Eishockey Oberliga

Moskitos unterliegen Rostock 1:2 im Penalty-Schießen

Marc Zajic (rechts) von den ESC Wohnbau Moskitos im Angriff gegen Maurice Becker von den Rostock Piranhas.

Marc Zajic (rechts) von den ESC Wohnbau Moskitos im Angriff gegen Maurice Becker von den Rostock Piranhas.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Die Partie der Wohnbau Moskitos gegen die Piranhas aus Rostock hatte keinen Sieger verdient. Und so fiel die Entscheidung im Penalty-Schießen.

Bislang waren alle Saisonspiele der Wohnbau Moskitos klar ausgegangen. Doch am Freitagabend gegen Rostock dauerte es deutlich länger als die üblichen 60 Minuten, ehe der Sieger feststand. Nicht nach regulärer Spielzeit, nicht nach der Overtime und auch nicht nach den ersten drei Schützen im Penaltyschießen. Erst die fünfte Runde im Shoot-out brachte die Entscheidung. Essens Julian Airich vergab, Rostocks Tom Pauker verwandelte seinen Versuch zum 2:1 aus Gäste-Sicht. So endete der Eishockey-Krimi, bei dem es nach 60 Minuten 1:1 gestanden hatte, zu ungunsten der Moskitos.

„Im Penaltyschießen kann es in beide Richtungen gehen“, sagt ESC-Coach Larry Suarez nach der dritten Pleite im vierten Heimspiel. Doch Suarez machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf: „Wir haben versucht, viel Druck aufs gegnerische Tor zu machen und eigentlich so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten.“

Zu wenig Durchschlagskraft

Gegen die Piranhas waren die Gastgeber das bessere Team, doch die Moskitos schafften es nur ein einziges Mal, Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor zu entwickeln. Julian Airich brachte sein Team in Front. Die Freude darüber war allerdings nicht von langer Dauer. Denn beinahe die Hälfte des Schlussdrittels musste der ESC in Unterzahl auskommen. Das nutzten die Gäste, um den Ausgleich zu erzielen. Wobei das Schiedsrichtergespann bei seinen Entscheidungen nicht immer den souveränsten Eindruck erweckte.

Und so sah sich Stephan Kreuzmann dazu veranlasst, nach einigen nicht geahndeten Nickeligkeiten selbst für Ordnung zu sorgen. Rostocks Thomas Voronov checkte Niklas Hildebrand in der Schlussminute in den Rücken. Dafür kassierte er Prügel vom Essener Kapitän, der anschließend die Hände vor der Haupttribüne in die Höhe riss und sich mit der gesamten Bank der Piranhas anlegte, ehe er mit 16 Strafminuten genau wie sein Kontrahent verfrüht unter die Dusche geschickt wurde.

Moskitos zeigen „guten Charakter“

„Er ist für seine Mannschaft aufgestanden“, lobte Suarez. Generell habe das Team „sehr guten Charakter“ gezeigt. Doch auch nach Kreuzmanns Wachrüttler schafften es die Moskitos nicht, die Partie in der Verlängerung zu entscheiden - und in Shoot-out kam auch noch Pech hinzu. Der Trainer gab sich dennoch kämpferisch: „Die Saison ist lang, wir werden weiter alles geben und Punkte mitnehmen, wo wir können.“ Auch wenn es dann mal nur ein Zähler ist.

Drittel: 0:0, 1:0, 0:1, 0:0.
Tore: 1:0 Airich (37.), 1:1 Koopmann (51.), 1:2 Pauker (65., SO).
Strafen: Essen 28 Minuten, Rostock 22 Minuten: Zuschauer: 826

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