Fußball-Oberliga

70 Minuten hielt der ETB gegen den Primus die Null

Selten konnten sich die Essener mal so von ihren Gegenspielern absetzen wie in dieser Szene Athanasios Tsourakis gegen zwei Straelener.

Selten konnten sich die Essener mal so von ihren Gegenspielern absetzen wie in dieser Szene Athanasios Tsourakis gegen zwei Straelener.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Am Ende mussten sich die Schwarz-Weißen Tabellenführer SV Straelen mit 0:2 geschlagen geben. Die wenigen Konter der Gastgeber verpufften.

ETB Schwarz Weiß – SV Straelen 0:2 (0:0).

ETB: Gröger, Sahin, Voß, Malioukas (81. Walter), Riebling, Haubus, Michalsky, Tsourakis (90. Bel-Mustapha), Kray (74. Richter), Mumcu (74. Wolters), Fakhro. Tore: 0:1 Lekesiz (71.), 0:2 Funk (86.).

70 Minuten lang bot der ETB dem Klassenprimus Paroli, doch dann fand der SV Straelen doch noch die Lücke im feinen schwarz-weißen Abwehrnetz. Am Ende hatte sich der dominante Spitzenreiter den 2:0-Auswärtssieg verdient.

Von Beginn an war es ein schwieriges Unterfangen für das Team von Trainer Ralf vom Dorp, der auf wichtige Leistungsträger verzichten musste: Danny Walkenbach, Ömer Erdogan und Robin Fechner konnten erst gar nicht mitwirken, auf der Bank nahm wenigstens Stürmer Marvin Ellmann Platz, wegen eines Zehenbruchs allerdings mit Schmerzmitteln vollgepumpt und nur für den äußersten Notfall vorgesehen.

Dass dieser in der ersten Halbzeit gegen den souveränen Spitzenreiter nicht eintrat, lag vor allem an der aufmerksamen Fünferkette im eigenen Strafraum, mit der die Schwarz-Weißen die Schotten weitestgehend dicht machten. Zwar hatte Straelen mehr Spielanteile als die Gastgeber, aber aus der hochgelobten japanischen Fraktion kam in der ersten Halbzeit doch nur übersichtliche Torgefahr. Deren gefährlichster Schütze, der Japaner Shun Terada, brachte es nach 27 Minuten zu einem gefährlichen Schuss aus der Drehung, der deutlich vorbeistrich. Das war’s.

Malek Fakhro war vorne auf sich alleine gestellt

Auf der Gegenseite konnten die Essener nur wenige Nadelstiche setzen. Besonders Malek Fakhro, der gegen den zweitligaerfahrenen Tunesier Adli Lachheb einen äußerst schweren Stand hatte, vermisste die Zuliefererdienste eines Ömer Erdogan, so sehr sich Athanasios Tsourakis auch bemühte, diese Lücke im Mittelfeld zu schließen. Deren gefährlichste Aktion vor der Pause resultierte aus der 16. Minute: Fakhro bediente an der Strafraumgrenze Tsourakis, der schlug ein paar Haken, aber sein Effetschuss ging knapp über das Straelener Tor. Zur Halbzeit zeigten sich die heimischen Fans mit der Punkteteilung zufrieden.

Auch nach dem Wechsel ließ sich der ETB nicht aus der massierten Verteidigung locken. Und vorne hoffte man auf den einen Geistesblitz von Fakhro. Nach 57 Minuten tankte sich der bullige Stürmer durch die gesamte gegnerische Hälfte, aber im Abschluss fehlte dann doch die Kraft. Das Geschehen verlagerte sich immer mehr in die Essener Hälfte - nach 70 Minuten war es passiert: Die ETB-Abwehr brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Kaito Mizuta war auf der rechten Seite nicht an der Flanke zu hindern, und in der Mitte war der eingewechselte Gökan Lekesiz einen Schritt schneller beim Abschluss als Paul Voß: 0:1.

Sahins Flanke senkte sich fast ins Tor

Nun wurde es noch schwerer für die Essener, die nur noch einmal für Aufregung sorgten, als sich ein verunglückter Freistoß von Sahin fast in den linken Winkel senkte (82.). Da war Teradas Kopfball nach 85 Minuten im Anschluss an eine Ecke noch gefährlicher, die ETB-Keeper Kai Gröger noch zur Ecke lenkte. Bei dieser machte Funk mit langem Bein in der Mitte alles klar: 0:2.

„Mit der Einstellung meiner Mannschaft bin ich mehr als zufrieden, leider haben wir vor dem 0:1 den entscheidenden Fehler gemacht. Bei den Kontern fehlte uns heute die Durchschlagskraft“, resümierte ein keineswegs enttäuschter ETB-Coach vom Dorp.

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