Schwimmen

Endspurt um die WM-Tickets für die Asse der SG Essen

Der Deutsche Meister Damian Wierling von der SGE muss bei der WM-Qualifikation noch zulegen.Foto: dpa

Der Deutsche Meister Damian Wierling von der SGE muss bei der WM-Qualifikation noch zulegen.Foto: dpa

Essen.   In Stockholm haben die SGE-Asse am Wochenende die letzte Chance, die Qualifikationsnormen zu erfüllen. Lisa Höpink sucht in Eindhoven ihr Glück.

Die Entscheidung naht. Dabei oder nicht dabei? Das ist hier die Frage. Für die Schwimm-Asse der Startgemeinschaft Essen (SGE) entscheidet sich an diesem Wochenende, ob sie im Juli bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju starten dürfen. In Stockholm haben Damian Wierling, Poul Zellmann und Max Pilger die letzte Chance, die WM-Norm zu knacken oder sich zumindest für einen Einsatz in der Staffel zu empfehlen. Lisa Höpink wiederum sucht ihr Glück in Eindhoven. Das Zeitfenster für die Qualifikation schließt Ende dieses Monats.

Zeitfenster für Qualifikation schließt Ende April

Damian Wierling ist der mit Abstand schnellste deutsche Freistilschwimmern. Im vergangenen Jahr verteidigte er bei den Deutschen Meisterschaften seine Titel über 50 und 100 Meter. Und danach bei der EM in Glasgow sicherte er der deutschen Lagen-Staffel mit einem furiosen Finish die Bronzemedaille. Im Deutschen Schwimmverband wissen sie genau, was der junge Mann drauf hat.

Doch das alles wird ihm nichts nutzen, wenn er nicht liefert. Und der Essener tut sich schwer in diesem Jahr, seine Form zu finden. Die Erklärung ist simpel: Wierling hatte in seiner Freizeit nur Fußball gespielt und sich dabei am Sprunggelenk verletzt. Und diese Zwangspause im Winter wirkt sich bis heute aus.

Trainingsrückstand wirkt sich noch immer aus

Der lädierte Knöchel ist noch immer dick und schmerzt vor allem nach hohen Belastungen. „Damian versucht, das alles auszublenden“, sagt Nicole Endruschat, Cheftrainerin am Bundesstützpunkt in Rüttenscheid. Doch ein Blick auf die Stoppuhr reicht. „Er muss in Stockholm noch eine ganze Schippe drauflegen“, weiß Nicole Endruschat.

Bei den „Swim&Fun Days“ der SGE im März wurden die Probleme offensichtlich. Über die 50 Meter war Wierling langsam, richtig langsam für seine Verhältnisse, daran änderte auch Platz eins nichts. Die Analyse ergab, dass ihm vor allem auf den ersten 15 Metern das Tempo fehlte, dort, wo die Beine mit kräftigen Delphinschlägen für Schub sorgen sollen. „Der Trainingsrückstand lässt sich nicht wegdiskutieren“, sagt Endruschat. Die WM-Einzelnorm über 100-Meter wäre normalerweise das Ziel gewesen, aber unter den gegebenen Umständen würde dem SGE-Ass ein Staffelplatz erst einmal reichen. Vor einer Woche in Den Haag wurde Wierling mit 49,78 Sekunden Fünfter (Norm: 48,5 Sek.).

Unter Druck steht auch Poul Zellmann. In Den Haag gewann er zwar über 400-Meter-Freistil mit Meeting-Rekord, doch von der WM-Norm war er weit entfernt. Deshalb wird sich Zellmann in Stockholm ganz auf die 200-Meter-Freistil konzentrieren. In Den Haag wurde er dort in 1:48,47 Minuten Zweiter (Norm: 1:46,70 Min.), für einen Platz in der 4x200-m-Staffel des DSV sollte es reichen.

In Sichtweite zur WM-Norm ist Max Pilger, ihm fehlte in Holland etwas weniger als eine Sekunde für die Qualifikation. Der beste Deutsche über diese Distanz ist Marco Koch. Der Ex-Weltmeister und Weltrekordler hat das WM-Ticket bereits gebucht. Pilger kämpft nun an diesem Freitag in Schweden um den zweiten Startplatz.

Lisa Höpink von der SG Essen zeigte in Den Haag eine sehr gute Leistung über 100-Meter-Schmetterling und blieb in 58,7 Sekunden erstmals unter der 59-Sekunden-Marke. Für einen Platz in der WM-Lagen-Staffel wird sie aber hart kämpfen müssen. Schon vor einer Woche war Angelina Köhler (Hannover) eine Zehntelsekunde schneller gewesen. Die mehrmalige Deutsche Meisterin Alexandra Wenk (München) mischt auch noch mit und zum Fernduell tritt am Wochenende Aliena Schmidtke in Richmond (USA) an.

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