Eishockey

Moskitos Essen zeigen gute Leistung beim Sieg in Erfurt

Stephan Kreuzmann . Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Stephan Kreuzmann . Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Erfurt.  Essener Eishockey-Oberligist behauptet sich beim Schlusslicht Erfurt mit 5:1. Stephan Kreuzmann feiert gleichzeitig ein beeindruckendes Jubiläum.

Für das erste Sechs-Punkte-Wochenende hat es bei den Wohnbau Moskitos nicht gelangt, unter dem Strich steht dennoch der bisher erfolgreichste Doppelspieltag der Saison. Der Essener Eishockey-Oberligist siegte bei den Black Dragons Erfurt souverän mit 5:1. Zwei Tage zuvor hatte der ESC unglücklich mit 1:2 nach Penaltyschießen gegen Rostock verloren, aber damit immerhin einen Punkt am Westbahnhof behalten.

„Wir haben wirklich gut gespielt“, freute sich Interimscoach Larry Suarez nach dem Gastspiel in Erfurt. Denn beim Schlusslicht zeigten die Mücken all das, was ihnen in so mancher Partie in den vergangenen Wochen den Weg zum Sieg verbaut hatte: „Wir waren sehr aggressiv im Forechecking, sind viel gelaufen und waren fast immer einen Schritt schneller als der Gegner.“.

Jubiläum für Stephan Kreuzmann: 500 Einätze in der Oberliga

Ein doppelter Anlass zum Feiern bot sich anschließend für Kapitän Stephan Kreuzmann. Er kam in Erfurt zu seinem 500. Oberliga-Einsatz - ein eindrucksvolles Jubiläum, dem der 35-Jährige mit einem Assist auf Peter LeBlanc zum 3:0 (22.) die Krone aufsetzte. Zuvor hatten der junge Valentin Pfeifer (16.), der sich für zwei starke Auftritte mit seinem ersten Saisontor belohnte, und Andre Huebscher (23.) die Weichen auf Auswärtssieg gestellt.

Ohne Glanzpunkte, aber dennoch ordentlich, verlief das Debüt von Marc Zajic. Der Angreifer trainiert seit dem Sommer bei den Moskitos, ist eigentlich als deutscher Spieler eingeplant. Doch weil das Einbürgerungsverfahren des (Noch-)Tschechen andauert und dem ESC ein zweiter Ausländer fehlt, lief Zajic am Wochenende als Ersatz des verletzten Kanadiers Aaron McLeod auf der Importstelle auf. Der 24-Jährige blieb vor dem Tor glücklos, rackerte aber und stellte so die Verantwortlichen zufrieden. „Er wird noch wichtig für uns werden und hat sich ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte ESC-Sprecher Thomas Haver.

Marc Zajic ist bereit, Verantwortung zu übernehmen

Das tat Zajic wortwörtlich: Nachdem das Gesicht von Thomas Richter die unangenehme Bekanntschaft mit dem Schläger eines Erfurters gemacht hatte, musste der Routinier mit einer Platzwunde vorzeitig in die Kabine. Und weil der Unparteiische die Aktion nicht ahndete, knöpfte sich Zajic den Übeltäter höchstpersönlich vor. „Da hat man gesehen, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Haver mit einem leichten Schmunzeln.

Im Schlussabschnitt drückten die Gastgeber noch einmal aufs Gaspedal und versuchten zurück ins Spiel zu finden. Doch Lars Grözinger (46.) und Enrico Saccomani (51.) erstickten das Aufbäumen im Keim. Beinahe hätte der ESC seinem Goalie Kevin Beech sogar den ersten Shutout der Saison beschert. Zwei Minuten vor Spielende schafften es die Erfurter aber doch noch auf die Ergebnistafel.

Am Wochenende Gelegenheit, den Abstand nach unten auszubauen

Die Enttäuschung darüber hielt sich im Essener Lager im Grenzen. Dank des Vier-Punkte-Wochenendes schlossen die Moskitos als Tabellensiebter bis auf zwei Punkte zur Play-off-Zone auf. Am kommenden Wochenende haben sie Gelegenheit, gegen die Kellerkinder Krefeld (Fr., 20 Uhr, Westbahnhof) und Hannover Indians (So., 19 Uhr) den Abstand nach unten auszubauen - und nach oben weiter zu verkürzen.

Black Dragons Erfurt - Moskitos Essen 1:5. Drittel: 0:1, 0:2, 1:2. Tore: 0:1 Pfeifer (16.), 0:2 Huebscher (23.), 0:3 LeBlanc (32.), 0:4 Grözinger (46.), 0:5 Saccomani (51.), 1:5 Schüpping (58.).

Strafen: Erfurt 6 Minuten, Essen 8 Minuten. Zuschauer: 373

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