Innogy Marathon

Elias Sansar läuft am Baldeneysee zum dritten Sieg in Serie

55. Marathon Essen, Rund um den Baldeneysee. Der Startschuss erfolgte am 8.10. 2017 um 10 Uhr an der Freiherr-vom-Stein-Straße 206a. Auf dem Foto: Elias Sanar (Gewinner Herren). Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Foto: Michael Gohl

55. Marathon Essen, Rund um den Baldeneysee. Der Startschuss erfolgte am 8.10. 2017 um 10 Uhr an der Freiherr-vom-Stein-Straße 206a. Auf dem Foto: Elias Sanar (Gewinner Herren). Michael Gohl / FUNKE Foto Services Foto: Michael Gohl

Rund 3000 Teilnehmer starteten beim Essener Marathon. Trotz schlechten Wetters konnte Gastgeber Tusem Essen mit der Resonanz zufrieden sein.

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Eigentlich lief es beim Innogy-Marathon „Rund um den Baldeneysee“ wie gewohnt. Die 55. Auflage zeigte einmal mehr, warum der bundesweit älteste Marathon einen prächtigen Ruf bei Amateur-Läufern aus ganz Deutschland genießt. Ausrichter Tusem Essen organisierte traditionell ein sympathisches Event, bei dem das Wohl der Läufer und Zuschauer an erster Stelle steht. Einzig das Wetter überraschte am Sonntagmittag. Nach ständigen Schauern an den vergangenen Tagen stoppte der Regen bereits kurze Zeit nach dem Startschuss, und pünktlich zum Zieleinlauf lachte sogar die Sonne über dem Regattahaus.

Vertrautes Bild auf der Strecke

Auf der Strecke bot sich ebenfalls ein vertrautes Bild. Im dritten Jahr in Serie war es Elias Sansar (Lage-Detmold) vorbehalten, das blaue Zielband zu durchtrennen. Genau 2:24:16 Stunden benötigte er für zwei See-Umrundungen. „Ich bin sehr erleichtert, dass ich den Lauf gesund zu Ende gebracht habe“, freute sich der Triple-Sieger, der wenige Augenblicke nach dem Lauf so fit wirkte, als stünde das Rennen noch bevor. „Jetzt geht es erstmal unter die Dusche, danach werde ich meinen Sieg genießen.“

Herausforderer Daniel Schmidt erneut auf Platz zwei

Herausforderer Daniel Schmidt (Remscheid) muss sich ebenfalls wie in den Vorjahren mit der Silbermedaille begnügen. Er bog mit einem deutlichen Abstand von neun Minuten hinter Sansar auf die Zielgerade ein (2:33:40). Der Gewinner von 2014 haderte mit seiner Zeit: „Ich wollte unter 2:25 Stunden laufen, aber ich habe recht früh gemerkt, dass das heute nichts wird.“ Der Regen zu Beginn habe ihm Probleme bereitet. Die größte Hürde auf dem Weg zum Erfolg war aber von menschlicher Natur: „Elias ist heute wieder in einer anderen Liga gelaufen“, lobte Schmidt. Die Rivalität zwischen den beiden Marathonis besteht wohl nur auf dem Asphalt. Abseits davon verstehen sich die beiden bestens: Munter diskutierten sie im Zielbereich über den Streckenverlauf.

Auf der Regattatribüne tummelten sich – der mäßigen Wetterprognose zum Trotz – zahlreiche Schaulustige. Frenetisch feuerten sie die knapp 3000 Läufer an, die auf den letzten Metern von den fröhlichen Cheerleadern der Assindia Cardinals gefeiert wurden. „Die Resonanz war noch besser als erwartet“, freute sich auch der langjährige Cheforganisator Gerd Zachäus vom Tusem.

Seit knapp 30 Jahren richtet der 77-Jährige mit seiner Mannschaft nun schon dieses Event aus, dennoch sei er im Vorfeld noch immer „tierisch aufgeregt. Ich konnte letzte Nacht kaum schlafen“. Im kommenden Jahr will der Chef dem Sieger natürlich wieder die Medaille umhängen. Dann läuft es möglicherweise erneut auf einen Zweikampf hinaus. „Ich werde da sein“, kündigte der Zweitplatzierte Schmidt an. Und auch der Champion will wieder an den Start gehen. „Ich liebe es, auf dieser landschaftlich schönen Strecke zu laufen“, schwärmte Sansar. „Ich bin noch lange nicht satt.“

Anke Lehmann sorgt für eine dicke Überraschung

Während Elias Sansar seine Rolle als Favorit auf den Gesamtsieg bestätigte, gab es auf dem Siegertreppchen der Frauen eine dicke Überraschung. 3:06:07 Stunden zeigte die Uhr am Streckenrand, als Anke Lehmann über die Ziellinie sprintete. Schon mehrmals war die Läuferin aus Goch in Essengestartet, doch zu den Favoriten hatte sie nie gezählt. Auch diesmal hatte sie niemand auf dem Zettel. „Einfach ein irres Gefühl“, freute sich Lehmann, die ihre Freudentränen kaum zurückhalten konnte. „Ich hätte niemals erwartet, heute hier zu gewinnen.“

Obendrauf knackte sie auch noch ihren persönlichen Rekord. „Die Bestzeit ist mir noch viel wichtiger als der Sieg.“ Jahrelang habe sie versucht, drei Stunden und neun Minuten zu unterbieten. Nun lief sie gleich ganze drei Minuten schneller. Kommendes Jahr will Lehmann wieder an den Start gehen. „Die Organisation und die Menschen sind einfach Klasse.“ Den zweiten Rang belegte Melina Buil (3:07:06 Stunden), Vorjahres-Champion Eva Offermann war nicht am Start

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