Baseball

Waschbären bleiben zweitklassig

Bruno Fengler trifft den Ball voll und beordert ihn aus der provisorischen Heimstätte in Bochum.

Bruno Fengler trifft den Ball voll und beordert ihn aus der provisorischen Heimstätte in Bochum.

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal/Bochum.  Nach drei Jahren in denen am Ende immer die Meisterschaft stand, ist der Klassenerhalt der Ennepetal Raccoons in der 2. Liga der größte Erfolg.

Wirklich Zweifel hatte Trainer Achim Hilger nicht mehr, nach den beiden Siegen gegen die Neunkirchen Nightmares ist es aber nun auch Gewissheit. Die Baseballer der Ennepetal Raccoons haben sich sportlich für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga qualifiziert. Dabei stellte der Gegner aus dem Siegerland die Waschbären nur phasenweise vor Probleme.

Verlassen konnte sich Achim Hilger am Sonntag beim letzten Heimspiel der Saison in Bochum wieder einmal auf die junge Garde in seinem Kader. Vor allem in der Offensive sorgten Leon Busch und Julius Hilger im siebten und damit letzten Inning des ersten von zwei Spielen für wichtige Punkte. Und die waren auch notwendig, denn die Raccoons verspielten einen 8:1-Vorsprung fast, als die Neunkirchener beim 8:6 im Schlussinning auf einmal wieder in Schlagdistanz waren.

„Das lag aber eher an einigen Nachlässigkeiten von uns“, sagt Achim Hilger. Diese Fehler bestrafte das Liga-Schlusslicht aus dem Siegerland allerdings konsequent – so wie es die Ennepetaler dann im siebten Inning auch taten. Höhepunkt der ersten Partie war ein Schlag von Bruno Fengler, der den Ball mit seinem Holz aus dem Stadion beförderte und so für einfache Punkte sorgte.

Weniger spektakulär dafür ebenso spielentscheidend war das konstant gute Pitching von Nils Brünger, der das komplette erste Spiel durchwarf und erst mit Beginn der zweiten Partie von Marcel Penger abgelöst wurde – wobei dieser seinem Mannschaftskollegen in nichts nach stand.

Denn im zweiten Spiel zeigten sich die Raccoons vor allem in der Defensive deutlich konzentrierter. Gerade einmal ein einziger Run der Neunkirchener schaffte es auf die Anzeigetafel, die Ennepetaler hingegen gleich sechs Mal. Wie auch im ersten Spiel zeigten die jungen Waschbären ihre gute Form und sorgten für Punkte.

Am Ende wird es noch emotional

Durch die beiden Siege über die Siegerländer verlängern die Raccoons im ersten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur zweithöchsten Spielklasse ihr Liga-Patent. Da es keine Playdowns geben wird und die Waschbären einen großen Vorsprung auf den sonntäglichen Gegner haben, werden die Ennepetaler auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Vorausgesetzt die Baseballer aus der Klutertstadt finden wie in dieser Spielzeit auf fremden Plätzen eine Heimat. Ein eigenes Feld wird derzeit noch gesucht – bis Bauarbeiten anfangen wird es entsprechend noch dauern.

Egal wo die Heimspiele dann stattfinden werden, werden diese ohne Sascha Hundertmark stattfinden. Der Routinier, der insgesamt 30 Jahre lang für die Raccoons aktiv war, feierte am Sonntag seinen Ausstand vor heimischen Publikum. „Da wurde es noch einmal emotional“, sagt sein Trainer und Wegbegleiter Achim Hilger. Ein Ziel für die noch ausstehenden vier Spiele in dieser Saison haben die Ennepetaler aber auch noch. „Wenn wir die Saison mit einer positiven Bilanz beenden, wäre das top“, sagt Hilger. Dafür benötigt es noch einen Sieg, im Idealfall gelingt dieser bereits am nächsten Spieltag in Ratingen.

Zum Saisonabschluss steht dann noch ein besonderes Spiel an. Bei den Dortmund Wanderers werden die Raccoons unter Flutlicht spielen, eine Erfahrung die viele Spieler bisher noch nicht gemacht haben.

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