Basketball

Unverhofft früh im Soll

Der Jubel ist groß bei den EN Baskets nach dem Siege gegen Itzehoe. Auf heimischen Parkett gewinnt Schwelm sechs Spiele.

Der Jubel ist groß bei den EN Baskets nach dem Siege gegen Itzehoe. Auf heimischen Parkett gewinnt Schwelm sechs Spiele.

Foto: MiSch

Schwelm.   Nach einer wechselhaften Saison haben die EN Baskets Schwelm unverhofft früh ihr Ziel erreicht. In den Playoffs geht die Reise nun in den Süden.

Mit hängenden Köpfen schreiten die Spieler der EN Baskets vom Parkett, so richtig nach reden ist keinem der Akteure. Gerade eben haben sie das wichtige Spiel gegen die VfL Sparkassen Stars Bochum verloren und die Chance verpasst, einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs zu machen. Etwas mehr als zwei Wochen ist diese Szenerie her. Damals verschwendet keiner einen Gedanken an ein vorzeitiges Erreichen der Playoffs. Doch genauso kam es nun für die EN Baskets, bei denen die hängenden Köpfe inzwischen der breiten Brust gewichen sind.

Team beweist Moral

Möglich gemacht haben das in erster Linie die Schwelmer selbst. Mit ihren beiden Siegen gegen Sandersdorf und in Dresden haben sie selbst ihre Weste rein gehalten und konnten sich so die Ergebnisse der Konkurrenz anschauen. Da diese an den vergangenen beiden Spieltagen fast ausnahmslos zu Gunsten der EN Baskets spielte, ist nun das eingetreten was nach der Niederlage gegen Bochum eigentlich niemand gedacht hatte. „Nach dem Spiel bin ich davon ausgegangen, dass wir aus den letzten drei Spielen drei Siege brauchen“, sagt Baskets-Trainer Falk Möller rückblickend.

Denn in dieser Saison erlaubt die Nord-Staffel der ProB eigentlich keine Ausrutscher, Konstanz ist gefragt. Eben die finden die Schwelmer nach zwei Pleiten zum Saisonstart, indem die darauf folgenden fünf Partien allesamt gewonnen werden. Doch Konstanz zeigt sich bei den EN Baskets in der Folge auch von seiner negativen Seite, denn auf die Serie mit fünf Siegen folgen drei Niederlagen in Folge. „Insgesamt haben wir einfach nicht konstant genug gespielt“, sagt Möller deswegen.

Doch sein Team bewies nach der Pleite gegen Bochum Moral. Die Niederlage gegen den VfL war seinerzeit die vierte hintereinander und wurde entsprechend von den Verantwortlichen auch thematisiert. „Wir haben mit den Spielern drüber gesprochen, der Fokus lag dann schnell wieder auf den letzten drei Spielen. Die Mannschaft ist intakt“, so Möller. Das Team funktionierte, als es drauf ankam und holte zwei Siege – und darf sich nun auf die Playoffs vorbereiten.

Doch zuvor gibt es noch eine Partie gegen den Tabellendritten Wedel zu absolvieren, im Idealfall winkt noch Platz fünf in der Endabrechnung. „Das Spiel werden wir angehen wie jedes andere auch. Wir wollen uns für die Playoffs ein gutes Gefühl holen“, sagt Möller vor dem letzten Spieltag. Mit eigenem Sieg und einer Niederlage von Iserlohn gegen Oldenburg könnten die EN Baskets sogar noch klettern. Als Fünfter der ProB Nord ginge es für die Schwelmer gegen den Vierten der Süd-Staffel, als Sechster würde Schwelm auf den Tabellendritten aus dem Süden treffen.

Lieber eine kurze Anreise

Doch wer dann kommt, ist Möller eigentlich egal. „Schön wäre es nur, wenn wir nicht so weit fahren müssten“, sagt der Breckerfelder mit Blick auf die möglichen Gegner aus Schwenningen, Elchingen oder München. Die kürzeste Anreise hätten die EN Baskets bei einem Duell mit den Fraport Skyliners Juniors aus Frankfurt.

Das Ziel für die Playoffs ist bei den Schwelmern aber auch ohne zu wissen gegen wen es geht klar. Besser sein als im vergangenen Jahr. Damals schieden die EN Baskets gegen den späteren Aufsteiger Rostock bereits in der ersten Runde aus. „Wir wollen die erste Runde überleben und dann schauen wir mal weiter, was noch möglich ist“, sagt ein gut gelaunter Möller. Nach dieser wechselhaften Saison war die Laune einen Spieltag vor Ende nicht zwangsläufig zu erwarten.

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