Radsport

Luke Roberts lässt sich nicht überraschen

Mit viel Spaß dabei: der Nachwuchs beim Kinderrennen in Rüttenscheid.

Mit viel Spaß dabei: der Nachwuchs beim Kinderrennen in Rüttenscheid.

Foto: Michael Gohl

Kurz bevor die Profis beim Hauptrennen des 10. Rü-Cup in die Pedale traten, erklang die Filmmusik „Mission Impossible“ aus den Lautsprecher. Für einen sollte das Rennen kein „unmöglicher Auftrag“ werden: Luke Roberts vom Team Stölting fuhr nach 36 Runden und 79,2 Kilometern als souveräner Sieger über die Ziellinie.

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Kurz bevor die Profis beim Hauptrennen des 10. Rü-Cup in die Pedale traten, erklang die Filmmusik „Mission Impossible“ aus den Lautsprechern an der Strecke. Für einen sollte das Rennen am Ende kein „unmöglicher Auftrag“ werden. Luke Roberts vom Team Stölting fuhr nach 36 Runden und 79,2 Kilometern als souveräner Sieger über die Ziellinie. „Ich freue mich sehr über diesen Sieg“, so der 36-jährige Bahn-Olympiasieger und -Weltmeister.

Noch im April war Roberts bei einer Rundfahrt in Frankreich gestürzt und hatte sich einen Kreuzbeinbruch zugezogen. „Es dauerte ein paar Monate, bis ich wieder richtig trainieren konnte. Erst seit dem vergangenen Monat fühle ich mich wieder richtig fit“, erzählt der 36-Jährige.

Zunächst prägten allerdings andere das Rennen. In der fünften Runde riss Roberts Teamkollege Tim Gebauer aus und erhielt eine Runde später in Marcel Sieberg (Lotto-Belisol), dem mehrfachen Tour-Teilnehmer, äußerst prominente Gesellschaft. Das Duo fuhr einen Vorsprung von gut 300 Metern heraus. Für das Team Stölting war das eine gute Ausgangslage. „Zumal wir in jeder Gruppe des Feldes vertreten waren“, so Roberts. Als das Feld ansetzte, die beiden Ausreißer zu stellen, war das Team Stölting vorbereitet. „Wenn die beiden eingeholt werden, ergibt sich vielleicht die Chance mit einer kleinen Gruppe wieder zu attackieren“, beschreibt Luke Roberts seine taktischen Gedanken.

Und so kam es auch. Während das Feld erst einmal Luft holen musste, nachdem es das Loch zu Gebauer und Sieberg zugefahren hatte, setzten Roberts, sein 19-jähriger Mannschaftskollege Phil Bauhaus sowie der 28-jährige Moritz Schütz (Team Hed) den nächsten Nadelstich. Da waren noch 21 Runden zu fahren. Mit jeder Runde wuchs der Vorsprung des Führungstrios. Irgendwann konnte das Feld die Drei auf der Zielgeraden nicht mehr sehen. Mit einem 44er-Schnitt hielten sie das Tempo hoch. Die Vorentscheidung war somit früh gefallen.

Lobende Worte

Blieb nur noch die Frage, ob der Phil Bauhaus, Moritz Schütz oder der „Senior“ Luke Roberts als Sieger über den Zielstrich fahren würde. „Phil ist sehr sprintstark. Ich wusste nicht, wie Moritz drauf war, ob er pokern würde“, erzählt Luke Roberts. Der Australier wollte sich nicht überraschen lassen. Zumal es in den Schlussrunden regnete. „Ich hatte schon das Gefühl, dass ich von uns Dreien der Stärkste war. Ich hatte gute Beine.“ Und mit denen fuhr er seinen beiden Konkurrenten vor der letzten Kurve vor der Zielgerade davon und siegte in 1:46,49 Stunden vor Moritz Schütz und Phil Bauhaus. „Wenn ich nicht allein davongefahren wäre, wäre es schwer geworden, zu gewinnen“, so Roberts.

Für den „Rü-Cup“ fand der Sieger nur lobenden Worte. Die Strecke sei sehr schön. Die Atmosphäre, die Begeisterung der Zuschauer, auch. „Ich würde mich freuen, im nächsten Jahr wieder zu kommen“, sagt der Australier.

Die Radsportfreunde in Essen und Umgebung sowie auch der Veranstalter des Rü-Cups hätten sicherlich nichts dagegen.

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