Eishockey Oberliga

Moskitos gelingt die Derbysensation gegen Duisburg

Stephan Kreuzmann, Marc Zajic und Erik Hoffmann bejubeln den 3:2-Moskitos-Sieg gegen den Favoriten, die Füchse Duisburg.

Stephan Kreuzmann, Marc Zajic und Erik Hoffmann bejubeln den 3:2-Moskitos-Sieg gegen den Favoriten, die Füchse Duisburg.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Viele hatten im Vorfeld den Derbysieg erhofft, am Ende wuchsen die Moskitos gegen den Favoriten EV Duisburg über sich hinaus und gewannen mit 3:2.

Zwölf Punkte und sieben Tabellenplätze trennten die Wohnbau Moskitos und den EV Duisburg im Vorfeld des Derbys am Freitagabend. Nach 60 gespielten Minuten hätte diese Tatsache bei einem unkundigen Zuschauer wohl starkes Stirnrunzeln hervorgerufen. Seien es die Derby-Gesetze, der Trainerwechsel oder einfach nur die Tagesform: Der ESC war in einem rassigen Duell ohne Verschnaufpausen mindestens auf Augenhöhe, setzte sich am Ende 3:2 durch – und beendete so die Siegesserie des Rivalen vom Rhein, der zuvor acht Spiele in Folge unbesiegt blieb.

„Ich habe großen Respekt davor, wie die Jungs gekämpft und gearbeitet haben“, resümierte Trainer Larry Suarez nach seinem ersten Spiel als Chefcoach der Mücken. „Ich habe Spaß gehabt ohne Ende.“ Da war Suarez sicherlich nicht der einzige. Der ESC hatte aufgewartet zum ersten Heim-Derby der Saison. In einer pompösen Warmup-Show wurde unter anderem die Gründungsmannschaft aus dem Jahr 1994 angesichts des 25-jährigen Moskitos-Jubliäum auf dem Eis geehrt.

Ehrung für die Gründungsmannschaft

Gut 1900 Zuschauer sorgten für eine Rekordkulisse in der laufenden Spielzeit. Auch dank eines gut gefüllten, in rot-schwarz eingefärbten Gästeblocks. Der leerte sich nach Spielende rasant. Derweil feierte die Haupttribüne einen Spieler mit Sprechchören, der eigentlich gar nicht bei den Moskitos unter Vertrag steht: Hendrik Hane, U20-Nationalkeeper und Ersatzmann bei der Düsseldorfer EG, hütete dank einer Förderlizenz zum zweiten Mal in dieser Saison den Essener Kasten – und wie: Mit stoischer Gelassenheit ließ er die EVD-Angreifer verzweifeln.

„Er hat den Sieg für die Moskitos festgehalten“, musste Gäste-Coach Uli Egen zurecht anerkennen. Sein Goalie Christian Windler hingegen wirkte in manchen Situation weniger sicher. Daher waren es die Moskitos, die in einem von Beginn an mit offenem Visier geführtem Schlagabtausch zuerst zu Treffern kamen. Marc Zajic düpierte Wendler mit einem Beinschuss zur Führung, später schenkten die früheren Füchse Andre Huebscher und Lars Grötzinger ihrem Ex-Klub jeweils einen ein. Doch auch eine ehemalige Mücke hatte noch einen Pfeil im Köcher: Robin Slanina sorgte in der Schlussphase für den Anschluss.

Knisternde Spannung am Westbahnhof

Der Westbahnhof knisterte vor Spannung, nun war das Momentum aufseiten der Duisburger. Und weil der ESC beim Stand von 3:1 äußerst fahrig mit seinen Chancen umgegangen war, hätten sich die in dieser Saison mäßig vom Glück verfolgten Essener nicht über das 3:3 beschweren können.

Zumal der Gastgeber die letzten eineinhalb Minuten in doppelter Unterzahl überstehen musste. Trotz aufopferungsvoller Defensivarbeit der Gastgeber kam Slanina zehn Sekunden vor Schluss noch einmal frei zum Schuss. Doch Hane fuhr die Hand blitzschnell aus und beseitigte letzte Zweifel am Derbysieg. So endete die Füchse-Serie, wie sie nach dem Hinspiel Anfang Oktober begonnen hatte: Mit einer Pleite gegen die Moskitos.

Moskitos Essen - EV Duisburg 3:2

Drittel: 1:0, 1:1, 1:1

Tore: 1:0 Zajic (16.), 2:0 Huebscher (34.), 2:1 Verelst (36.), 3:1 Grözinger (43.), 3:2 Slanina (53.)

Strafen: Essen 6 Minuten, Duisburg 10 Minuten

Zuschauer: 1907

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