Basketball Pro B

Aufholjagd der Essener Baskets bleibt unbelohnt

Dilhan Durant (r.) und die ETB-Baskets, hier gegen Münsters Joseph Douglas Cooper, beenden die Hinrunde auf dem letzten Platz. Foto:Michael Gohl

Dilhan Durant (r.) und die ETB-Baskets, hier gegen Münsters Joseph Douglas Cooper, beenden die Hinrunde auf dem letzten Platz. Foto:Michael Gohl

essen.   ETB verliert mit 76:82 gegen Aufsteiger Münster. Eine unglückliche, aber nicht unverdiente Pleite. Kelvin Okundaye zurück in Essen

ETB Baskets -
WWU Münster 76:82 (39:46)

Viertel: 20:28, 19:18, 17:21, 20:15.
ETB: Calvin (14/davon 2 Dreier), Martin (14/1), Hart (13/3), Durant (10/2), Lind (10/1), Flomo (6), Thompson (5), Okundaye (4), Rahn (0), von Quenaudon (DNP), Tauch (DNP), Eromonsele (DNP).

Spielfilm: 4:13 (3.), 11:20 (6.), 20:32 (12.), 31:36 (18.), 33:42 (19.), 39:53 (22.), 45:62 (25.), 50:66 (28.), 61:71 (34.), 76:77 (39.), 76:82 (40.).
Zuschauer: 810.

Wieder nichts: Auch gegen Aufsteiger Münster musste sich Basketball-Zweitligist (Pro B) ETB geschlagen geben, mit dem 76:82 beschließen die Essener mit einer Bilanz von 2:9 die Hinrunde am Tabellenende.

Es war eine Partie, die ein Stück weit vorentschieden schien, als Joseph Cooper in der 25. Minute die Gäste mit einem Treffer von Downtown auf 17 Zähler in Front brachte (62:45). Den Wohnbau Baskets hatten die 810 Fans im Rund am Hallo – unabhängig von der Anhängerschaft – zu diesem Zeitpunkt kaum mehr etwas zugetraut. Doch der ETB riss sich noch einmal zusammen: Die Mannschaft kam zurück, lag nach einem Dreier von Andre Clinton Calvin 1:52 Minuten vor dem Ende nur noch ein Pünktchen hinten (76:77)und hatte 20 Sekunden später bei eben diesem Spielstand sogar wieder den Ball. Doch Dilhan Durant kam nicht durch mit seinem Versuch, Münster entschied die Partie dann doch für sich.

Zu wenig Struktur im Offensivspiel

Eine schwarz-weiße Niederlage – so unglücklich sie am Ende war, unverdient war sie nicht. Zu schwach war die Defensivleistung, zu wenig konstant und strukturiert das Offensivspiel. Schnell lagen die Gastgeber deutlicher zurück (4:13, 3. und 11:20, 6.). Die Essener kamen defensiv in der Regel mindestens einen Schritt zu spät, erlaubten Münster allein dreimal binnen der ersten sechs Minuten ein Drei-Punktespiel, weil die WWU Baskets ihre erfolgreichen Abschlüsse wegen Fouls mit einem Freiwurf noch veredeln durften.

28 Punkte kassierten die Wohnbau Baskets im ersten Abschnitt, „es war ein schlechter Start, die Kommunikation hat nicht gestimmt“, so Headcoach Philipp Stachula. Warum er nicht mit einer Auszeit von außen eingegriffen hatte? „Man muss den Jungs die Chance geben, das selbst zu lösen, und ich traue das meiner Mannschaft auch zu.“Vielleicht war die Hypothek so aber auch größer, als unbedingt nötig. Immerhin: Der ETB biss sich rein und war im zweiten Viertel mit von der Partie. 39:46 zur Pause. Nichts, was nicht noch zu regeln wäre.

Indisponiert aus der Kabine

Doch erneut kam der ETB gänzlich indisponiert aus der Kabine. Münster zog davon – und diesmal reagierte Stachula. Der Headcoach nahm die Auszeit. „Das Team ist endlich sauer geworden, wir haben eine Reaktion gezeigt.“ Es war eine große Aufholjagd, die Belohnung blieb am Ende allerdings aus, weil unter dem eigenen Korb dann doch zu viel zugelassen worden war und in der Hälfte des Gegners zu vieles Stückwerk geblieben war.

Was bleibt? Vielleicht Hoffnung. Weil das Team auch nach minus 17 noch zurückkommen kann. Weil Marco Rahn mittlerweile wertvolle Arbeit leistet, auch wenn sie sich nicht in den Statistiken wiederfindet. Weil Calvin im letzten Abschnitt wichtige Dreier nahm und traf und Patrick Flomo endlich eine enorme Präsenz unter den Körben zeigte.

Kelvin Okundaye überzeugte defensiv

Und da war Kelvin Okundaye: In der vergangenen Saison schon in Essen, hatte ihn eine neue Herausforderung ins Ausland (Straßburg) gelockt, „der Kontakt ist aber nie abgebrochen“, so Philipp Stachula. Gegen Münster durfte Okundaye gute acht Minuten im zweiten Viertel ran (vier Punkte, ein Rebound), er überzeugte vor allem defensiv und war mit daran beteiligt, seine Farben in die Spur zu bringen. „Er trainiert seit Mittwoch bei uns, er muss seinen Rhythmus finden, wir müssen ihm dabei helfen. Aber er wird uns viel geben können.“ Das hat der ETB tatsächlich sehr nötig.

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