Schwimmen

C-Jugend der SG Essen ist Deutscher Meister

Die C-Jugend der SGE ist Deutscher Mannschaftsmeister : (v.l.) Hannah Weiand, Julia Walter, Julianna Dora Bocska, Fiona Wilmes, Dina Kadic und Maxi Piontek mit Bürgermeister Rudi Jelinek: .

Die C-Jugend der SGE ist Deutscher Mannschaftsmeister : (v.l.) Hannah Weiand, Julia Walter, Julianna Dora Bocska, Fiona Wilmes, Dina Kadic und Maxi Piontek mit Bürgermeister Rudi Jelinek: .

Foto: Thiomas Stuckert

Essen.   Im Sportbad am Thurmfeld kämpfte der deutsche Nachwuchs um die Mannschaftstitel. Gastgeber SGE holt einmal Gold und zweimal Silber.

Ein bisschen war es wie in einem Tropenhaus. T-Shirt und Shorts waren angebracht, aber die meisten Gäste im Sportbad am Thurmfeld liefen ohnehin im Schwimmdress herum - oder aber in bunten Kostümen, denn es ist nicht unüblich, dass man bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften zur Siegerehrung verkleidet erscheint.

Die Halle war voll, richtig voll. Und es wurde auch richtig laut, während die Jugendlichen durchs Wasser pflügten. Trommeln, Tröten, Kuhglocken und Plakate, am Beckenrand legten sich sie sich mindestens so ins Zeug wie die Athleten. Knapp 500 Talente nahmen an dem Bundesfinale teil, das in vier Altersklassen ausgetragen wurde. Rund 200 Zuschauer wiederum, zumeist Eltern, Trainer und Funktionäre, hockten auf der Tribüne und fieberten mit.

Schwierige Bedingungen in der kleinen Halle

Ohne das große Zelt, das die Stadt an die Halle gebaut hatte, und das ebenfalls pickepackevoll war, hätte man einen solchen Andrang nie und nimmer bewältigen können. „Es waren schon schwierige Bedingungen in diesem kleinen Bad“, räumt der Hallensprecher ein, als er zur Siegerehrung aufrief. Und sprach dem Gastgeber damit auch gleichzeitig ein Lob aus.

Bernhard Gemlau schien das Gewusel nicht aus der Ruhe zu bringen. Der Vorsitzende der Startgemeinschaft Essen ist halt ein alter Hase. Nicht etwa, weil er Ende Dezember 75 Jahre alt geworden ist, sondern weil er als Organisationschef mit seiner Crew über eine Menge Erfahrung verfügt, wie man solche Events reibungslos über die Bühne bringt. „Das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv“, sagte Gemlau nach dem Wettkampf zufrieden. „Der Standort Essen hat sich jedenfalls mal wieder sehr gut präsentiert.“

Organisatorisch lief’s also gut für die SGE und sportlich ebenfalls, auch wenn es diesmal „nur“ zu einem Titel reichte. Die weibliche C-Jugend mit Hannah Weiand, Julia Walter, Julianna Dora Bocska, Fiona Wilmes, Dina Kadic und Maxi Piontek hatte sich als zweitschnellstes Team für die DMSJ qualifiziert, siegte aber souverän in 22:29,65 Minuten vor den Mannschaften SG Neukölln (22:45,32) und SG Dortmund (22:47,79).

Zu den Favoriten zählte auch die weibliche A-Jugend der Essener, die an Nummer eins gemeldet war. Pech, dass Sophia Beckers erkrankte, was Miki van Loock, Paula Schneider, Sarah Vidic, Johanna Köther und Natalie Graw bei allem Kampfgeist nicht kompensieren konnten. Nach vier Staffelwettbewerben lag die SG Bayer nur knapp zwei Sekunden vor der SGE, die 4x100m-Lagen mussten also die Entscheidung bringen. Startschwimmerin Miki van Loock schwamm fünf Sekunden Vorsprung heraus. Das hätte gereicht. Doch die SG Bayer konterte und holte sich den Titel in 22:17,57 Minuten vor der SGE (22:19, 98).

Die männliche B-Jugend der Gastgeber mit Timo Ewert, Fynn Redemann, Leon Schmidt, Benjamin Atmar, Taiyo van Loock und Tom Kidacki zeigte ebenfalls gute Einzelleistungen, musste sich am Ende aber den bärenstarken Potsdamern geschlagen geben und wurden Deutscher Vizemeister.

Am Wochenende Titelkampf in der 1. Bundesliga

Die nächste Herausforderung für die Startgemeinschaft – sportlich wie organisatorisch – steht unmittelbar bevor. Am Wochenende sind am Thurmfeld die Top-Schwimmer am Zug. Dann werden die Deutschen Mannschaftsmeister in der 1.Bundesliga ermittelt. Im Vorjahr war die SGE bei den Frauen hinter SV Würzburg Vizemeister geworden, die Männer belegten 2018 Rang drei hinter Würzburg und Potsdam.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben