Ringen

Ertugrul Agca vom TV Dellwig ist Deutscher Meister

Die erfolgreichen Dellwiger Ringer: (hinten v.l.): Ekrem Gülönü, Hamzat Awtaew, Trainer Björn Holk; (vorn v.l.): Ramzan Awtaew, Betreuer Hasan Agca, der Deutsche Meister Ertugrul Agca und Betreuer Yasin Agca.

Die erfolgreichen Dellwiger Ringer: (hinten v.l.): Ekrem Gülönü, Hamzat Awtaew, Trainer Björn Holk; (vorn v.l.): Ramzan Awtaew, Betreuer Hasan Agca, der Deutsche Meister Ertugrul Agca und Betreuer Yasin Agca.

Foto: TVD

Essen.   Ringer-Oberligist TV Dellwig holt bei den nationalen Titelkämpfen einmal Gold und einmal Bronze. In der Teamwertung sind die Essener vorn dabei.

Der TV Dellwig kämpft zwar nur in der Ringer-Oberliga, aber er hat in Ertugrul Agca einen Deutschen Meister in seinen Reihen. Überhaupt waren es überaus erfolgreiche Titelkämpfe für die Dellwiger im saarländischen Riegelsberg, denn zudem gewann Ramzan Awtaew (-65 kg) Bronze, Hamzat Awtaew wurde Fünfter und Ekrem Gülönü belegte Rang 14. In der Mannschaftswertung belegten die Essener Platz vier.

In drei Kämpfen nur einen technischen Punkt abgegeben

Ertugrul Agca gab bei seinen drei Kämpfen in der Klasse bis 92 Kilogramm nur einen technischen Punkt ab. Im ersten Kampf musste sein Gegner Daniel Piro vom gastgebenden KV Riegelsberg verletzungsbedingt aufgeben. Im Halbfinale wartete der ehemalige Deutsche Juniorenmeister Andre Timofeev (Neckargartach), den Ertugrul mit einer taktischen Meisterleistung mit 3:0 besiegte.

Im Finale kam es zu einer Neuauflage des Endkampfes der Deutschen Juniorenmeisterschaften. Johannes Mayer (ATSV Kelheim) verlangte Agca wie damals alles ab. Der Essener aber wartete geduldig auf seine Chancen, um schließlich die Punkte zu machen. Am Ende stand ein souveräner 9:1-Sieg und der erste Deutsche Meistertitel bei den Männern.

Gleich im ersten Kampf Duell mit dem Deutschen Meister

Der Wettbewerb in der Klasse bis 65 kg hatte es ebenfalls in sich. Der Dellwiger Ramzan Awtaew traf gleich im ersten Kampf gegen den Deutschen Meister von 2015 und 2016 und letztjährigen Drittplatzierten Manuel Wolfer (TuS Adelhausen/Südbaden). In einem packenden Duell besiegte er den Favoriten mit 8:2. Im nächsten Duell traf Awtaew auf den Deutsche Juniorenmeister Leon Gerstenberger (AB Wurmlingen/Württemberg). Ramzan behielt auch hier die Oberhand und gewann mit 4:1.

Unglücklich auf den Schultern gelandet

Im Halbfinale unterlag Awtaew dem Titelverteidiger. Gegen Valentin Seimetz vom KSV Köllerbach (Saarland) landete er unglücklich auf den Schultern. Im Kampf um Platz drei wurde es gegen Enes Akbulut (ASV Hof/Saale) wieder spannend. Ramzan bezwang den Bayern äußerst knapp mit 5:4 und sicherte sich die Bronzemedaille.

Über Hoffnungsrunde zum Kampf um Platz drei

In der Klasse bis 70 kg startete Hamzat Awtaew gegen Ali Can Cakici (SV Nackenheim) souveränen mit einem Sieg durch technische Überlegenheit, verlor aber seinen zweiten Kampf gegen Adrian Wolny (RKG Freiburg). Da dieser das Finale erreichte, durfte der Essener die Hoffnungsrunde bestreiten. Dort behauptete er sich gegen Andre Wuchenauer (Unterelchingen) und kämpfte um Bronze. Dort verlor er klar mit 2:9 gegen Luca Megerle (ASV Urloffen).

Weitere Medaillen für den Ringerverband NRW

Aber nicht nur die Essener sammelten Medaillen für den Ringerverband NRW. Nina Hemmer vom AC Ückerath und Aline Rotter-Focken vom KSV Krefeld wurden in den Klassen -53 kg bzw. -76 kg Deutsche Meisterinnen, Purya Jamali-Esmaeili-Kandi (TV Aachen-Walheim) errang den Vize-Titel (-61 kg).

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