Kanupolo Bundesliga

KSV Rothe Mühle sitzt dem Spitzenreiter im Nacken

Hubert Migdalski (Rothe Mühle) sichert den Ball.

Hubert Migdalski (Rothe Mühle) sichert den Ball.

Foto: Michael Gohl

Duisburg.   Am zweiten Bundesliga-Spieltag verbessert sich KSV Rothe Mühle Essen auf Platz zwei. Stadtnachbar KG Wanderfalke hat ganz andere Probleme.

Dass der KSV Rothe Mühle beim zweiten Bundesliga-Spieltag in Duisburg eine gute Rolle spielen würde, hatte sich schon einen Tag zuvor angedeutet, als die Essener mit zwei U21-Teams bei den Ruhr Games antraten und das Turnier gewannen. „Anscheinend haben wir einen Lauf“, mutmaßte KSV-Trainer Michael Konrad, denn seine Mannschaft hatte schon Anfang Juni den Deutschland-Cup und den NRW-Titel abgeräumt.

Nach dem Liga-Auftritt lässt sich festhalten: Rothe Mühle hat einen Lauf! Nach mittelmäßigem Start und Rang sechs zum Auftakt im Mai kehrte KRM nun ungeschlagen und als Tabellenzweiter von der Wedau zurück. Mit einem Punkt Rückstand sitzen sie Spitzenreiter KSV Havelbrüder im Nacken. „Wir sind mit den Ergebnissen hochzufrieden“, sagte Trainer Konrad. „Wir haben uns eine hervorragende Ausgangsposition für die Rückrunde erarbeitet.“

Durchwachsene Runde für KG Wanderfalke

Durchwachsen verlief die Runde für die KG Wanderfalke. Nach zwei anfänglichen Pleiten gegen RSV Hannover (3:5) sowie KCNW Berlin (2:5) steigerten sich die Werdener allerdings: Dem ACC Hamburg rangen sie ein 5:5 ab. Gegen die Havelbrüder unterlag KGW knappt mit 3:4, abschließend gab’s noch zwei Siege: Dank eines 4:1 gegen VK Berlin und dem 11:2 gegen den Mülheimer KSF halten die Wanderfalken (Platz acht) weiter Distanz zu den Playdown-Rängen - allerdings nur aufgrund der besseren Tordifferenz.

Mit erst 30 Gegentreffern haben die Essener immerhin vier weniger als Stadtrivale Rothe Mühle kassiert. KRM stellt dafür den besten Angriff der Liga (34 Tore). Nur gegen den RSV Hannover geizte die KSV-Offensive. Kurz vor Schluss traf der Gegner auch noch zum 1:1 - der einzige Punktverlust für das Konrad-Team. „Zum perfekten Spieltag fehlte uns gerade Mal eine Minute“, sagte er.

Tabellenführer Havelbrüder mit 7:4 abgeschossen

Das Highlight des zweiten Spieltags war aus Sicht von Rothe Mühle aber sicherlich der 4:3-Sieg gegen den ungeliebten Rivalen ACC Hamburg. Fünf Minuten vor Schluss lagen die Essener noch mit 0:3 hinten, wurden dann aber von Jakub Maslaks Anschlusstreffer wachgerüttelt. Coach Konrad befahl volles Risiko - und wurde belohnt: Lennart Unterfeld per Doppelpack und Patrick Lawrentz drehten die Partie auf 4:3. Den daraus resultierenden „Energieschub“, so Konrad, nutzte KRM, um Tabellenführer Havelbrüder mit 7:4 abzuschießen. Ein gelungener Abschluss für den Deutschland-Cup-Sieger, bei dem der 20-jährige Shivan McCutcheon ein „solides Debüt“ im Tor feierte.

Hälfte der Bundesliga-Hauptrunde ist gespielt

Die Hälfte der Bundesliga-Hauptrunde ist nun vorüber. Zwei Spieltage stehen vor den Meisterschaften noch aus, der nächste in zwei Wochen. Wieder können die beiden Essener Clubs Fahrtkosten und Zeit sparen: Die Ruhr westwärts hinunter in Mülheim kämpfen sie um die bestmögliche Ausgangssituation für die Playoffs. Die Duelle um die Spitzenplätze versprechen Spannung: Nur drei Zähler trennen die ersten fünf Teams voneinander.

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