Rhönradturnen

Elite kämpft am Samstag in Kupferdreh um die DM-Titel

Ein starkes Team: Ida Glingener, Tami Süßelbeck, Finja Süßelbeck, Fabienne Beckmann und Lisa Rohde. Es fehlt Lea Adding (alle SG Heisingen).

Ein starkes Team: Ida Glingener, Tami Süßelbeck, Finja Süßelbeck, Fabienne Beckmann und Lisa Rohde. Es fehlt Lea Adding (alle SG Heisingen).

Foto: Jochem

Die SG Heisingen hat am Wochenende die 50 besten deutschen Turnerinnen und Turner zu Gast. Wettkampf ist eine Mischung aus Artistik und Anmut.

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Rhönradturnen ist zwar nur eine Sportart am Rande und selbst dort noch ein ziemlicher Exot, aber auch diese Disziplin hat was Spezielles. Wenn am kommenden Samstag die besten deutschen Turnerinnen und Turner nach Essen kommen, dann wird es spektakulär und spannend, dann gibt’s garantiert viel zu sehen und zu bestaunen. Die SG Heisingen richtet an diesem Samstag in Kupferdreh (Prinz-Friedrich-Platz) die Deutschen Meisterschaft aus und hat dort rund 50 Frauen und Männer zu Gast. Für die Zuschauer ist der Eintritt frei.

Vor einem halben Jahr hat sich der Verein beim Verband um die Ausrichtung dieser Titelkämpfe beworben und den Zuschlag bekommen. „Wir haben Erfahrung in diesen Dingen“, sagt die Vorsitzende Stefanie Jochem und klingt dabei auch ziemlich entspannt. „Bei uns haben schon einige Deutsche Meisterschaften und WM-Qualifikationen stattgefunden.“ Erst im vergangenen Jahr kämpfte der Rhönrad-Nachwuchs in Essen um die DM-Titel.

Gastgeber SG Heisingen schickt fünf Turnerinnen ins Rennen

Aber die SG Heisingen ist nicht nur Gastgeber und organisiert, sondern allein fünf der 24 Turnerinnen sind Lokalmatadore. Bei den Norddeutschen Meisterschaften war den Heisingerinnen bereits ein sensationeller Auftritt gelungen. Ida Glingener gewann in Kirchwehye bei Bremen den Norddeutschen Titel, Lisa Rohde holte Bronze, Finja Süßelbeck und Fabienne Beckmann kamen unter die Top-Ten.

Darüber hinaus wird bei der DM auch Lea Adding an den Start gehen, die ebenfalls zum A-Kader zählt. Tami Süßelbeck muss sich noch ein wenig gedulden. Das Zeug dazu, in der Bundesklasse zu starten, hätte sie aber, schließlich turnte sie im Vorjahr bei der Jugend-DM.

Ziel der ehrgeizigen Essenerinnen ist auf jeden Fall eine Platzierung unter den ersten Zehn, womit sie für den Nationalkader qualifiziert wären. Diese Nominierung berechtigt wiederum zur Teilnahme an den Qualifikationswettkämpfen für die Weltmeisterschaft 2020 in New York. Ein lohnendes Ziel also. „Und auch machbar“, meint Stefanie Jochem, die das Trainerteam bei der Sportgemeinschaft leitet.

Mehrkampf starten am Samstag um 11 Uhr

Am Samstag geht es um 11 Uhr los mit dem Mehrkampf. Dort präsentieren die Sportlerinnen und Sportler ihre Kürabfolgen in drei verschiedenen Disziplinen. Die Punkte werden am Ende addiert. Zu diesem komplexen Wettbewerb gehört der Sprung, bei dem eine Saltokombination vom Rhönrad auf eine Weichbodenmatte gezeigt wird. Dann folgt das Spiraleturnen. Laut Jochem „eine atemberaubende Disziplin, die Schwindelgefühle beim Publikum auslösen könnte“. Die Turner absolvieren artistische Übungen in ihrem Rad, während dieses auf nur einem Reifen im Kreis rollt.

Geradeturnen ist die Königsdisziplin

Und schließlich folgt die Königsdisziplin, das Geradeturnen zur Musik. „Eine Kombination aus Höchstschwierigkeiten, Kreativität und tänzerischen Passagen, alles abgestimmt auf die jeweilige Musik des Turners“, beschreibt Stefanie Jochem. Die jeweils besten sechs Sportler in jeder Disziplin dürfen am Abend (18.30 Uhr) bei den Finalwettkämpfen in den Einzeldisziplinen um die Titel kämpfen.

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