Jugendfußball

ETB Schwarz-Weiß Essen setzt verstärkt auf den Nachwuchs

Der ETB will sich künftig verstärkt um den eigenen Nachwuchs kümmern. Hier eine Szene aus der vergangenen Saison.

Der ETB will sich künftig verstärkt um den eigenen Nachwuchs kümmern. Hier eine Szene aus der vergangenen Saison.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Fußball-Oberligist ETB Schwarz-Weiß ändert die Strukturen. Mit intensiverer Förderung sollen Talente ans Oberliga-Niveau herangeführt werden.

Der Fußball-Oberligist ETB Schwarz-Weiß erlebt aktuell eine grundlegende Veränderung der eigenen Strukturen und der Vereinskultur. Karl Weiß, der neue Sportliche Leiter, hat bereits darauf hingewiesen, dass der Club in den kommenden Jahren verstärkt auf die eigene Jugend bauen wird.

Ein Zeichen haben sie bereits gesetzt und fünf A-Jugendlichen einen Vertrag für den Oberliga-Kader gegeben. Beim Testspiel gegen Rot-Weiß Essen lief vermutlich die jüngste ETB-Mannschaft der Vereinsgeschichte auf. Der Sportliche Leiter Nachwuchs (U14-19), Giovanni

, betont außerdem: „Wir beobachten unsere Jungs ganz genau. Und mit den Verantwortlichen der ersten Mannschaft sind wir sowieso permanent im Austausch.”

Möglichst viele Talente an die erste Mannschaft heranführen

Primäres Ziel ist es, so viele Talente wie möglich zu fördern und an die erste Mannschaft heranzuführen. Der Fokus richtet sich dabei auf die U17 und U19, weil der Erwachsenbereich nicht mehr fern ist. Klar ist aber, dass der Verein seine Talente langfristig binden müsste. Spieler, die umworben werden, brauchen auch eine gute Perspektive.

Die A-Jugend hat den Klassenerhalt in der Niederrheinliga geschafft. Sie setzte sich in der Qualifikation durch und startet am 1. September mit einem Heimspiel gegen den TSV Meerbusch. Zu den Liga-Favoriten zählen Bundesliga-Absteiger RWE und KFC Uerdingen. Auch mit dem 1. FC Mönchengladbach ist zu rechnen. Laut Fußballportal FuPa.net zählt auch die U19 des ETB zu den Mitfavoriten. „Man darf sich davon nicht blenden lassen, da müsste schon viel passieren“, relativiert Giovanni Fede. Trotz guter Verstärkungen (unter anderen kamen drei Spieler von RWE und drei aus Ratingen) sehen sie am Uhlenkrug RWE als Titelanwärter Nummer eins.

ETB U17 will sich vor den großen Namen nicht verstecken

Auf mehr Konkurrenz im Kampf um die ersten Plätze muss sich die U17 des ETB einstellen. In MSV Duisburg, Rot-Weiss und Rot-Weiß Oberhausen trifft sie gleich auf drei Clubs, die ein Nachwuchsleistungszentrum besitzen. „Doch vor den großen Namen dürfen wir uns nicht verstecken, und das müssen wir auch nicht”, sagt Trainer David Steuke. „Druck haben Duisburg und RWE. Die müssen aufsteigen, wir dagegen können befreit aufspielen.”

Gleichwohl fühlen sich die Schwarz-Weißen gerüstet, haben sich ordentlich verstärkt. Unter den Neuzugängen sind fast nur Spieler, die im Vorjahr als Jungjahrgang in der Niederrheinliga spielten. Als Ziel gilt dennoch - wie jedes Jahr - der Klassenerhalt ohne nervenaufreibende Qualifikation. Sowohl Trainer Steuke als auch die Mannschaft sind motiviert, die Vorjahresplatzierung (Platz fünf) zu bestätigen. „In der U17-Niederrheinliga“, meint Steuke, „kann man gegen jeden gewinnen und gegen jeden verlieren.“

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