei den beiden Protagonisten natürlich, selbstredend aber in Essen und wohl auch nebenan in Oberhausen.

Bisweilen chaotische Saison nach Spieltagen in der Halbzeit

Jahreszeitlich bedingt die Zeit der Wünsche, meinte es der Fußballgott mit den Unseren sehr gut und brachte das Unentschieden über die Bühne. Wir bleiben also dran, das die frohe Botschaft. Die bisweilen chaotische Saison hat an Spieltagen gemessen nun offiziell Halbzeit. Guckt man auf die Tabelle, trauert den Wattenscheid Punkten nach und rechnet man ganz arrogant mal drei Punkte gegen Haltern ein, so wären wir ja sogar der fiktive Herbstmeister der Herzen. Also jetzt einfach mal laut geträumt.

Der Fakt ja bekanntermaßen ein anderer und Haltern noch lange nicht gespielt. Tore müssen mehr her. Aber, die liegen als Weihnachtswunsch unter dem Hafenstraßenbaum. Unser Verband mit den oft komischen Ansichten und Auslegungen hat sicher auch einen großen Wunsch zu Weihnachten, nämlich dass unser RWE noch lange oben mitspielt. Schließlich sorgen die Verbandsabgaben von fünf Prozent pro Heimspiel dafür, dass Rot-Weiss Essen fast alleine den ganzen „Bums“ zahlt.

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