Fußball

„Spiel hätte nie stattfinden dürfen“

Phillip Breilmann will am Sonntag im Spiel gegen Paderborn II mit seinem TuS Ennepetal die Pokal-Klatsche in Maasberg vergessen machen.

Phillip Breilmann will am Sonntag im Spiel gegen Paderborn II mit seinem TuS Ennepetal die Pokal-Klatsche in Maasberg vergessen machen.

Foto: Marinko Prša / WP

Ennepetal.  Nach 0:5 im Westfalenpokal will der TuS Ennepetal keine Katerstimmung aufkommen lassen. Thomas Riedel erklärt die heftige Schlappe.

Der TuS Ennepetal musste in der Westfalenpokal-Partie am Mittwochabend beim SC RW Maaslingen eine bittere 0:5-Klatsche hinnehmen. Beim zwei Spielklassen tiefer agierenden Landesligisten war für die Elf von Trainer Alexander Thamm nicht zu holen. Besonders bitter: Im Viertelfinale wäre der TuS auf die SpVg Hagen 11 getroffen – ebenfalls ein Landesligist. Wir sprachen mit Ennepetals Sportlichem Leiter Thomas Riedel über die verpasste Chance.


Herr Riedel, als Oberligist haben Sie bei einem Landesligisten mit 0:5 verloren. Wie erklären Sie sich die deutliche Niederlage?
Thomas Riedel: Meiner Meinung nach hätte das Spiel niemals stattfinden dürfen. Der Platz, auf dem wir gespielt haben, war mit einer Kuhwiese zu vergleichen. Solche Bedingungen habe ich noch nie erlebt. Alle Vorteile, die wir durch unsere technisch bessere Qualität haben, waren durch die schlechten Bedingungen hinfällig. Wir haben uns schon vor dem Spiel Gedanken darüber gemacht, Protest gegen das Spielfeld einzulegen. Im Nachhinein wäre das wohl das Beste gewesen.
Trotz der widrigen Bedingungen hat Ihre Mannschaft deutlich verloren. Wo lagen die Gründe?
Ich möchte nicht, dass ich falsch verstanden werde. Maaslingen hat das sehr gut gemacht und hat in jedem Fall verdient gewonnen. Als eine Mannschaft, die sich hinten reinstellt und auf Konter spielt, war der Platz aber auch ideal. Die haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Maximum herausgeholt. Wir sind natürlich nicht zufrieden mit unserer Leistung, das ist ja klar.
Durch die Niederlage haben Sie das Pokal-Viertelfinale verpasst. Dort hätten Sie in der nächsten Runde gegen die SpVg Hagen 11 gespielt.
Richtig. Und deshalb ist diese Niederlage für uns alle natürlich noch ärgerlicher als ohnehin schon. Hagen 11 ist auch ein Landesligist, da hätten wir uns berechtigte Hoffnungen auf ein weiterkommen machen können. Der Einzug ins Halbfinale wäre natürlich unglaublich für uns gewesen. Das ist eine Chance, die es für uns wahrscheinlich nicht so schnell oder sogar nie wieder geben wird. Das macht die Niederlage in Maaslingen für uns natürlich noch ärgerlicher.


Wie wollen Sie verhindern, dass die Niederlage einen Knick in der bisher guten Saison verursacht?
Wir müssen darauf aufpassen, dass jetzt nicht so getan wird, als würde die Welt von der Pokalniederlage unter gehen. Klar, wir haben da eine riesige Chance verpasst und daran sind ausschließlich wir selbst Schuld. Trotzdem müssen wir doch immer auch sehen, wo wir eigentlich her kommen. Ein Verein mit unseren Möglichkeiten hat in der Oberliga normalerweise überhaupt nichts zu suchen. Ich formuliere es mal ganz überspitzt: Wir sind eine Hobbymannschaft in der Oberliga. Wir bleiben aber trotz des sportlichen Erfolgs demütig und machen keine verrückten Dinge. Aktuell sieht man ja wieder am Beispiel der SG Wattenscheid, was passieren kann, wenn man über seine Verhältnisse lebt. Wir gehen einen anderen, einen finanziell gesünderen Weg und wir spielen seit mittlerweile acht Jahren in der Oberliga. Die Pokalniederlage ist zwar ärgerlich, aber davon lassen wir uns nicht von unserem Weg abbringen.


Wie geht Ihr Team nun in das Spiel gegen den SC Paderborn II?
Klar, wir müssen unbedingt eine Antwort liefern. Aufgrund der Länderspielpause kann es sein, dass Paderborn mit einigen Bundesliga-Profis aufläuft. In der Vergangenheit hat Paderborn das öfter so gehalten. Wir sind jetzt in der Pflicht.

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