Basketball 1. Regionalliga

Im freien Fall: Miners verlieren auch in Grevenbroich

Noah Westerhaus (ETB, Mitte) war in Grevenbroich nach Chris Alexander bester Schütze mit 18 Punkten.

Noah Westerhaus (ETB, Mitte) war in Grevenbroich nach Chris Alexander bester Schütze mit 18 Punkten.

Foto: Michael Gohl

Grevenbroich.  Mit dem 83:97 in Grevenbroich rückt der erneute Abstieg für den ETB immer näher. Interimscoach Björn Barchmann kritisiert die Saisonvorbereitung.

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Viele dem Essener Basketball treu verbundene Fans hatten auf einen echten Neuanfang gehofft. Sie waren davon ausgegangen, dass es beim ETB nach dem Absturz aus der Pro A bis hinunter in die Erste Regionalliga schlimmer nicht mehr werden kann. Zumal auch das wirtschaftliche Fiasko der Vorgänger-Organisation der Baskets finanzielle einen schuldenfreien Start ermöglicht hatte.

Welch eine (Ent-) Täuschung! Mit der Entlassung von Headcoach Iria Romaris und der Übernahme der sportlichen Verantwortung durch Björn Barchmann hatte sich so etwas wir Stabilität und eine zarte Entwicklung offenbart. Doch nach elf Niederlagen in elf Spielen zählte nun gegen die Elephants aus Grevenbroich nur ein Sieg - und er wurde wieder nicht eingefahren. Erneut stand am Ende eine dicke Pleite, das 83:97 bewies einmal mehr, dass schlimmer immer geht und sich der Fall ungebremst bis in die Zweite Regionalliga fortsetzen dürfte.

Zwölf Pleiten - vier Siege sind es bis zum rettenden Ufer (Wulfen, 4:12). Wie will man diesen Rückstand aufholen? Barchmann glaubt noch dran - muss er auch. „Wir hatten und haben großes Verletzungspech. Wir können in der Rückrunde vieles für uns entscheiden. Ich glaube, diese Mannschaft kann die Liga noch halten, wenn alle dabei sind. Die Jungs sind jedenfalls motiviert.

Barchmann hofft auf Klassenerhalt

In Grevenbroich hatte der ETB ohne Jason Isanza und Jari Beckmann gut in die Partie gefunden. Doch dem Team gelingt es nicht, sich einmal deutlicher abzusetzen. So stand am Ende des ersten Viertels ein knappes 15:13, eine Führung, die so eben in die Pause gerettet werden konnte (39:38). Und es war dann doch eben wieder nur der Gegner, der im weiteren Verlauf des Spiels mehr zu bieten hatte. Noch einmal an Intensität draufpacken konnte und die individuelle Klasse hatte, für eine Entscheidung zu den eigenen Gunsten zu sorgen. Die Elephants gewannen allen voran mit ihren Nachverpflichtungen Troy Harper (34 Punkte) und Jamal Smith (28 Punkte) in der zweiten Halbzeit die Kontrolle, erspielten sich im dritten Abschnitt eine Acht-Punkte-Führung (66:58) und fuhren die Partie am Ende sicher nach Hause.

Eine zweite Statistik, die an diesem Abend belastbar Auskunft darüber geben konnte, warum es für die Miners einmal mehr nicht gereicht hatte: Mit 25 Rebounds holte der ETB nicht einmal halb so viele wie der Gastgeber (51). So gewinnt man kein Basketball-Spiel. „Grevenbroich hat sich neu aufgestellt, ich denke, dieses Team wird sich nach oben in der Tabelle orientieren“, so Björn Barchmann anerkennend. „Die drei US-Amerikaner wären in jeder Mannschaft Top-Scorer.“

Grevenbroichs Topscorer nicht zu verteidigen

Der Interimstrainer des ETB hatte ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen, seine Analyse nach der Partie ließ tief blicken: „Es war ein gutes Spiel von uns gegen eine Mannschaft mit drei Topspielern. Am Ende hat uns einfach die Kraft gefehlt. Grundlagen, die in der Preseason hätten gelegt werden müssen, fehlen uns jetzt in den Spielen.“ Eine deutliche Spitze gegen Vorgängerin Iria Romaris. Wohl mehr als das, auch wenn Barchmann dies nicht weiter kommentieren wollte. Doch fehlende Kraft und Ausdauer machen sich natürlich erst recht bemerkbar, wenn Spieler längerfristig ausfallen und die Rotation klein ist. Die Hypothek für das letzte Spiel der Hinrunde gegen Kellerkind Deutz am kommenden Samstag und die gesamte Rückrunde ist jedenfalls riesig.

Grevenbroich - ETB 97:83 (38:39)

ETB: Alexander (27), Westerhaus (18), Bakkali (13), Tauch (9), Michael Möbes (7), Moukas (5), Hamad (4), Plescher.

Die Viertel: 13:15, 25:24, 28:19, 31:25.

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