Frauenfußball

Für SGS-Geschäftsführer Zeutschler ist es erstes Revierderby

Es gibt immer etwas zu tun: SGS-Geschäftsführer Florian Zeutschler mit Sielerin Manjou Wilde.

Es gibt immer etwas zu tun: SGS-Geschäftsführer Florian Zeutschler mit Sielerin Manjou Wilde.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Florian Zeutschler, Manager beim Frauenfußball-Bundesligisten SGS Essen, freut sich auf den MSV Duisburg. Gastgeber hofft auf 1500 Zuschauer.

Zweieinhalb Monate ist Florian Zeutschler als Manager beim Frauenfußball-Bundesligisten SGS Essen im Amt. Die Vermarktung des Vereins, Sponsorengespräche, die Weiterentwicklung der Jugend und nicht zuletzt sämtliche Themen in und um die Mannschaft gehören zu seinen täglichen Aufgaben. Doch ein besonderer Höhepunkt steht ihm am Sonntag (14 Uhr, Hafenstr.) bevor: sein erstes Ruhrderby gegen den MSV Duisburg.

„Für mich ist es ja erst das zweite Heimspiel. Aber ich bin bestimmt entspannter als beim ersten“, erklärt Zeutschler. „Aber ganz im Ernst: Man merkt der Mannschaft schon im Training an, dass sie Lust auf dieses Spiel hat.“ Der richtige Rahmen scheint ohnehin bereitet: Der vom DFB ausgerufene „Best Friends Day“ dürfte noch einmal zusätzliche Zuschauer anlocken. Rund 160 Jugendliche haben sich registriert und erhalten eine Freikarte. Ein Fanpaket gibt es obendrauf.

Hohe Zuschauerzahl würde Spielerinnen zusätzlich puschen

„Wir würden gerne die Marke von 1500 Zuschauern knacken“, hofft Essens Manager. Zumal auch von den Gästen einige Schlachtenbummler erwartet werden. „Das wird die Mädels zusätzlich pushen“, erklärt er. Das Derby komme genau zur rechten Zeit. Zumindest für die SGS, die zuletzt im Pokal durch den 5:1-Sieg beim starken Zweitligisten SV Meppen noch einmal Auftrieb bekommen hat. „Vor allem in der zweiten Halbzeit hat unsere Offensive wirklich gut funktioniert“, findet Zeutschler.

Der MSV wird sich dagegen nur ungerne an die vergangene Woche erinnern: Duisburg flog nach einer 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld überraschend aus dem Wettbewerb. In der Liga läuft es kaum besser: Zwei Spiele, null Punkte und bereits acht Gegentore. Die Rollen am Sonntag dürften damit klar verteilt sein. Zumal sich die SGS ohnehin gerne wieder dem oberen Tabellendrittel annähern möchte.

Manager ist positiv überrascht und spürt gute Stimmung

Seine Rolle bei der SGS hat Zeutschler trotz der Kürze der Zeit längst gefunden. Im Verein ist er praktisch schon sein ganzes Leben lang, doch mit dem Wechsel ins Hauptamt betrat er doch ein Stück Neuland. „Bisher bin ich absolut positiv überrascht. Ich habe viele neue Sachen und Menschen kennen gelernt und nehme im Verein sowie außerhalb eine durchweg gute Stimmung wahr“, erklärt er.

Ex-Ruheständler Willi Wißing stand ihm während der ersten Zeit als Ansprechpartner bei der Einarbeitung zur Seite.„Ich stehe auch weiterhin mit ihm im engen Austausch. Aber natürlich bin ich auch ein eigener Typ und gehe meinen Weg“, sagt Zeutschler. Reibungspunkte gebe es deshalb aber keine. Wichtig ist die gemeinsame Basis: „Ich denke, was die Philosophie des Vereins angeht, sind wir alle einer Meinung.“

Nachwuchsförderung ist Lebensversicherung

Als Ausbildungsverein hat die SGS ohnehin ihre Nische gefunden und betreibt die Nachwuchsförderung nicht nebenbei, sondern als sportliche Lebensversicherung. An Arbeit in der Geschäftsführung mangelt es dabei kaum. Als eine intensive Zeit beschreibt der Manager seine ersten Monate, in denen sein Handy kaum mehr stillstand. „Meine Aufgaben sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Täglich gibt es neue Anfragen, die bearbeitet werden müssen.“ So ein Derby kann da fast entspannend wirken. Zumindest am Sonntag kann Zeutschler sich zurücklehnen und die Mannschaft ihren Job machen lassen. Und der heißt: drei Punkte einfahren.

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