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Bei den Assindia Cardinals klingeln die Alarmglocken

Noch einmal Gas geben vor der Pause: Danny Chitanta (links) und Frank Kolden sind vor den Bonnern gewarnt.

Noch einmal Gas geben vor der Pause: Danny Chitanta (links) und Frank Kolden sind vor den Bonnern gewarnt.

Foto: Michael Gohl/FFS

Bonn.  Normalerweise ist Bonn für den Spitzenreiter keine Hürde, aber die Erinnerungen ans Hinspiel mit dem Last-Second-Sieg sind noch frisch.

Bonn Gamecocks – Assindia Cardinals (Samstag, 16 Uhr, Sportpark Pennenfeld).

Mit einem 28:3-Sieg haben die Assindia Cardinals zuletzt die Paderborn Dolphins von der Regionalliga-Tabellenspitze verdrängt und einen Meilenstein auf dem Weg zum Aufstieg gesetzt. So haben sich die Essener die bald einsetzende rund einmonatige Pause redlich verdient, ehe ab Ende August noch einmal zwei Partien auf dem Plan stehen.

Zuvor haben die Cardinals allerdings noch eine unangenehme Aufgabe in der ehemaligen Bundeshauptstadt zu bewältigen. Am Samstag treten sie bei den Bonn Gamecocks an (16 Uhr) - dann geht es für die Assindia um den neunten Sieg im zehnten Spiel. Die Bonner mussten bereits sechs Niederlagen wegstecken und sollten für das hiesige Top-Team daher keine große Herausforderung darstellen.

Die Erinnerung ans Hinspiel ist Warnung genug

Im Essener Lager klingeln dennoch die Alarmglocken - schließlich ist die Erinnerung ans Hinspiel im Mai noch frisch. Da standen die Cardinals bis kurz vor Schluss am Rande der ersten Saisonpleite. Erst drei Sekunden vor Spielende gelang Lesar Duran der siegbringende Touchdown zum 26:24. „Ich bin jetzt seit über 20 Jahren dabei und muss sagen, die Spiele gegen Bonn waren immer unangenehm“, sagt AC-Präsident Wilfried Ziegler vor erneuten Duell. „Die spielen nicht spektakulär, aber das, was sie machen, machen sie in der Regel gut. Genau so war es auch im Hinspiel.“

Nach dem damaligen Zittersieg drohten die Essener abzurutschen, im Spiel darauf kassierten sie die erste Saisonpleite gegen die Bielefeld Bulldogs. Dann brachen sie aber nicht - wie es in den letzten Jahren regelmäßig der Fall war - ein, sondern festigten sich. Mittlerweile halten die Cardinals offensiv wie defensiv den Ligabestwert. „Diese Mannschaft ist eine Einheit geworden“, sagt Präsident Ziegler.

Die Bonner stehen derzeit im Niemandsland

Beim kommenden Gegner drehte sich die Spirale seit dem letzten Aufeinandertreffen in die andere Richtung. Nach Niederlagen gegen die Tabellenvorletzten Cologne Falcons und Schlusslicht Aachen steht Bonn derzeit fernab von Gut und Böse im Niemandsland. Die Spitzengruppe haben sie längst aus den Augen verloren. Nicht so die Assindia Cardinals. Die könnten ihrem großen Ziel am Samstag ein weiteres Stück näher kommen.

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