Football-Regionalliga

Cardinals gehen auf Vampirjagd in Aachen

Wollen auch am Wochenende wieder ein Aufstiegstänzchen machen: Harlan Kwofie (links) und Lesar Duran.

Wollen auch am Wochenende wieder ein Aufstiegstänzchen machen: Harlan Kwofie (links) und Lesar Duran.

Foto: Michael Gohl/FFS

Aachen.  Gegen den Tabellenletzten wollen die Essener als Spitzenreiter hochkonzentriert bleiben und im Dreikampf mit Bielefeld und Paderborn bestehen.

Wenn der Tabellenerste auf das Schlusslicht trifft, würden die meisten davon ausgehen, dass die Sache bereits klar sei. Nicht aber für Trainer Sherman Anderson, der mit seinen Assindia Cardinals am Sonntag (15 Uhr, Ludwig-Kuhnen-Stadion) in der Regionalliga West auf die Aachen Vampire trifft: „Wir dürfen die Vampires nicht unterschätzen. Das ist der sicherste Weg ein Spiel zu verlieren. Und Niederlagen können wir uns nicht mehr erlauben.“ Doch trotz mahnender Worte des Cardinals-Coach sieht die Ausgangslage für den Essener Tabellenprimus gut aus: Assindia musste erst eine Niederlage einstecken (29:31 Bielefeld Bulldogs), während die Vampire noch kein Spiel für sich entscheiden konnten.

Trotzdem erwartet Anderson von seinem Team „volle Konzentration“. Denn genau daran haperte es bei den Cardinals oft in vergangenen Spielzeiten, wie der Trainer analysierte: „Ich habe mir natürlich auch die Videos aus den letzten Jahren angeschaut. Und da hatte das Team zur Mitte der Saison ein echtes Konzentrations- und Motivationsproblem. Das lief bei den Essenern in der laufenden Saison deutlich besser, denn nach der Saisonniederlage berappelten sich die Cardinals und kämpften sich zurück an die Spitze. Deshalb die klare Ansage von Anderson: „Ich will, dass wir auftreten wie ein Tabellenführer und einfach vorneweg marschieren.“

Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit

Die Cardinals wollen so konzentriert auftreten wie im Hinspiel. Das war eine deutliche Angelegenheit aus Sicht der Essener, die die blutleeren Vampire mit 45:8 aus dem Sportpark am Hallo fegten. Doch dieses Mal spielen die Aachener vor heimischem Publikum, weshalb Coach Anderson erinnerte: „Zu Hause will keiner verlieren. Ganz egal, ob Tabellenführer oder Tabellenletzter.“

Auf die Konkurrenz – die Bielefeld Bulldogs und Paderborn Dolphins – wolle man nicht schauen, so Anderson. Wenn die eigene Leistung stimme, dann ist es „völlig egal, was Paderborn oder Bielefeld machen.“ Die Bulldogs treffen bereits am Samstag auf den Drittletzten Cologne Falcons, während die Delfine am Sonntag gegen die Vorletzten Gelsenkirchen Devils ran müssen. Die Spitze spielt also gegen das Tabellenende – bleibt zu hoffen, dass die Cardinals erfolgreich von ihrer Vampirjagd aus Aachen zurückkehren

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