Basketball

Bei den Wohnbau Miners ist Druck auf dem Kessel

Radwan Bakkali (11) und die ETB Miners müssen unter dem Korb ganz dringend anfangen zu punkten.

Radwan Bakkali (11) und die ETB Miners müssen unter dem Korb ganz dringend anfangen zu punkten.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Miners stehen vor wegweisenden Wochen: Der ETB ist an diesem Samstag zu Gast in Grevenbroich – und muss gewinnen. Die Hinrunde war bisher Fiasko.

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Ein Tabellenbild lügt nicht: Drei Siege Rückstand hat Basketball-Erstregionalligist ETB Wohnbau Miners auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz (Wulfen), vier Siege auf Gegner wie Grevenbroich oder Deutz, die den Kellermief ebenfalls noch deutlich riechen können. Dieses Tableau veranschaulicht ganz klar: Diese Hinrunde war bislang ein Fiasko. Mit den beiden letzten Partien der Hinrunde können die Essener den Saisonverlauf ein klein wenig reparieren und im Rennen bleiben um den Klassenerhalt. Die Gegner heißen an diesem Samstag eben Grevenbroich und eine Woche später Deutz. Es ist die große Chance für die Miners, endlich Fuß zu fassen in dieser Saison. Oder der ETB stürzt weiter ab.

Auch in Grevenbroich verlief die Hinrunde turbulent

Es ist Druck drauf. In Grevenbroich (19.30 Uhr, Torfstecher Weg) werden sich die Miners etwas überlegen müssen. Auch hinter den Elephants liegt eine turbulente Hinserie, ein schwacher Start und viele Verletzungen hatte das Team verunsichert. Manager Hartmut Oehmen steuerte gegen, der Trend zeigt nach oben. Vor allem die drei gebürtigen US-Amerikaner lassen aufhorchen: Troy Parker (Point Guard) feierte am vergangenen Samstag in Hagen sein Debüt – mit 32 Punkten und einer Trefferquote von 46 Prozent aus dem Feld. Small Forward Jamal Smith verstärkte das Team auch erst im Saisonverlauf (Bestwert: 42 Punkte vor drei Wochen in Herten), Power Forward Ryon Howard liefert beständig Double-Doubles ab.

Da kommt was zu auf den ETB, Interimscoach Björn Barchmann sieht seine Mannschaft aber gerüstet: „Grevenbroich hat einige neue Spieler dabei, die Dhnesch Kubendrarajah (ETB-Co-Trainer, die Redaktion) aber auf dem Radar hat. Wir werden vorbereitet sein.“In Essen hofft man, selbst mit Neuzugang George Moukas und dem wieder genesenen Noah Westerhaus mehr Optionen zu haben – und mehr Entlastung für Leistungsträger und Dauerbrenner Chris Alexander oder Radwan Bakkali zu haben. Unter Barchmann zeigte die Leistungskurve zudem zuletzt nach oben, das Team entwickelt sich.

Trotzdem intensiviert man die Trainersuche in Essen, wohlwissend, dass ein erneuter Wechsel auch einen Bruch bedeuten kann. Entsprechend gut muss die Wahl sein. Björn Barchmann jedenfalls betonte gegenüber dieser Zeitung noch einmal, nicht bis zum Saisonende zur Verfügung zu stehen. „Die Belastung mit Beruf und meiner Funktion als Sportlicher Leiter ist einfach viel zu groß. Wir werden uns aber die Zeit nehmen, die nötig ist, um eine gute Entscheidung zu treffen.“Hoffentlich geht es dann noch um was für den ETB.

Nur Siege helfen den Miners noch weiter

Die kommenden Spiele werden Antworten liefern, denn nur Siege helfen. Das weiß auch Barchmann: „Ich bin mit der Entwicklung zufrieden. Aber das Lob unserer Gegner, dass wir in dieser Saison bestimmt noch viele Erfolge feiern werden, hilft uns nicht. Wir müssen diese Siege nun einfahren, um den Anschluss nicht komplett zu verlieren.“

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