Schwimmen

Essenerin Lisa Höpink setzt bei German Open Akzente

Lisa Höpink von der SGE zeigte bei den German Open im Schwimmzentrum Rüttenscheid eine starke Leistung.

Lisa Höpink von der SGE zeigte bei den German Open im Schwimmzentrum Rüttenscheid eine starke Leistung.

Foto: Thomas Stuckert

Essen.   Bei den German Open in Rüttenscheid zeigt Ausrichter SG Essen gute Leistungen. WM-Normen wurden aber nicht mehr geknackt.

Die Besetzung war erstklassig, die Leistungen beachtlich, aber trotz allem nicht gut genug, um auf den letzten Drücker noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Bei den German Open, die von der Startgemeinschaft Essen im Schwimmzentrum Rüttenscheid ausgerichtet wurden, hatte die nationale Elite die ultimativ letzte Chance, sich doch noch für die Titelkämpfe im südkoreanischen Gwangju (21.-28.Juli) zu qualifizieren.

Unterm Strich bleibt das WM-Aufgebot aber so, wie es sich schon vor dem Event in Essen darstellte. Dazu gehören die Essener Marius Kusch, Max Pilger, Damian Wierling und Poul Zellmann, wobei nur Zellmann und Wierling als Lokalmatadore in Rüttenscheid dabei waren, und das auch noch auf für sie ungewohnten Strecken. Max Pilger trainiert derzeit in Australien, Kusch schwimmt und studiert wie gehabt in den USA.

Es bleibt dabei: Vier Essener starten bei der WM

Lisa Höpink (20) wäre eine Kandidatin gewesen. Sie hatte sich ungemein gesteigert in dieser Saison und dann bei der Qualifikation ganz viel Pech: Um zwei Hundertstelsekunden verpasste Höpink die WM-Norm für die 100-m-Freistilstaffel, war „nur“ Fünftbeste in Deutschland. Beim Swim Cup in Eindhoven kam Lisa Höpink über die 100-m-Schmetterling mit persönlicher Bestzeit bis auf eine halbe Sekunde an die Norm für Gwangju heran (57,90), doch mehr ging nicht. Sie siegte zwar ungefährdet, konnte sich aber nicht verbessern (59,38 Sek.).

Nicole Endruschat, Cheftrainerin am Bundesstützpunkt Essen, bilanzierte: „Ich bin zufrieden mit den Leistungen meiner Athleten, sie haben sich gut präsentiert, wenn man bedenkt, dass der Wettkampf aus dem vollen Training heraus absolviert wurde. Schade nur, dass Alice Ruhnau und Anna Kroniger es nicht geschafft haben, die erhofften Normen für die Universiade zu schwimmen.“

Essener Leistungszentrum schließt für fünf Monate

Ebenfalls sehr zufrieden zeigte sich Bernhard Gemlau, SGE-Vorsitzender und Cheforganisator: „Wie mir von vielen Seiten bestätigt wurde, waren die German Open eine glanzvolle Abschiedsveranstaltung im Schwimmzentrum Rüttenscheid vor der fünfmonatigen Schließung.“ Das Bad wird nun renoviert. Für die SG Essen war es die vierte Großveranstaltung innerhalb von vier Monaten. „Deshalb bin ich dem Organisationsteam besonders dankbar, dass alles reibungslos ablief und die Deutsche Schwimm-Elite sich in Essen wieder mal sehr wohlfühlte.“

Der deutsche Nachwuchs gab ebenfalls in ganzer Stärke eine Kostprobe seines Könnens. Doch auch dort hieß es am Ende wie bei den Etablierten: Niemand konnte sich sozusagen noch auf der letzten Bahn für die Jugend-Europameisterschaften (1.-7. Juli) in Kazan/Russland qualifizieren.

Unmittelbar nach den German Open machten sich die Asse der SG Essen wieder an die Arbeit. Mit dem Flieger ging es in den Süden nach Teneriffa zu einem zweiwöchigen Trainingslager.

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