Heiko Bonan kehrt zurück

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Der ehemalige Kapitän der Rot-Weißen soll die Mannschaft nun als Trainer wieder in die Erfolgsspur führen. Der 41-Jährige mischte in dieser Saison mit RW Ahlen vorne mit

Heiko Bonan (41) wird neuer Trainer der Rot-Weißen. Ein junger, eher unerfahrener Fußball-Lehrer für einen gestandenen Haudegen wie Lorenz-Günther Köstner. So etwas nennt man Kontrastprogramm. Aber die sportliche Situation hat sich ja auch nach dem Zweitliga-Abstieg am vergangenen Sonntag grundlegend geändert.

"Rot-Weiß Essen gehört in die 2.Liga. Das muss unser Ziel sein", sagte Heiko Bonan - damals! Da kickte er noch für RWE in der Regionalliga und war ein vorbildlicher Kapitän, mit technischer Eleganz und nimmermüdem Einsatz. Zahlen lügen nicht: 85 Punktspiele in Serie bestritt er, ohne eine Minute zu fehlen. 32 für SV Wilhelmshaven, danach 53 für Essen. In seiner ersten Saison an der Hafenstraße (2001/02) wurde der ehemalige Bundesliga-Profi (VfL Bochum, Karlsruhe SC) sogar zum "Spieler des Jahres" der 3. Liga gekürt, aber erst in seinem dritten Jahr schaffte er den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

An einen wie Heiko Bonan erinnern sie sich in Essen natürlich gerne. Er war ein Großer, obwohl er nur 1,70 Meter misst. Und sie werden ihren neuen Trainer willkommen heißen. Ein unverbrauchter Typ, der Hoffnung macht.

Bei der Aufstiegsfeier 2004, es war sein letztes Spiel für Essen, sinnierte Bonan, dass er gerne irgendwann einmal zu den Rot-Weißen zurückkehren würde - als Trainer versteht sich. Mittlerweile ist er Fußball-Lehrer und ebenfalls erfolgreich. Den Lehrgang absolvierte er übrigens gemeinsam mit Olaf Janßen, seinem neuen Sportlichen Leiter.

Dass er gemeinsam mit dem ehemaligen Fußball-Profi Dirk van der Veen den Frauen-Zweitligisten FC Gütersloh 2000 betreute, ist allenfalls eine Marginalie. Danach wechselte er zu den Amateuren von Rot-Weiß Ahlen und betreute die erste Mannschaft als Co-Trainer von Bernhard Dietz. Als dieser zurücktrat, übernahm Heiko Bonan Ende Oktober 2006 die Chefrolle. Und das, obwohl Ahlen den Abstiegsrängen ziemlich nah war. Aber aus 16 Spielen holten die Ahlener unter seiner Regie 33 Punkte und standen sogar einmal auf Rang zwei.

Natürlich wollten die Ostwestfalen ihren Trainer halten. Doch das erste Angebot - so munkelt man - soll ziemlich mies gewesen sein. Seither zögerte Heiko Bonan mit seiner Unterschrift. Und dann kamen die Rot-Weißen. "Er besitzt auf Grund seiner aktiven Zeit eine hohe Anerkennung im Verein und im Umfeld", erklärt Olaf Janßen. Solche Leute kann RWE gut gebrauchen.

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