Fußball-Oberliga

Die ETB-Zitterpartie geht weiter

Brachte die Schwarz-Weißen mit einer Energieleistung in Front: Malek Fakhro (Mitte) erzielte die frühe 1:0-Führung.

Brachte die Schwarz-Weißen mit einer Energieleistung in Front: Malek Fakhro (Mitte) erzielte die frühe 1:0-Führung.

Foto: Michael Gohl

Die 1:3-Heimniederlage gegen TSV Meerbusch ist zu verkraften, weil auch die Konkurrenz patzte. Schonnebeck muss Hombergs Klasse anerkennen.

essen. ETB Schwarz Weiß – TSV Meerbusch 1:3 (1:0). Der ETB kommt im Abstiegskampf einfach nicht von der Stelle, zum Glück konnte die Konkurrenz daraus kein Kapital schlagen. „Wir hätten heute einen Riesenschritt machen können, aber wir belohnen uns einfach nicht. Wenn man so billige Gegentore kassierte, braucht man sich nicht zu wundern“, war Trainer Manni Wölpper über die Endphase der Partie erbost.

Dabei fing alles so gut an: Schon nach acht Minuten lag der ETB in Führung, nach einer energischen Einzelleistung von Malek Fakhro, der seinen Bewacher einfach abschüttelte, Torhüter Andreas Lahn umkurvte und im richtigen Moment abschloss. Die Gastgeber waren auch fortan die spielbestimmende Mannschaft – allerdings nur bis zur Pause. Danach kehrten die Schwarz-Weißen völlig zaghaft zurück und ließen sich von den spielstarken Meerbuschern um Ridvan Balci immer mehr hinten rein drängen.

Gelb-Rot für Elfmeter-Verursacher Robin Riebling

Als der eingewechselte Maximilian Müller nach 54 Minuten die Riesenchance zum 2:0 durch einen umständlichen Abschluss liegen ließ, kippte die Partie im Gegenzug: Daniel Hoff „murmelte“ die Kugel nach einem wilden Gestochere über die Linie (55.).

Die Gäste wollten nun mehr und ließen auch in der Schlussphase nicht locker. Allerdings profitierten sie von einem dicken Bock Robin Rieblings, der in der Vorwärtsbewegung den Gegenspieler anschoss und ihn im Nachsetzen im Strafraum von den Beinen holte: Gelb-Rot für den Abwehrspieler und das 2:1 per Elfmeter durch Janik Roeber (86.) Balci (90+1) sorgte mit seinem Winkelschuss für das Sahnehäubchen.

Die Schwarz-Weißen dürfen sich jetzt kurz schütteln und müssen Ostermontag (15 Uhr) gegen die abgeschlagenen Hiesfelder unbedingt den Dreier einfahren. Allerdings wohl ohne die verletzten Sebastian Michalsky und Athanasios Tsourakis, der sich einen Muskelfaserriss zuzog.

ETB: Bley, Sahin (66. Ellmann), Riebling, Fechner, G. Tomasello, Walkenbach, Tsourakis (46. Müller), Erdogan, Kilav (74. Kray), A. Tomasello, Fakhro.
Tore: 1:0 Fakhro (8.), 1:1 Hoff (55.), 1:2 Roeber (86./FE), 1:3 Balci (90+1).
Zuschauer: 166


VfB Homberg – Spvg. Schonnebeck 4:2 (2:0). Es war mehr als ein Tor, als Hombergs Mittelfeldspieler Ferdi Acar den Ball aus 20 Metern diagonal zum 3:0 in den Winkel setzte. „Da haben wir gemerkt: Wir können machen, was wir wollen – wir holen hier nichts“, berichtete Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies. Letztendlich verlor sein Team beim Tabellenführer der Fußball-Oberliga trotz einer guten Leistung mit 2:4.

Mehrfach hatte Schonnebeck die Chance, die Partie in andere Bahnen zu lenken. Dreimal liefen Schonnebecker Spieler alleine aufs Hombergs Tor zu, dreimal scheiterten sie: Mohamed Cissé vergab die mögliche Führung (12.), Marius Müller das 1:2 kurz vor der Pause (44.) und Denzel Adjei einen möglichen Anschlusstreffer vor der Nachspielzeit (90.).

Der Tabellenführer setzte dagegen in den richtigen Momenten seine Akzente. Torjäger Danny Rankl machte nach einem langen Abschlag aus dem Nichts das 1:0 (20.), Metin Kücükarslan erhöhte nach einem Einwurf auf 2:0 (33.) und Acar legte per Traumtor das 3:0 nach (52.). Nachdem Luka Bosnjak auf Vorarbeit von Müller auf 1:3 (64.) verkürzt hatte, stellte Dennis Wibbe per Abstauber den alten Abstand wieder her (82.), ehe Müller für Schonnebeck noch das 2:4 gelang (89.).

Tönnies zeigte sich beeindruckt von dem Homberger „Selbstbewusstsein und der Selbstverständlichkeit. Die bringen auch Rückschläge nicht aus der Ruhe.“ Für Schonnebeck war es dagegen schon die dritte Niederlage in Serie. Als nächster Gegner wartet in der kommenden Woche der Tabellenzweite SF Baumberg.

Schonnebeck: Jaschin – Ogrzall, Heppke (75. Adjei), Ketsatis – Patelschick, Denker, Skuppin, Refai – Bartsch – Enger (63. Bosnjak), Cissé (38. Müller).
Tore: 1:0 Rankl (20.), 2:0 Kücükarslan (33.), 3:0 Acar (52.), 3:1 Bosnjak (64.), 4:1 Wibbe (82.), 4:2 Müller (85).
Zuschauer: 400

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