Hallenfußball

Im Essener Norden werden „die Fetzen fliegen“

Der SC Türkiyemspor, hier mit Hasan Fidan (vorn) gegen Zakaria Elouriachi ( Bader SV ), wird es in der spannenden Gruppe 3 schwer haben, will aber auch in die nächste Runde in Stoppenberg einziehen.

Der SC Türkiyemspor, hier mit Hasan Fidan (vorn) gegen Zakaria Elouriachi ( Bader SV ), wird es in der spannenden Gruppe 3 schwer haben, will aber auch in die nächste Runde in Stoppenberg einziehen.

Foto: Thorsten Tillmann

Viel Spannung in Gruppe 3. Ausgeglichene Gruppe mit den SF Katernberg, RuWa, Türkiyemspor und TuS 81. Dellwiger gelten als Favorit.

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Kabinett-Stückchen und viel Kampf sind in der Halle Bergeborbeck vorprogrammiert, wenn der Spitzenreiter, der Dritte und Tabellenfünfte der Kreisliga A Bezirksligist TuS 81 prüfen. Die wohl ausgeglichenste Gruppe mit den Sportfreunden Katernberg, RuWa Dellwig, SC Türkiyemspor und „81“ startet heute ab 17 Uhr.

Alle Verantwortlichen sind sich sicher: Hier gibt es keinen Favoriten. „Auch wenn wir in der Bezirksliga spielen, sehe ich uns absolut nicht als die stärkste Truppe. Gerade RuWa Dellwig ist kein normaler Kreisligist, und auch die Sportfreunde Katernberg haben eine erfahrene Truppe“, weiß TuS 81-Vorsitzender Frank Ritter. Für ihn ist der SC Türkiyemspor die wohl spielerisch schwächste Mannschaft, doch betont er, dass gerade dieses Team von der Euphorie lebt.

Seiner Mannschaft traut er einiges zu: „Wir haben eine sehr junge Truppe, aber wenn wir in Fahrt kommen und die ersten Tore geschossen haben, kann das bei uns schnell zum Selbstläufer werden.“ Und vielleicht wird Christopher Bartsch, der in der Halle eigentlich geschont werden sollte, die Mannschaft mit seiner Erfahrung doch verstärken.

RuWa kommt mit der vollen Kapelle

Mit dem bestmöglichen Kader wird auch RuWa Dellwig antreten, von vielen als einer der Favoriten genannt. Davon will Trainer Hansi Wüst aber nichts wissen. Für ihn haben die Katernberger Liga-Konkurrenten das Zeug, den Gruppensieg einzufahren. Dennoch ist sein primäres Ziel wie in jedem Jahr der Einzug in die Hauptrunde in Stoppenberg. „Wir werden in der Gruppe sicher kein Problem mit der Einstellung haben, denn wir müssen in allen drei Spielen top motiviert sein“, so der Coach.

Dabei hat er in diesem Jahr die Qual der Wahl. „Ich habe zehn erstklassige Hallenspieler und weitere zehn gute, daraus muss ich ein Team formen“, freut sich Wüst über sein „Luxusproblem“. Denn Akteure wie Som Essomé, Mamoud Ibrahim, Dustin Hoffmann oder Matthias Bloch stehen für Hallenzauber. Marcel Schlomm, der gerade wieder ins Training eingestiegen ist, wird in der Halle noch nicht antreten, dafür ist allerdings Neuzugang Timo Wolter, der vom Platznachbarn Dellwig 10 kommt, bereits spielberechtigt.

Weniger zufrieden war bislang Katernbergs Trainer Sascha Fischer. „Wir haben unsere Hausaufgaben in der ersten Runde noch nicht gemacht, im letzten Spiel gegen Adler Union waren meine Jungs mit den Gedanken wohl schon woanders, so dass wir nach der Niederlage dann nur Dritter geworden sind.“

Katernberg ist gleich gefordert

Diese Runde beginnt für die Sportfreunde mit dem Hammerspiel gegen RuWa Dellwig. „Da werden gleich die Fetzen fliegen. Immerhin passiert dann mal was in der Gruppe“, schmunzelt der Coach. Als Favorit sieht er sein Team nicht. „Ich denke, dass die Dellwiger klar Gruppenerster werden, ich hoffe, dass wir nicht rausfliegen.“ Denn im Gegensatz zu vielen anderen Clubs hat Fischer einige Probleme, überhaupt eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld zu bekommen.

Denn für seine Kicker hat die Rückrunde mit dem Aufstiegskampf Vorrang, und einige wollen sich dem Verletzungsrisiko auf dem Parkett nicht aussetzen. „Mo Basar, einer meiner besten Spieler, will nicht antreten, Niklas Hunder ist krank, und auch der Einsatz von Tobi Buhren ist mehr als fraglich. Mal sehen, wer am Ende aufläuft“. Abschenken will Fischer die Halle aber auch nicht, denn die nächste Runde wäre nach seinen Berechnungen durchaus machbar.

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