Eishockey

Moskitos Essen testen gegen Herne und müssen dann pausieren

Marc Zajic (l.) bestreitet mit den Wohnbau Moskitos am Westbahnhof einen Test gegen den Oberligisten Herne.

Marc Zajic (l.) bestreitet mit den Wohnbau Moskitos am Westbahnhof einen Test gegen den Oberligisten Herne.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Moskitos empfangen Freitag den Revierrivalen am Westbahnhof. Ab Montag ruhen in Essen Trainings- und Spielbetrieb. Schwere Zeiten stehen bevor.

Noch wird in Essen Eishockey gespielt. Die Wohnbau Moskitos testen am Wochenende doppelt gegen den Herner EV. An diesem Freitag kommt der HEV nach Essen (20 Uhr), am Sonntag gastiert der ESC in der Herner Hannibal-Arena (18.30 Uhr, 100 Zuschauer). 250 Zuschauer sind am Westbahnhof zugelassen, die Tickets bekommen Dauerkartenbesitzer und Sponsoren.

Die zwei Duelle mit dem Erzrivalen, der in dieser Saison eine Spielklasse höher in der Oberliga Nord antritt, sollten eigentlich für die Moskitos der Leckerbissen in der Vorbereitung auf die Regionalliga-Spielzeit sein. Doch nun sind es die vorerst letzten Spiele vor einer Zeit voller Fragezeichen. Denn die Essener sind vom Amateursport-Verbot für den Monat November akut betroffen. Oberligist Herne geht dagegen davon aus, dass man unter Profisport firmiert und weitermachen darf.

Trainings- und Spielbetrieb wird am Montag eingestellt

Die Moskitos müssen den Trainings- und Spielbetrieb ab kommenden Montag aussetzen. Der für Anfang des Monats geplante Saisonstart in die Regionalliga verschiebt sich bis mindestens in den Dezember hinein. Der geplante Spielmodus dürfte dadurch nicht haltbar sein. Eine Videokonferenz mit den Clubvertretern am kommenden Dienstag soll klären, wie es weitergeht. Bei den Vereinen gebe es derzeit unterschiedliche Auffassungen, ob überhaupt gespielt werden soll, sagt ESC-Chef Thomas Böttcher, der betont: „Wir wollen definitiv spielen.“

Als „nicht nachvollziehbar“ und „Schlag ins Gesicht für den Vereinssport“ bezeichnete Böttcher die jüngsten Beschlüsse der Politik. „Im gesamten Verein gab es bisher keinen einzigen Corona-Fall.“

Die Altlasten drücken nun ganz besonders

Klar ist: Eine längere Pause - oder auch Spiele ohne Publikum - würde die Moskitos hart treffen. Denn ohne Einnahmen wären die Altlasten nur schwer zu stemmen. Mehr als 20.000 Euro muss der Verein, laut Böttcher, bis zum kommenden Sommer monatlich abstottern, hinzu kommen die laufenden Kosten.

„Für den Moment können wir nur abwarten und hoffen, dass sich die Situation verbessert“, sagt Böttcher. Und versuchen, die Partien gegen den Herner EV zu genießen. Es könnten schließlich die letzten Auftritte der Moskitos in diesem Jahr sein.

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