Handball 2. Bundesliga

Der Tusem kann in Emsdetten auch mal dreckig

Tusem-Keeper Sebastian Bliss war seiner Mannschaft beim 28:26-Sieg in Emsdetten ein wichtiger Rückhalt.

Tusem-Keeper Sebastian Bliss war seiner Mannschaft beim 28:26-Sieg in Emsdetten ein wichtiger Rückhalt.

Foto: Michael Gohl/FFS

Emsdetten.  Nach einer umkämpften Partie mit vielen Zeitstrafen setzten sich die Essener beim TV Emsdetten 28:26 (12:13) durch und verteidigten die Spitze.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Am Ende sollten einige Spieler Blessuren davontragen. Im Duell zwischen dem TV Emsdetten und dem Tusem ging es zur Sache, kein Zentimeter wurde dem Gegner geschenkt. Letztendlich war es, trotz eines harten Kampfes des Außenseiters, wieder ein Erfolg für den Favoriten. Dank des 28:26 (12:13) bleibt die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert an der Spitze der 2. Handball-Bundesliga.

„Das ist auch eine Qualität“, sagte der 25-Jährige nach der Partie. Gemeint hat er die mentale Stärke, vor allem die Ruhe, mit der sich seine Jungs zum fünften Sieg in Serie gespielt haben. Auch wenn erneut nicht alles so einfach und automatisch beim Tusem zusammenlief, reichte es erneut zum Erfolg. „Die zwei Punkte stehen über allem“, zeigte sich Siewert erleichtert.

Zwei wichtige Punkte erkämpft

Denn der TV Emsdetten machte es den Essenern über 60 Minuten hinweg sehr schwer. Der Abstiegskandidat spielte mutig und verteidigte sehr offensiv, was die Gäste sichtlich vor eine Herausforderung stellte. Nicht immer wurden sie dieser gerecht, oft verlor der Tusem den Ball im Angriffsspiel oder schloss zu überhastet ab. In der eigenen Deckung gab es zudem auch ein paar Probleme, die in erster Linie Johannes Wasielewski und Sven Wesseling für sich entdeckten. Der Spitzenreiter hatte in der ersten Halbzeit alle Mühe, die Hausherren nicht davonlaufen zu lassen. Obwohl die Münsterländer bereits früh einer ihrer Abwehrsäulen verloren. Denn Jan Mojzis musste schon nach 23 Minuten nach seiner dritten Zeitstrafe mit der Roten Karte vom Feld.

Sinnbildlich für eine insgesamt sehr körperbetonte Partie. „Es war ein sehr, sehr hartes Stück Arbeit. Wir wussten, dass es hart wird, aber so hatten wir es uns nicht gewünscht“, sagte Trainer Jaron Siewert anschließend.

Ein hartes Stück Arbeit

In der zweiten Halbzeit wurde es nicht wirklich einfacher, aber der Tusem fand Mittel. Immer, wenn es schnell ging, waren die Essener nicht zu bremsen. Der Knackpunkt dann Mitte des zweiten Durchgangs: In doppelter Unterzahl gelang es den Gästen die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Fortan ließen sie sich diese Führung nicht mehr nehmen. „In der zweiten Halbzeit haben wir einen kühlen Kopf bewahrt“, war Siewert zufrieden, „und wir haben die nötigen Energiereserven geweckt, alle Spieler waren voll da.“

Unter anderem Torhüter Sebastian Bliß, der mit seinen Paraden einige Gegentore verhinderte, aber auch Noah Beyer im Angriff und Justin Müller als Regisseur wussten zu überzeugen. „So ein Spiel muss man erst einmal gewinnen“, schnaufte Trainer Siewert durch. Während Emsdetten weiter in der Abstiegszone feststeckt, konnte sich der Tusem an der Tabellenspitze weiter behaupten. Und solche Spiele, trotz schwieriger Umstände, zu gewinnen, zeugt auch von einer gewissen Qualität.

TV Emsdetten – Tusem Essen 26:28 (13:12)

Emsdetten: Paske, Lucke, Madert; Weischer, Kress, Terhaer (2), Toom, Kolk, Schliedermann (4), Wasielewski (9), Damm, Holzner (3), Smits, Wesseling (7), Mojzis (1).

Tusem: Bliß, Borchert; Beyer (6/2), J. Ellwanger (4), Urios, Akakpo (2), Szczesny, Ridder (1), Müller (3/1), Firnhaber (1), Seidel, Klingler (5/4), Skroblien (3/1), Zechel (3).

Siebenmeter: 0/3 - 8/11.

Strafminuten: 16 – 10.

Schiedsrichter: Immel (Erkelenz) / Klein (Mettmann).

Zuschauer: 2051.

„Spielfilm“: 3:2 (6.), 4:4 (10.), 6:6 (17.), 8:9 (22.), 10:10 (25.), 13:12 (30.) – 14:15 (35.), 18:19 (40.), 21:20 (45.), 22:24 (50.), 24:27 (55.), 26:28 (60.).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben