Fußball

Corona macht auch vor Essens Bezirksligisten nicht Halt

Unterm Schutzschirm: Auch Trainer Kai von der Gathen und der SC Frintrop mussten schon drei Meisterschaftsspiele wegen eines Corona-Falls absagen.

Unterm Schutzschirm: Auch Trainer Kai von der Gathen und der SC Frintrop mussten schon drei Meisterschaftsspiele wegen eines Corona-Falls absagen.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Der SC Frintrop startete erst wieder am 13. Oktober in den Trainingsbetrieb, bei SG Schönebeck wurden schon drei Spiele wegen Corona abgesagt.

Seit über sieben Monaten beschäftigt die Corona-Pandemie die ganze Welt. Auch den Amateursport in Deutschland. Im März wurde deshalb der komplette Trainingsbetrieb eingestellt und die Wettbewerbe größtenteils abgebrochen. Umso größer war die Freude bei den Amateurklubs, als es wieder Lockerungen gab und auch Kontaktsport wieder ermöglicht wurde. Im September begann die Fußball-Saison in der Essener Bezirksliga. Und auch in der siebthöchsten deutschen Spielklasse ist Corona seitdem ein großes Thema.

Schon mehrere Spiele wurden abgesagt

Es wurden mehrere Spiele aufgrund positiver Corona-Fälle abgesagt. Während in den beiden Bezirksligen mit Essener Beteiligung nur jeweils 15 Mannschaften spielen und sich dort im Zeitplan noch genügend Alternativen ergeben, sieht das in der Oberliga Niederrhein ganz anders aus. 23 Mannschaften und 46 Spieltage erschweren die Pflicht, abgesagte Spiele nachzuholen. Der FC Kray hatte bereits einen Corona-Fall und musste zu Beginn der Saison eine Zwangspause einlegen. Diese Redaktion hat mit den drei Bezirksliga-Trainern Ulf Ripke, Kai von der Gathen und Michael Wüsten über dieses Thema gesprochen:

SG Schönebeck

Nachdem ein Spieler der ersten Mannschaft von SGS positiv auf Corona getestet wurde, sagte der Verein drei Spiele gegen Kupferdreh-Byfang, RuWa Dellwig und Heisingen ab. Weil auch die anderen Senioren-Mannschaften positive Fälle hatten, reagierte der Verein und pausierte den kompletten Spiel- und Trainingsbetrieb der Herren-Teams bis zum 25. Oktober. Trainer Ulf Ripke steht hinter der Entscheidung des Vereins: „Die Gesundheit hat absolute Priorität. Wir hatten über unser Frauen-Bundesliga-Team die Möglichkeit, die komplette Mannschaft testen zu lassen und wurden über das Ergebnis informiert. Alle Spieler, die mit dem Betroffenen engeren Kontakt hatten, sind in Quarantäne.“

SC Frintrop:

Auch den SC Frintrop erwischte es. Aufgrund eines positiven Corona-Falls mussten drei Pflichtspiele abgesagt werden. Erst am 13. Oktober startete der Bezirksligist wieder in den Trainingsbetrieb. Wenige Tage später gab es einen weiteren Verdachtsfall und das Meisterschaftsspiel beim SC Sonnborn wurde vorsorglich abgesagt. Coach Kai von der Gathen war gemeinsam mit der Mannschaft in Quarantäne: „Wir konnten uns nur zuhause fit halten. Da habe ich aber keine expliziten Aufgaben verteilt“, sagte der Trainer. „Durch die Spielabsagen kommt es natürlich zur Wettbewerbsverzerrung. Wir haben viele Englische Wochen und in den kalten Monaten weite Auswärtsreisen vor der Brust. Da sind muskuläre Verletzungen nicht zu vermeiden. Wir müssen die Situation aber annehmen und hoffen, dass alle gesund bleiben.“

SG Kupferdreh-Byfang

Die SG Kupferdreh-Byfang hatte keinen eigenen Corona-Fall. Allerdings musste die Elf von Trainer Michael Wüsten trotzdem pausieren, weil der Gegner SG Schönebeck das Spiel absagen musste. „Schönebeck hatte uns drei Tage vor dem Spiel informiert. Wenn wir einen Fall hätten, würden wir natürlich auch verantwortungsbewusst handeln. Insgesamt denke ich, dass es nicht mehr lange gut geht. Meiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Saison wieder unterbrochen wird“, betonte der Coach.

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