Fußball Oberliga

ETB Schwarz Weiß steckt in der Abwärtsspirale fest

Da nahm das Unheil seinen Lauf: Als die Düsseldorfer nach einer Ecke in Führung gingen, konnte Robin Walter dem Ball nur noch hinterher schauen.

Da nahm das Unheil seinen Lauf: Als die Düsseldorfer nach einer Ecke in Führung gingen, konnte Robin Walter dem Ball nur noch hinterher schauen.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Beim 2:3 gegen TuRu Düsseldorf gab es die fünfte Niederlage in Folge für den ETB. Schonnebeck müht sich zum 2:1-Arbeitssieg über den VfB Hilden.

ETB Schwarz Weiß – TuRu Düsseldorf 2:3 (0:1). Der ETB ist in einer Abwärtsspirale, aus der es momentan offenbar kein Entrinnen gibt, das Team von Trainer Ralf vom Dorp bezog die fünfte Niederlage in Folge. Mit dem wirklich letzten Aufgebot gingen die Platzherren in diese wichtige Partie: Kapitän Sebastian Michalsky kam vom DFB-Trainerlehrgang nicht rechtzeitig zurück, auch Ribene Nguanguata (Hüftprellung) ergänzte die ellenlange Verletztenliste.

Der ETB kam wie zuletzt eigentlich gut ins Spiel, hatte mehr Anteile und kombinierte bis zum Strafraum ideenreich. Und nach 19 Minuten gab es sogar Torjubel, als nach einer Ecke Lennard Maßmann und Mohamed Cissé den Ball über die Linie stocherten. Aber der Schiedsrichter hatte was zu kritisieren, das Tor wurde wieder aberkannt.

Vier Minuten später schlug es auf der Gegenseite ein, nach Ecke kam Ozan frei zum Kopfball: 0:1. Nun nahm das Unheil seinen Lauf, die Schwarz Weißen wurden immer nervöser und leisteten sich haarsträubende Stockfehler. Als man nach der Pause noch mal alles versuchen wollte, traf Tim Klefisch (48.) herrlich in den Knick, als Robin Walter im Mittelfeld weggerutscht war. Und beim 0:3 durch Munoz-Bonilla (61.) leistete sich der diesmal indisponierte Ismail Remmo einen Bock im Mittelfeld. Dass Paul Voß (79.) und Cissé (92.) noch auf 2:3 verkürzten, beschönigte nur noch das Ergebnis. „Jetzt wird es für manche natürlich auch eine Kopfsache, ich brauche nun Spieler auf dem Platz, die die Ärmel hochkrempeln“, meinte Trainer vom Dorp und ist erst einmal froh, dass Mittwoch in Meerbusch Michalsky und Dominik Reichardt zurückkehren.

ETB: Lenz, Sahin, Neuse, Voß, Pöhlker, Maßmann, Cisse, Walter (75. May), Remmo (63. Aliu), Prince (78. Celik), Mumcu.
Tore: 0:1 Ozan (23.), 0:2 Klefisch (48.), 0:3 Munoz (61.), 1:3 Voß (79.), 2:3 Cisse (92.).

Spvg Schonnebeck - VfB Hilden 2:1 (1:0). Die Spielvereinigung Schonnebeck ist mit einem Erfolgserlebnis aus der Corona-Zwangspause gekommen. Gegen den VfB Hilden siegte die Mannschaft von Trainer Dirk Tönnies mit 2:1. Ein Arbeitssieg, wie es Tönnies am Ende nannte. Er war mit der Leistung seines Teams nicht zufrieden: „Es war schwierig. Wir haben keinen guten Fußball gespielt und so den Gegner am Leben gehalten.“

Am Ende waren es zwei Tore von Kai Nakowitsch, die den Schwalben die Punkte eingebracht haben. Beide Tore fielen jeweils nach Standards, womit sich der Coach sehr zufrieden zeigte: „Das erste haben wir genau so am Freitag noch einstudiert. Beim zweiten haben sie sich kurzfristig abgesprochen. Das hat dann geklappt, aber ansonsten war es nicht gut.“

Schließlich hatte beim Stand von 2:1 Georgios Ketsatis gar noch einen Elfmeter verschossen. Bosnjak war zuvor gefoult worden. „Es war sinnbildlich, dass er den Deckel nicht draufmacht“, haderte Tönnies. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Hildens Talha Demir ebenfalls mit einem Strafstoß erzielt. Jason Prodanovic hatte Hildens Pascal Weber gelegt.

In der Tabelle kletterten die Schonnebecker damit immerhin auf Rang elf. Tönnies erhofft sich dadurch auch einen Aufschwung für die nächsten Wochen. Am Donnerstag geht es zu Union Nettetal: Schonnebecks Coach: „Wenn wir da bestehen und danach gegen Niederwenigern, sieht das Bild anders aus. Dann haben wir auch eine gewisse Distanz nach unten.“

Spvg Schonnebeck: Sprenger - Prodanovic (51. Sarr), Williams, Nakowitsch (86. Kilav), Ketsatis - Bachmann, Barra - Skuppin, Bosnjak, Abrosimov - Williams (73. Yerek).
Tor: 1:0 Nakowitsch (30.), 1:1 Demir (49., Foulelfmeter), 2:1 Nakowitsch (55.).
Zuschauer: 98. Besonderes Vorkommnis: Ketastis verschießt Foulelfmeter (65.).

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