Basketball

ETB Wohnbau Miners wollen es bei Heimpremiere besser machen

Naxch wie vor der Hoffnungsträger: Chris Alexander, hier noch im Trikot der ETB Baskets.

Naxch wie vor der Hoffnungsträger: Chris Alexander, hier noch im Trikot der ETB Baskets.

Foto: Michael Gohl / WAZ FotoPool

Essen.  Essener Basketballer empfangen am Freitag in der 1. Regionalliga ambitionierte Gäste aus Ibbenbüren. Zumindest die Einstellung muss stimmen.

Das war schon eine Enttäuschung, dieses 70:94-Debakel zum Auftakt in Leverkusen. Man durfte zwar nicht unbedingt von einer erfolgreichen Erstregionalliga-Premiere für die ETB Wohnbau Miners ausgehen – noch dazu gegen Pro A-verstärkte Bayer Giants – doch von den Essener Basketballern durfte man dennoch mehr: mehr Intensität, mehr Einsatz, mehr Wille zu verteidigen.

Diese Tugenden darf man getrost auch einem neu formierten, jungen Team zuschreiben, auch wenn es spielerisch noch nicht laufen mag. Doch die Miners enttäuschten. Frustriert war auch Head Coach Iria Romaris. Ein schnelles Spiel zu fünft, keine Isolation, vielmehr mit Auge für alle Mitspieler auf dem Feld – das ist das erklärte Ziel, das natürlich noch nicht erreicht sein kann.

Trainerin fordert mehr Einsatz und Willensstärke

Doch Romaris hatte wohlweislich auch die kämpferischen Tugenden betont, mit denen ihre Mannschaft zu Werke gehen müsse – gerade auch in der Defense. Das Team hatte es in Leverkusen nicht umsetzen können. Warum? Das dürfte Thema dieser Woche gewesen sein. „Wir haben ein junges Team, das jede Woche besser werden will“, so Romaris, mit einigen Tagen Abstand milde gestimmt. „Wir wissen, was wir besser machen müssen: Wir brauchen mehr Intensität und Härte. Ja, und teils auch eine andere Körpersprache.“

Die jungen Miners müssen lernen, sich in der Ersten Regionalliga zur Wehr zu setzen. Die Aufgaben werden kurzfristig nicht unbedingt leichter. An diesem Freitag empfangen die Essener zum ersten Heimspiel in der Helmholtzhalle die bringiton Ballers Ibbenbüren (Rosastr., 20 Uhr), am Sonntag geht es dann zur BG Herford (16 Uhr).

Jede Trainingseinheit hilft Chris Alexander weiter

„Unser Team gehört zu den jüngsten der Liga“, erklärt Headcoach Iria Romaris. Viele unserer Spieler agierten erstmals auf diesem Niveau. Romaris sieht Fortschritte, ihre Hoffnungen ruhen vor allem auf Chris Alexander, dem jede Trainingseinheit mit dem neuen Team helfen dürfte, Anschluss zu finden. „Er findet immer besser seine Rolle als Leader unseres Teams“, sagt Romaris zuversichtlich.

Und da ist Radwan Bakkali: Der 2,11-Hühne mit US-College-Erfahrung hatte weite Teile der Vorbereitung aufgrund einer Verletzung verpasst, er holt nun den Trainingsrückstand immer schneller auf und könnte zu einer weiteren dringend benötigten Säule werden. Gerade auch unter den Körben – auch dort hatte der ETB in Leverkusen klar den Kürzeren gezogen.

Die Miners lassen sich aber die Vorfreude auf den Heimauftakt nicht verderben. Über die Helmholtzhalle will sich der ETB – zumindest in dieser Saison – definieren. Eine Halle, in der beispielsweise auch der Nachwuchs spielt. Man will so zeigen, dass der Neustart „aus der Mitte des Vereins“ erfolgt, wie es bei den Miners heißt. Das Duell mit Ibbenbüren ist aber auch ein Spiel, mit dem die Essener zumindest mit einem couragierten Auftritt die schwache Leistung von Leverkusen vergessen machen müssen.

Eine leichte Aufgabe ist es nicht: Ibbenbüren gehört – wie Herford am Sonntag – zum Kreis der Topteams der Liga, die Münsterländer feierten zum Auftakt einen 88:79-Erfolg gegen die ebenfalls ambitionierte BG Hagen.

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