Eishockey

Moskitos-Trainer Suarez fordert mehr Härte von den Spielern

Toni Lamers von den Moskitos im Kampf mit Michel Weidekamp von den Saale Bulls Halle.

Toni Lamers von den Moskitos im Kampf mit Michel Weidekamp von den Saale Bulls Halle.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Eishockey-Oberligist Moskitos Essen verliert Heimspiel gegen starke Gäste aus Halle mit 1:4. Essener müssen den Blick erstmal nach unten richten.

Der Jubel über den glanzvollen Derbysieg am Freitag in Duisburg schlug bei den Wohnbau Moskitos zwei Tage später um in Katerstimmung. Den Mücken gelang es nämlich nicht, die starke Leistung aus dem 6:2 über die Füchse ins Heimspiel gegen die Saale Bulls zu transportieren. Sie unterlagen mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1).

„Leider lief es nicht so gut wie am Freitag“, konstatierte Interimstrainer Larry Suarez, dessen Team nicht wirklich frisch wirkte. „Vielleicht waren die Jungs etwas müde, aber das ist keine Ausrede.“ Zuletzt hatte der ESC die ersten beiden Saisonsiege eingefahren, wähnte sich im Aufwind, doch nun kassierten die Moskitos einen Rückschlag. Mit einem Sieg hätten die Essener zu den oberen Tabellenplätzen aufschließen können. Stattdessen müssen sie den Blick von Platz sieben vorerst nach unten richten.

Essener läuferisch gut, aber zu wenig Härte

Bevor Coach Suarez auf der Pressekonferenz über die Partie sprach, nutzte er die Gelegenheit, sich „sehr dankbar“ für seine Rückkehr nach Essen zu zeigen. Es war der erste Auftritt vor heimischem Publikum für den Vertreter des verletzten Cheftrainers Frank Gentges. Bereits vor einigen Jahren war Suarez hier als Jugend- und Assistenzcoach tätig, jetzt sei es „schön, einige Gesichter nach der langen Zeit wiederzusehen“.

Weniger erfreulich war es aus Essener Sicht, was der US-Amerikaner zum Spiel zu sagen hatte. „Wir haben über 60 Minuten nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten“, kritisierte er. „Läuferisch war das gut, aber wir müssen härter werden. Es war ein verdienter Sieg für Halle.“ Wobei man den Moskitos zugute halten konnte, dass sie einem wirklich starken Gegner gegenüber standen - vor allem in der Rückwärtsbewegung.

Gäste-Torwart erwischte einen guten Tag

Mit Disziplin, Härte und einem gut aufgelegten Goalie Michel Weidekamp sorgte die Hallenser Verteidigung dafür, dass die Essener Angreifer an diesem Abend wenig Spaß hatten. Und vorne schlugen die Gäste im Mitteldrittel zweimal eiskalt zu. In Rückstand liefen die Moskitos zwar immer wieder an, doch es mangelte an einem klaren Konzept, um die eng gestaffelte Bulls-Defensive zu überlisten. Großchancen blieben Mangelware - auch, als sich Anfang des Schlussabschnitts die blendende Möglichkeit bot, zur Aufholjagd zu blasen. Doch der ESC ließ knapp vier Powerplay-Minuten ungenutzt verstreichen.

Dabei hatten die Gastgeber einen perfekten Start erwischt. Nach einer frühen Strafe gegen Halle servierte Julian Airich für Lars Grözinger, der den Westbahnhof beben ließ. Doch weil die Moskitos die Spielkontrolle zeitgleich mit dem kurz darauf folgenden 1:1 aus der Hand gaben, sollte es das einzige Beben an diesem Abend bleiben. „Unter der Woche wollen wir hart arbeiten und unsere Identität finden“, kündigte Coach Suarez an. Was dabei herausspringt, wird sich zeitnah zeigen: Zum ersten Freitag-Heimspiel der Saison kommen die Rostock Piranhas an den Westbahnhof.

So haben sie gespielt

Moskitos Essen - Saale Bulls Halle 1:4.

Drittel: 1:1, 0:2, 0:1. Tore: 1:0 Grözinger (4.), 1:1 Francis (9.), 1:2 Helms (23.), 1:3 Valasek (28.), 1:4 Helms (59.). Strafen: Essen 6 Minuten, Halle 18 Minuten. Zuschauer: 1032

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