Regionalliga

Hartes Stück Arbeit für RWE bei Sieg über Fortunas U23

Torjubel zum 1:0 durch Dennis Grote (Mitte), gestern an der Hafenstraße.

Torjubel zum 1:0 durch Dennis Grote (Mitte), gestern an der Hafenstraße.

Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  70 Minuten wehrte sich die U23 von Fortuna Düsseldorf tapfer, ehe sich Rot-Weiss Essen doch mit 2:0 durchsetzte. 5000 Fans waren im Stadion.

Rot-Weiss Essen hat die Aufgabe erledigt und bleibt auf Erfolgskurs. Die Gastgeber besiegten die U23 von Fortuna Düsseldorf verdient mit 2:0 (0:0), aber es war ein hartes Stück Arbeit gegen einen unangenehmen Gegner, der sich beherzt wehrte.

5000 Zuschauer an der Hafenstraße? Früher, vor Corona, eine sehr mäßige Zahl für Essener Verhältnisse. Doch in der neuen Normalität waren die Rot-Weissen begeistert, dass so viele Fans gegen Düsseldorf ins Stadion durften. Erstmals nach sieben Monaten und zwei Tagen, der Stadionsprecher hatte es offenbar genau nachgehalten.

Die Stimmung war gelöst, der RWE-Anhang natürlich bestens gelaunt angesichts der ersten Live-Show nach so langer Zeit. Und er hatte früh den Torschrei auf den Lippen: Kefkirs Einwurf verlängerte Daniel Heber und in der Mitte köpfte Marco Kehl-Gomez den Ball knapp über die Latte (4.).

Düsseldorf diszipliniert und kompakt

Aber so konnte es gehen. Immer wenn es gefährlich wurde, hatten die Gastgeber den Weg über die linke Seite gewählt. Doch zunächst bekam das Publikum Anschauungsunterricht, warum RWE-Trainer Christian Neidhart geahnt hatte, dass seine Mannschaft geduldig sein müsse an diesem Abend.

Die Düsseldorfer, die in fünf Spielen erst einen Gegentreffer hinnehmen mussten, standen diszipliniert und kompakt. Für eine U23-Mannschaft wirkt dieses Team verdammt robust und konsequent im Zweikampf. Wirklich nicht zimperlich die Jungs. RWE hatte Mühe, in die gefährliche Zone zu kommen. Die Mitte war jedenfalls dicht.

Dann unterlief Heber doch ein schlampiger Pass, wenige Sekunden danach war Timo Bornemann in guter Schussposition, scheiterte aber an RWE-Keeper Davari (12). Immer wenn Rot-Weiss über links kam, wurde es brenzlig im Fortuna-Strafraum. Oguzhan Kefkir flankte, Kehl-Gomez kam etwas zu spät (18.), dann zog Simon Engelmann den Ball in die Mitte, wo Joshua Endres um Millimeter zu spät kam und verpasste (20.). Und einen Eckball von links köpfte Dennis Grote an die Latte (35.).

Rot-Weiss Essen macht Druck

RWE hatte Vorteile, mehr Ballbesitz, doch der Gegner blieb gefährlich - die richtige Mischung für ein interessantes Regionalliga-Duell. Eine Riesenchance entwickelte sich dann aber doch über die rechte Flanke fast mit dem Pausenpfiff. Sandro Plechaty ließ seinen Gegenspieler im Strafraum mit einer schönen Finte alt aussehen und war plötzlich in ausgezeichneter Schussposition. Fortuna-Torhüter Dennis Gorka parierte aber.

Die erste Chance nach der Pause war eine Blaupause zum ersten Versuch in Hälfte eins. Kefkir beim Einwurf, Heber verlängert mit dem Kopf, doch Torwart Gorka klärte mit einer waghalsigen Einlage vor Endres (54.). Die Partie wurde nickliger und verbissener in den Zweikämpfen. Schiedsrichter Jäger zog sich bei manchen Entscheidungen den Zorn der Gastgeber zu. Die Gelben Karten sorgten jedenfalls nicht für Ruhe. RWE machte Druck, Düsseldorf wehrte sich.

Als sich Torwart Gorka vom eigenen Kollegen bei der Faustabwehr behindert wurde, passierte es. Grote ging mit all seiner Routine zum Kopfball und hob den Ball mehr als Bogenlampe unhaltbar ins Netz zum 1:0 (70.). Danach war Schicht für Grote, für ihn kam Cedric Harenbrock zu seiner Saison-Premiere. Und der machte den Sack zu. Engelmann verlängerte, frei vor dem Tor ließ sich Harenbrock die Chance nicht nehmen für einen perfekten Einstand und traf zum 2:0 (80.).

RWE: Davari - Plechaty, Heber, Hahn, Grund - Grote (70. Harenbrock), Kehl-Gomez - Endres (66. Dorow), Condé, Kefkir (84. Hildebrandt) - Engelmann (88. Platzek). Schiedsrichter: Jäger. Zuschauer: 5000. Tore: 1:0 Grote (70.), 2:0 Harenbrock (80.).

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