Eishockey

Moskitos empfangen Konkurrenten im Kampf um Play-offs

Arthur Lemmer von den Moskitos hat nun die Chance, sich zu beweisen.Foto: Michael Gohl

Arthur Lemmer von den Moskitos hat nun die Chance, sich zu beweisen.Foto: Michael Gohl

Essen.   Oberligist ESC Moskitos hat vollen Terminkalender bis zum Jahresende. Leipzig am Freitag zu Gast am Westbahnhof, Sonntag geht es nach Erfurt.

Besinnlich geht’s zu in der Adventszeit, allerdings nicht in der Eishockey-Oberliga oder bei den Wohnbau Moskitos. Der Terminkalender bis zum Jahresende ist pickepackevoll, noch acht Partien müssen die Essener bestreiten.

Die Saison sei kein Hundertmeterlauf, sondern ein Marathon, in dem Rückschläge unvermeidbar seien, betont Frank Gentges immer wieder. Doch der Essener Teamchef hätte sicherlich kein Problem damit, wenn seine Truppe den kleinen Zwischenspurt mit zuletzt sieben Erfolgen aus neun Partien, darunter zwei 6:1-Derbysiege über Duisburg und Herne, fortsetzen würde.

Bei Heimpleite gegen Erfurt zeigen Moskitos schwächste Saisonleistung

Bestenfalls direkt an diesem Freitag, wenn mit den Icefighters Leipzig wieder ein Konkurrent im Kampf um die Play-off-Ränge an den Westbahnhof kommt (20 Uhr). Und am Sonntag in Erfurt (16 Uhr) sowieso, denn mit den dort heimischen Black Dragons haben die Moskitos noch ein Hühnchen zu rupfen. Im Hinspiel Ende Oktober hatten die Essener einen rabenschwarzen Tag erwischt und unterlagen dem Vorletzten mit 3:6.

Es war ein desolater Auftritt und sicherlich die schwächste Saisonleistung der Moskitos. Kritik gab es danach von Teilen der Fans und von Coach Gentges. Er zählte einige Spieler für ihre Arbeitsmoral an, drückte sich aber unglücklich aus („einige Spieler arbeiten nicht für diese Mannschaft“) und stieß damit eine kleine Mentalitäts-Debatte an. Probleme mit der Einstellung habe es aber nie gegeben, versicherte Gentges nun nochmals: „Die Kameradschaft unter den Jungs ist und war vorbildlich, alle ziehen an einem Strang. Damals haben wir es nur nicht geschafft, das auch aufs Eis zu bringen.“

Dass die Partie gegen Erfurt nur ein Ausrutscher war, bewiesen die Moskitos zuletzt mit ihrer beeindruckenden Form und der noch beeindruckenderen Statistik. Die meisten Überzahl-Tore erzielt, die wenigsten in Unterzahl kassiert, dazu die beste Abwehr und den besten Goalie - abgesehen von der Tabelle stehen die Moskitos in vielen Kategorien ganz oben. „Wir holen das Bestmögliche im Rahmen unserer Möglichkeiten heraus“, findet Gentges.

Erwartungen sind mit dem aktuellen Kader kaum zu erfüllen

Er traut der jüngsten Erfolgsserie allerdings nicht wirklich über den Weg. Die Erwartungen im Umfeld seien mit dem aktuellen Kader aus seiner Sicht kaum zu erfüllen. „Nur weil wir bekannte Namen geholt haben, heißt das nicht, dass wir automatisch oben mitspielen. Man darf nicht vergessen, dass wir einen komplett neuen Kader haben.“

Dazu bereitet die schwere Verletzung von Angreifer Nicolas Strodel Sorgen. Dass die Diagnose nach dem üblen Check am vergangenen Sonntag „nur“ ein Schädel-Hirn-Trauma und Nackenverletzungen ergab, ist fast schon als gute Nachricht zu werten. Dennoch ist unklar, ob das Sturmtalent vor Ablauf der laufenden Spielzeit zurückkehren wird. Und da Ersatz auf dem Spielermarkt Mangelware ist, rücken nun Spieler wie Arthur Lemmer (20 Spiele, zwei Tore, drei Vorlagen) oder Valentin Pfeiffer (20, kein Tor, keine Vorlage), die bislang einen schweren Stand hatten, in den Fokus. Ob mehr in ihnen steckt als es ihr Punktekonto glauben lässt, könnten sie in den nächsten Spielen beweisen.

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