Basketball

ETB Baskets sind beim Heimspiel gegen Münster in der Pflicht

Adrian Lind (ETB) gegen Ryan Patrick Logan (Wedel) Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Adrian Lind (ETB) gegen Ryan Patrick Logan (Wedel) Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Foto: Michael Gohl

Essen.   Schlusslicht hat erst zwei Siege eingefahren. Erfahrene Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen. Trainer Stachula genießt Vertrauen.

Die Rote Laterne leuchtet weiter in Essen: Nach zehn Spieltagen hat Basketball-Zweitligist (Pro B) ETB ganze zwei Siege auf dem Konto, es ist ein aussagekräftiges Bild, das die Tabelle vermittelt. Zwar unterlag das Team von Headcoach Philipp Stachula oftmals nur knapp, die Lage jedoch allein an fehlendem Matchglück festzumachen, wäre zu oberflächlich gedacht. Denn auch die Statistik weiß die bislang dürftige Ausbeute an Erfolgserlebnissen zu begründen.

Da ist zum einen der Durchschnitt an erzielten Punkten: Mit 71,6 Zählern kann der ETB derzeit nur Dresden hinter sich lassen. Spitzenreiter Iserlohn kommt auf 84 Punkte im Schnitt – Bestwert.

Quote bei Zwei-Punkte-Versuchen ist schlechteste der Liga

Der Blick auf die Wurfquote: Nur 46 Prozent der Zwei-Punkte-Versuche fallen im Schnitt, damit sind die Essener in dieser Kategorie Schlusslicht der Liga. Immerhin treffen die Wohnbau Baskets 33,3 Prozent der Würfe von Downtown (Platz zwei), doch das kann das Bild nur wenig aufhellen: Mit 41,8 Prozent getroffener Würfe aus dem Feld insgesamt landet das Team nur auf dem drittletzten Platz.

Gepaart mit einer ebenso unterdurchschnittlichen Bilanz bei den Rebounds ergibt dies eben eine gefährliche Gemengelage: 35,1 Rebounds holt der ETB im Schnitt pro Spiel, nur Schwelm hat weniger (34,8). Hoffnung machen zwei Dinge: Zum einen beweisen 17,2 Assists im Schnitt pro Spiel, dass man zusammen Basketball spielen kann. Und auch hinsichtlich der Statistiken driftet die Liga nicht allzu weit auseinander – generell gilt: Der Zug ist noch nicht abgefahren, doch die Schwarz-Weißen sollten langsam mal einsteigen.

Trainer Philipp Stachula genießt nach wie vor das Vertrauen

Noch ist es ruhig Am Hallo. Philipp Stachula genießt das Vertrauen der Verantwortlichen. Tatsächlich ist die Mannschaft ja konkurrenzfähig: Wedel (2.) wurde deutlich bezwungen, Iserlohn (1.) und Bochum (3.) hatte man sich nur knapp geschlagen geben müssen. Aber genau das ist das Problem: Es sind die vielen knappen Niederlagen. Und hier dürfen sich vor allem die mit großer Erfahrung ausgestatteten Akteure verstärkt einbringen: Es sind Spieler wie Patrick Flomo (langjähriger Bundesliga-Profi) oder AC Calvin (zuletzt mit Quakenbrück in die Pro A aufgestiegen), die vorangehen und in der Crunch Time Verantwortung übernehmen und ausfüllen müssen. Das war bislang allerdings zu wenig der Fall.

Neuling reist mit ausgeglichener Bilanz an

An diesem Samstag nun empfangen die Essener den starken Aufsteiger aus Münster (19.30 Uhr, Am Hallo) der mit einer ausgeglichenen Bilanz (5:5) als Achter anreist. Nach einem – aufgrund von Verletzungssorgen – saftlosen Auftritt in Bernau (59:69) hofft ETB-Headcoach Stachula mit einem genesenen Kader auf mehr Energie. „Wir müssen produktiver in der Offense werden und die Defense weiter stabilisieren“, so Stachula. Und weiter: „Die angeschlagenen Spieler sind zurück und wir wollen dort ansetzten, wo wir gegen Wedel und Bochum aufgehört haben. Letzte Woche war es durch die Ausfälle eher schwierig, wir wollen nun den Rhythmus aufnehmen.“

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