Hallenfußball

Hochspannung in Essen in der Gruppe 4

Wer Stadtmeister werden will, muss erst einmal an den Krayer Hallenfußball-Künstlern Ilias Elouriachi (hinten) und Yassine Bouchama (vorne) vorbei, hier versucht es Vladan Velichkovski (SGS) ohne Erfolg.

Wer Stadtmeister werden will, muss erst einmal an den Krayer Hallenfußball-Künstlern Ilias Elouriachi (hinten) und Yassine Bouchama (vorne) vorbei, hier versucht es Vladan Velichkovski (SGS) ohne Erfolg.

Foto: Michael Gohl

essen.   Der SV Burgaltendorf will Geschichte schreiben und zum dritten Mal in Folge gewinnen, trifft aber auf hochkarätige Konkurrenz.

Drei Wochen lang wurde ausgesiebt, so dass von 62 Teilnehmern noch 16 Vertreter übrig sind, die an diesem Wochenende um den Titel der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball kämpfen. Doch wer wirklich ein Wort um die Platzierungsspiele am Sonntag mitreden möchte, der muss erstmal die heutige Platzierungsrunde (ab 13 Uhr) Am Hallo überstehen. Gespielt wird in vier Vierergruppen, der amtierende Champion SV Burgaltendorf hat ein hartes Los erwischt.

Gruppe 1

Mit beiden Oberligisten der Stadt an Bord sollten die Rollen klar verteilt sein. Doch Schonnebeck schickt traditionell die Bezirksliga-Reserve ins Rennen. Der ETB hingegen läuft zwar in Bestbesetzung auf, hat sich bislang aber nicht mit Ruhm bekleckert und konnte das schon in der Zwischenrunde drohende Aus nur dank einer Aufholjagd im letzten Gruppenspiel abwenden. So wittern die Bezirksligisten BW Mintard und SpVgg Steele ihre Chance. „Wir wollen alles mitnehmen, was geht“, kündigte Steeles Co-Trainer Christian Tytlik bereits an. Dafür profitiert Schonnebeck von einem erfahrenen Mann an der Seitenlinie: „Ich spiele die Halle seit 20 Jahren“, erklärt Spvg-Trainer Jerome Hopp, „und weiß daher, alles ist möglich. Vom frühen Ausscheiden bis zum Finaleinzug.“

Gruppe 2

Die in dieser Konstellation ranghöchsten Sportfreunde aus Niederwenigern sollten gewarnt sein: Denn Adler Union hat sich schon in der Vorwoche als Landesligisten-Schreck erwiesen und den VfB Frohnhausen besiegt. Nun freuen sich die Frintroper auf die Endrunde. Trainer Matthias Hülsmann: „Bei der Kälte draußen genießen wir die letzten Auftritte in der Halle.“ Fruchtbarer Boden für ein spannendes Gruppenfinale ist zumindest gegeben: Zum Abschluss steigt das Stadtteilderby zwischen dem SC Frintrop und Adler Union. Als einer von vier verbliebenen A-Ligisten ist die SG Schönebeck laut Trainer Ulf Ripke „natürlich der Außenseiter. Wir werden trotzdem alles geben.“

Gruppe 3

Der FC Kray bringt große Qualität mit und brennt sicherlich auf Rache für die knappe Finalniederlage im Vorjahr. Kampfansagen kommen aber nicht etwa von FCK-Trainer Michele Lepore – sondern von Michael Wüsten: „Wenn ich irgendwo antrete, dann will ich da auch gewinnen“, betont der Trainer der SG Kupferdreh-Byfang. Als Spieler gewann Wüst selbst zweimal den Budenzauber. „Da waren wir aber nie die beste Mannschaft, sondern hatten das Quäntchen Glück auf unserer Seite.“

Der VfB Frohnhausen erfüllte sich im Vorjahr seinen großen Traum und zog erstmals in der Historie in die Finalrunde ein. „Unsere Qualität sollte für die letzten Acht reichen, aber als Landesligist haben wir keinen Freifahrtschein“, sagt Trainer Issam Said. Natürlich wolle er nun um den Titel mitspielen, „aber unser Minimalziel haben wir mit der Endrunde erfüllt.“

Gruppe 4

Das Beste kommt zum Schluss - da hat das Sprichwort mal wieder einen Volltreffer gelandet. Titelverteidiger SV Burgaltendorf bekommt es mit seinem Liga-Rivalen ESC Rellinghausen zu tun. Obendrein mischen die ewigen Geheimfavoriten DJK SF Katernberg sowie RuWa Dellwig aus der Kreisliga A mit.

Burgaltendorf hätte die Chance mit dem dritten Turniersieg am Stück Geschichte zu schreiben. „Um das zu schaffen, müssen aber viele Faktoren zusammenpassen“, betont Trainer Philipp Kruppe immer wieder. Im Hinblick auf die Endrunde sagt er: „Das ist eine mentale Geschichte, die wir hinkriegen müssen. Falls das gelingt, bin ich guter Dinge.“

RuWa-Trainer Hansi Wüst wurde in der Vorwoche vom Hallensprecher liebevoll „Hallenfuchs“ getauft. Ob er seinem neuen Spitznamen nun Folge leistet? „Dafür müssen die Jungs über sich hinauswachsen“, so Wüst. Angst vor den hochkarätigen Gruppengegnern hat er aber nicht: „Nein, das ist eine tolle Gruppe.“

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