Eishockey

Moskitos-Fans erlebten mal einen entspannten Eishockey-Abend

Dominik Patocka (links) und Aaron McLeod sorgten mit ihren Toren für einen entspannten Abend bei den Wohnbau Moskitos.

Dominik Patocka (links) und Aaron McLeod sorgten mit ihren Toren für einen entspannten Abend bei den Wohnbau Moskitos.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Mit 4:1 fuhren die Essener frühzeitig den Erfolg über den Tabellenletzten Krefelder EV ein und eroberten sich den wichtigen neunten Platz zurück.

Moskitos Essen – Krefelder EV 4:1
Drittel:
1:0, 2:1, 1:0
Tore: (10:26) 1:0 Saccomani (LeBlanc/McLeod), (23:21) 1:1 Bappert (Stöhr/Kovacs),(24:29) 2:1 McLeod (Hildebrand/Richter), (35:58) 3:1 Holzmann (Zajic/Lamers), (48:30) 4:1 Patocka (Willaschek/Kraus).
Strafen: Essen 8 Minuten, Krefeld 8 Minuten.
Zuschauer: 847
Bekanntlich ist es oft die Spannung, die einem Sportereignis erst so richtig Würze verleiht. Nicht so am Sonntagabend im Duell zwischen den Moskitos und dem Krefelder EV. Als Dominik Patocka knapp zwölf Minuten vor dem Spielende von außen ins Drittel des KEV fuhr, kurz den Kopf hob und die Scheibe dann sehenswert über den Kopf des Gäste-Goalies hinweg zum 4:1 ins Tor lupfte, war die Partie entschieden. Und wohl die wenigsten der 847 Zuschauer hatten etwas dagegen, siegesgewiss zu verfolgen, wie die Uhr dem Heimsieg der Moskitos entgegen tickte – ohne wie so oft noch zittern oder hoffen zu müssen.

Die Pole Position im Dreikampf zurück erobert

„Es war gut“, sagte Chefcoach Larry Suarez nach dem Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht. Er hatte zwar „einige Momente“ gesehen, „in denen wir nicht so erwachsen gespielt haben“, so der US-Amerikaner. „Aber im Endeffekt haben wir das Spiel souverän zu Ende gebracht.“ Am Freitagabend hatten die Mücken noch mit 2:4 bei den Hannover Indians und damit den neunten Tabellenplatz verloren. Doch dank des sonntäglichen Sieges eroberte der ESC die Pole Position im Dreikampf mit Rostock und Erfurt um die Pre-Playoff-Ränge neun und zehn zurück. Der Essener Vorsprung auf den elften Platz beträgt aber nur drei Punkte – alles offen in den noch 13 ausstehenden Hauptrunden-Partien.

Ebenso ist noch ungewiss, wer im Saisonendspurt bei den Moskitos im Tor stehen wird. Gegen Krefeld sammelte der eigentliche Backup-Goalie Leon Frensel weitere Argumente für ein dauerhaftes Engagement. Zwar ließ er einen nicht besonders harten Schuss trotz freier Sicht zum 1:1 passieren. Doch ansonsten überzeugte Frensel mit guten Saves und einem gehaltenen Penalty. Bei den Fans genießt der junge Essener (22) ohnehin ein deutlich besseres Standing als Kevin Beech, die etatmäßige Nummer eins. Sie machten mit „Frensel“-Sprechchören deutlich, wen sie zukünftig zwischen den Pfosten sehen wollen. Auch der Patzer beim Gegentor erwies sich nicht als Beinbruch, weil kurz darauf Aaron McLeod und später Veit Holzmann trafen. Und ehe Krefeld nochmal herankommen konnte, erwies sich Patocka im Schlussdrittel mit seinem 4:1 als gerngesehener Spannungsdieb.

So konnten die Moskitos noch einmal punkten, bevor es in chronologischer Reihenfolge gegen das Top-Trio der Liga geht. Erst die Kracher gegen Tilburg und beim Herner EV am kommenden Wochenende, anschließend trifft der ESC zweimal auf Hamburg. „Es hört sich vielleicht nach einer Floskel an“, sagte Coach Suarez mit Blick auf dieses Mammutprogramm, „aber mich interessiert wirklich nicht, wer der Gegner ist. Wir freuen uns auf die Stimmung in den Spielen und versuchen etwas mitzunehmen.“ Dann hätte wohl auch niemand etwas gegen ein wenig Spannung einzuwenden.

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