Frauenfußball-WM

Essenerin Lea Schüller kann sich mit ihrer Rolle anfreunden

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit Lea Schüller auf dem Weg zur Pressekonferenz.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit Lea Schüller auf dem Weg zur Pressekonferenz.

Foto: Sebastian Gollnow

Grenoble.  Die Stürmerin des Frauenfußball-Erstligisten SGS Essen ist bisher zweimal eingewechselt worden. Allerdings steht vor ihr eine besondere Spielerin.

Zwei WM-Einsätze hat sie schon hinter sich: Lea Schüller gilt als eine der großen Offensivhoffnungen im deutschen Frauenfußball. Die Spielerin der SGS Essen wurde im Turnier der Weltbesten in Frankreich jeweils eingewechselt: beim 1:0 gegen China in der 86. Minute, beim 4:0 gegen Südafrika in der 66. Minute. An diesem Samstag geht es für die deutschen Frauen im Achtelfinale in Grenoble gegen Nigeria (17.30 Uhr/ZDF).

Gemeinsam im Hotel vor dem Fernseher gesessen

Zuvor musste das deutsche Frauen-Team um Lea Schüller aber vor allem eines: warten. „Wir haben alle gemeinsam die letzten Gruppenspiele im Hotel verfolgt und gerätselt, wer weiterkommt“, erzählt die 21-Jährige. Am Ende war es Nigeria, das sich als einer der besten Gruppendritten noch für das Achtelfinale qualifizieren konnte. „Aber am Ende ist es auch egal, denn wir müssen eh gewinnen“, sagt Schüller, „egal ob es nun gegen Nigeria geht oder ob wir auf Brasilien getroffen wären.“

Mit ihrer Rolle als Ergänzungsspielerin ist Schüller nicht unzufrieden. „Ich habe meine Rolle auch vor der WM als die eines Jokers gesehen, nicht unbedingt als Stammkraft. Darauf war ich also vorbereitet.“ Die WM findet in dem Land statt, in dem Schüller als Siebenjährige ihre Liebe zum Fußball entdeckte. Beim Frankreich-Urlaub 2004 sah sie die Europameisterschaft, „und danach wollte ich unbedingt selbst Fußball spielen. Also wurde ich in einem Verein angemeldet.“

In 83 Erstliga-Spielen 32 Tore erzielt

In ihren 83 Bundesligaspielen für Essen hat Schüller 32 Tore erzielt. „Klar würde ich jetzt bei der WM gerne spielen, wie alle anderen meiner Mitspielerinnen auch“, sagt die angehende Wirtschaftsingenieurin. „Aber man muss immer positiv bleiben und bereit sein, wenn man dann tatsächlich eingewechselt wird.“ Vor ihr steht aber immerhin Alexandra Popp. „Eine super Spielerin“, findet Schüller, „erfahren und Kapitänin.“

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